Informationen des Landesjagdverbandes Sachsen


Geflügelpest: Was Jäger wissen müssen


Quelle: Rolfes/DJV

24. November 2016 (djv) Berlin

In vielen Teilen Deutschlands ist das Geflügelpest-Virus H5N8 bei verendeten Wildvögeln nachgewiesen worden. Zur Verhinderung der Einschleppung des Virus in Geflügelbestände sollten im Anschluss von Wasserfederwildjagden grundsätzlich keine Geflügelbetriebe aufgesucht werden bzw. die entsprechenden Hygienevorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Jäger unterstützen in Seuchenfällen bundesweit die Veterinärbehörden. Im DJV-Interview gibt das Friedrich-Loeffler-Institut wichtige Hinweise, wie Monitoring oder Probenahme korrekt durchzuführen sind.

 

DJV: Was sollten Jäger tun, wenn sie verendetes Wasserwild auffinden?

FLI: Menschen sollten tot aufgefundene Vögel nicht anfassen. Sie sollten den Fund der örtlichen Veterinärbehörde melden. Es liegt im Ermessen der zuständigen Behörden (in der Regel Landkreise und kreisfreie Städte), ob sie die Jägerschaft dazu auffordern, sie beim Sammeln toter Wildvögel zu unterstützen.

 

Wenn Wild eingesammelt werden soll, was ist zu beachten?

Im Ernstfall gibt die zuständige Veterinärbehörde klare Regeln vor, an die sich Jäger halten sollten. Grundsätzlich gilt: Kadaver sollten nur mit Handschuhen angefasst werden, etwa mit Einmalhandschuhen aus Nitril. Der Vogelkörper sollte in einen Müllbeutel überführt und dieser anschließend verschlossen werden. Ein Tyvek-Einmalschutzanzug dient bei Sammelaktionen dazu, vor einer Kontamination der Kleidung zu schützen und das Risiko einer Verschleppung des Erregers zu mindern.

 

Wie sollte zum Einsammeln genutzte Kleidung gesäubert werden?

Kontaminierte Kleidung sollte bei mindestens 60°C gewaschen und Gerätschaften sowie gebrauchte Schutzanzüge sollten z.B. mit Peressigsäure oder einem anderen geeigneten Desinfektionsmittel (http://www.desinfektion-dvg.de/index.php?id=1800) mit ausreichender Einwirkzeit behandelt werden. Einmal-Atemschutzmasken sind nach Gebrauch in einem Müllbeutel zu entsorgen. Das beim Bergen der Vögel getragene Schuhwerk ist zu reinigen und zu desinfizieren, bevor der Ort verlassen wird, an dem die Kadaver gesammelt wurden, um eine Verschleppung des Erregers zu vermeiden.

 

Besteht für Jäger, die Geflügel halten, ein besonderes Risiko?

Ja, in diesem Fall besteht ein großes Einschleppungsrisiko. Daher sollten insbesondere Geflügel haltende Jäger den Kontakt zu toten Vögeln meiden und sie nicht verbringen. Vor Betreten von Geflügelhaltungen müssen unbedingt die Biosicherheitsvorkehrungen beachtet werden, insbesondere das Anlegen von bestandseigener Schutzkleidung und ein Schuhwechsel. Die aktuellen Hinweise der DVG für Tierhalter sollten hierbei beachtet werden: http://www.desinfektion-dvg.de/index.php?id=2119

 

Wie können Jäger die örtlichen Behörden beim Monitoring unterstützen?

Jäger können die Behörden unterstützen, indem sie dem Veterinäramt Totfunde von Vögeln melden. Soweit die zuständige Veterinärbehörde es anordnet, kann die Entnahme von Tupferproben aus Rachen und Kloake (kombinierter Tupfer) von geschossenen Wasservögeln das aktive Monitoring (Untersuchung von gesunden oder gesund erlegten Vögeln) unterstützen. Die Proben sollten flüssigkeitsdicht und gekennzeichnet (Name des Einsenders, Datum und Fundort) an das Veterinäramt geschickt werden.

 

Weitere Informationen:

Aktuelle Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Institutes (Stand: 18. November 2016): http://bit.ly/2fR83Ph

 

(DJV)

 

 

Neue Monitoring-Regelung für Schweinepest


Gefährdet Haus- und Wildschweine: die Afrikanische Schweinepest (Quelle: Rolfes/DJV)

Die für Haus- und Wildschweine tödliche Afrikanische Schweinepest (ASP) wandert in Polen westwärts. Das Bundeslandwirtschaftsministerium fordert Jäger zur Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern auf.

 

 

17. November 2016 (DJV) Berlin

Ab sofort gilt die neue „Schweinepest-Monitoring-Verordnung“ des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Diese regelt Abläufe und Zusammenarbeit zwischen Jägern, Landwirten, Veterinären und Behörden im Monitoring der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sowie der klassischen Schweinepest (KSP). Sie verpflichtet Jäger (§2 Duldungs- und Mitwirkungspflichten) zur Kooperation mit den örtlichen Veterinärämtern. „Jäger haben eine große Verantwortung, wenn es um die Prävention und Bekämpfung von Tierseuchen bei Wildtieren geht und verfügen aufgrund ihrer Ausbildung über die notwendigen Kenntnisse“, sagt Dr. Wolfgang Bethe, Veterinär und Vizepräsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV). „Wir arbeiten bundesweit flächendeckend eng mit den Veterinärbehörden zusammen.“

Demnach sind Jagdausübungsberechtige „nach näherer Anweisung der zuständigen Behörde“ aufgerufen, Proben zu entnehmen - und zwar bei verendet aufgefundenen und erlegten Wildschweinen mit erkennbaren krankhaften Auffälligkeiten. Diese sollen mit Angabe zu Erlegungs- oder Fundort und den festgestellten Auffälligkeiten der zuständigen Behörden zugeleitet werden. Im Rahmen des jeweiligen Monitorings können das Tupfer-, Blut- oder Organproben sein.

Die aktuelle „Verordnung zur Durchführung eines Monitorings auf das Virus der Klassischen und der Afrikanischen Schweinepest bei Wild- und Hausschweinen (Schweinepest-Monitoring-Verordnung – SchwPestMonV) vom 9. November 2016“ wurde am 16. November im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 53 auf der Seite 2518 veröffentlicht.

 

Weitere Informationen:

Eine aktuelle Übersicht über gemeldete Fälle von ASP in Osteuropa finden Sie hier.

Was ist Schweinepest?

PDF Schweinepest-Monitoring-Verordnung

 

 

(DJV)

 

 

 

Danksagung


Die Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. bedankt sich bei Frau Ines Niemetz für ihre langjährigen guten Dienste, ihre unendliche Geduld und ihre wertvolle Arbeit!

Wir wünschen Ihr, der guten Seele des LJVSN, auf dem weiteren Lebensweg alles Gute, nur das Beste und viel Schaffenskraft!

 

Wir würden uns freuen, wenn du uns mal auf einen Salbeitee besuchen kommst! ;)

 

Geschäftsstelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neues zum "Siemens-Elch"


Beginn der Drückjagdsaison


Jägerin und Jagdhunde sind durch Signalwesten gut erkennbar. (Quelle: Mross/DJV)

Herbstzeit ist Erntezeit: Nicht nur Pilzsammler sind in dieser Zeit im Wald unterwegs, sondern auch Jäger. Die Hauptjagdsaison hat begonnen. Der Deutsche Jagdverband bittet Waldbesucher, auf Warnschilder zu achten.

 

24. Oktober 2016 (DJV) Berlin

In der Hauptjagdsaison von Oktober bis Januar erlegen Jäger einen Großteil der Rehe, Hirsche und Wildschweine. Damit sollen Schäden in Wald und Feld reduziert werden. „Die Bewegungsjagden im Herbst ermöglichen einen effektiven Eingriff in den Wildbestand und tragen maßgeblich zur Erfüllung des Abschussplanes bei. Doch Sicherheit geht vor, Personen oder Nutztiere dürfen auf keinen Fall gefährdet werden“, sagt Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV). Die großräumigen Drückjagden können mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Reiter, Jogger und Spaziergänger sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Warnschilder und Absperrbänder unbedingt beachten und das Jagdgebiet meiden. 

Auf Sicherheit wird im Jagdbetrieb in Ausbildung und Praxis allergrößter Wert gelegt. Um Jagdteilnehmer und Unbeteiligte vor Gefahren zu schützen, gelten strenge Regeln: Beispielsweise darf der Jäger nur schießen, wenn er Wildart, Geschlecht und Alter eindeutig erkennt. Zudem muss sicherer Kugelfang gewährleistet sein! Das heißt, es darf nur geschossen werden, wenn die Kugel nach dem Durchschlagen des Wildkörpers im Boden versinkt. Ein Schuss auf Kuppen, Richtung Straße, Siedlung oder Personen ist strengstens verboten.

Die Teilnehmer einer Jagd sind an ihrer Warnkleidung zu erkennen. Außerdem sind Jagdhunde mit signalfarbenen Westen ausgestattet, die sie weithin sichtbar machen. Während der Jagd können Hunde oder Wildtiere in Waldnähe unvermittelt am Straßenrand auftauchen und die Straße queren. Der DJV ruft daher Verkehrsteilnehmer zu besonderer Rücksichtnahme auf: vorübergehende Geschwindigkeitsbeschränkungen und Hinweisschilder sollten unbedingt beachtet werden.

Mit Bewegungsjagden können Jägerinnen und Jäger Pflanzenfresser effektiv regulieren und hochwertiges Fleisch liefern. Wildtiere sollen durch Treiber und Hunde langsam in Bewegung gebracht werden, damit Jäger genügend Zeit haben, das Wild genau zu erkennen und tierschutzgerecht zu erlegen. Rehe, Hirsche und Wildschweine vermehren sich in unserer Kulturlandschaft aufgrund der guten Nahrungssituation stark. Ohne Jagd würden hohe Schäden in Land- und Forstwirtschaft entstehen.

 

(DJV)

 

Ergebnisse der Präsidiumswahlen zum Landesjägertag am 22. Oktober 2016

 

Gewählt wurden:

 

Präsident:

Herr Frank Conrad

 

Vizepräsidenten:

Herr Norman Härtner

Herr Thomas Markert

 

Schatzmeister:

Herr Kurt Reichel

 

Präsidiumsmitglieder:

Frau Yvonne Mucke

Frau Stefanie Petzold

Herr Gordon Knabe

 

 

 

 

Jagdaufseher-Ausbildung 2017


Der Jagdaufseher-Verband führt auch 2017 wieder eine Jagdaufseher-Ausbildung durch. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der Vorsitzenden Eva-Maria Leonhardt unter Tel.: 037381-5675 oder per Mail jagd-leonhardt@gmx.de.

 

 

Eva-Maria Leonhardt

Vorsitzende

 

 

Sicherheit vor Jagderfolg


In Richtung von Mitjägern und Hunden zu schießen ist untersagt. (Quelle: Mross/DJV)

Wenn im Herbst ein lautes „Hop hop“ in den Wäldern ertönt, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass die Hauptjagdsaison begonnen hat. Es gelten strenge Sicherheitsregeln.

 

14. Oktober 2016 (DJV) Berlin

 

Bei den alljährlich stattfindenden Drückjagden handelt es sich um Gesellschaftsjagden, für die strenge Sicherheitsregeln gelten. Grundlage sind die Unfallverhütungsvorschriften (VSG 4.4 „Jagd“) der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. „Die Sicherheit von Jagdhunden und Jägern hat oberste Priorität. Sie steht vor Strecke machen“, so Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV). 

Bevor der Jäger anwechselndes Wild ins Fadenkreuz nimmt, muss er seine Umgebung genau in Augenschein nehmen und eine Hintergrundgefährdung ausschließen. Das bedeutet beispielsweise, markierte Gefahrenbereiche zu beachten. Ein Schuss in Richtung von Personen, Autos und Siedlungen ist strengstens untersagt. Die Schützen sollten nach Bezug des Standes Kontakt zu Nachbarschützen herstellen. Die Waffe darf erst auf dem Stand geladen werden und muss nach Beendigung des Treibens sofort entladen werden.  

Der DJV empfiehlt Jägern, grundsätzlich nur von erhöhten jagdlichen Einrichtungen zu schießen, da ein ausreichender „Kugelfang“ immer gegeben sein muss. Ausschließlich „gewachsener“ Boden ist dafür geeignet. Dieser allein stellt jedoch noch keinen ausreichenden Schusshintergrund dar: Das Gelände muss so beschaffen sein, dass der Eintrittswinkel des Geschosses größtmöglich ist. Der Schusswinkel zum Nachbarn muss größer als 30 Grad sein.

Treiber und Schützen sollten Signalkleidung tragen. So werden sie auch bei schlechten Wetterverhältnissen gut wahrgenommen. Damit auch die vierbeinigen Jagdbegleiter gut erkennbar sind, empfiehlt sich der Einsatz von Signalwesten und Signalhalsbändern, die im Idealfall mit einer Telefonnummer versehen sind. Der Einsatz von Glöckchen bietet zusätzliche Sicherheit und das Wild nimmt die Hunde schon aus weiter Entfernung war.

Generell gilt: Vor und während der Jagd ist Alkohol tabu. Der DJV empfiehlt Jägern zudem, vor der Drückjagdsaison auf dem Schießstand oder im Schießkino das Schießen auf bewegte Ziele zu üben und die Treffsicherheit zu überprüfen. Für die Ermittlung der Treffpunktlage der Jagdwaffe bietet der DJV eine kostenlose Anschussscheibe zum Herunterladen an.

 

Weiterführende Informationen:

 

Ebenfalls interessant sind die Formulare, die über die gesetzlichen Regelungen unterrichten und Jägern bei der Organisation helfen, etwa einen Vordruck zur Waffenausleihe, eine Standkarte oder den Vordruck zur Rückverfolgbarkeit von Wildbret.

 

(DJV)

 

 

Weiterführende Links finden Sie hier.

 

 

 

Messe "Jagd & Angeln" 2016


Umweltminister Thomas Schmidt, Vizepräsident des LJVSN Herr Frank Conrad und Geschäftsführerin der agra veranstaltungs GmbH Alexandra Feldmann gratulieren den Gewinnern des diesjährigen Fotowettbewerbes: Karsten Winter, Katja Steinbach, Frau Frank stellvertretend für Jens Frank. Foto: LJVSN

Endlich ist es soweit! Am Freitag, dem 07.10.2016 begann die Messe "Jagd & Angeln" 2016. 

Ein Highlight des Messeauftrittes des LJVSN gab es gleich zu Beginn der Messe: Im Rahmen des Messerundganges übergab Herr Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, den Preisträgern des diesjährigen Fotowettbewerbes des LJVSN ihre Preise.

Den ersten Preis gewann Jens Frank mit seinem Bild "Jährling mit abgebrochener Stange". Da dieser aus persönlichen Gründen nicht anwesend sein konnte, nahm seine Tochter, Frau Frank, stellvertretend sein Präsent entgegen.

Da den Juroren des Fotowettbewerbes, Herr Christian Schätze, Chefredakteur des "unsere Jagd" und Gordon Knabe, Centermanager des Elbeparks, die Auswahl der zweiten Plätzen sehr schwer fiel, gibt es in diesem Jahr zwei zweite Plätze: Frau Katja Steinbach, gewann mit einem Bild von ihrem Hund "Dux von Plohnbach" sowie Karsten Winter mit seinem Bild "Norderney".

Alle Bilder des Fotowettbewerbes können an diesem Wochenende noch auf der Messe "Jagd & Angeln" auf dem Stand des LJVSN in Halle 2, Stand 122 bewundert werden.

Die Gewinner-Bilder finden Sie ebenso auf unserer Homepage.

 

Auch in den kommenden zwei Tagen bietet der LJVSN noch Vieles, besonders für die kleinen Naturliebhaber zum mitmachen, staunen und ausprobieren an! 

 

Besuchen auch Sie unseren Stand auf der Messe "Jagd & Angeln" in Markkleeberg noch bis Sonntag, den 09.10.2016!

 

Wir freuen uns auf Sie!

 

 

Bundesjagdgesetz passiert den Bundesrat


Bundesrat in Berlin. (Quelle: pixabay)

23. September 2016 (DJV) Berlin

Der Bundesrat hat der Änderung des Bundesjagdgesetzes zugestimmt. Damit ist der Weg für ein baldiges Inkrafttreten der Neuregelung zur Verwendung von Selbstladebüchsen bei der Jagd frei. Die Änderungen treten nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft.

Die Allianz der im Forum Waffenrecht zusammengeschlossenen Verbände von Bund der Militär- und Polizeischützen (BdMP), Bund Deutscher Sportschützen (BDS), Deutscher Jagdverband (DJV), Deutsche Schießsport Union (DSU), Verband der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition (JSM) und Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) sowie der Deutsche Schützenbund (DSB) begrüßen die Regelung ausdrücklich, bedauern aber, dass mit der Novellierung die ursprünglich beabsichtigten bundeseinheitlichen Regelungen zur Jagdmunition, Jägerausbildung und Schießübungsnachweis nicht mit aufgenommen wurden.

„Mit dem gemeinsamen Vorgehen haben wir dafür gesorgt, dass die Rechtssicherheit für Jäger wieder hergestellt wurde“, sagt DJV-Präsident Hartwig Fischer. „Für uns Jäger werden viele Drückjagden und Erntejagden, die zur Reduzierung der Wildschweine unerlässlich sind, erleichtert“, so Fischer. Er bedauert jedoch, dass die von der Bundesregierung ursprünglich vorgesehenen Regelungen zur Jagdmunition, zur Jungjägerausbildung und zum Schießübungsnachweis keine Berücksichtigung im Bundesjagdgesetz gefunden hätten. „Nach jahrelangen Diskussionen und aufwendigen Studien hatte das Bundeslandwirtschaftsministerium einen wissensbasierten und praxisorientierten Vorschlag vorgelegt, der dann in letzter Minute von einem einzelnen Ministerpräsidenten gestoppt wurde“, bedauerte Fischer.

Die Änderung des Bundesjagdgesetzes war – neben der Umsetzung der EU-Umweltstrafrechtsrichtlinie – notwendig geworden, weil das Bundesverwaltungsgericht im März die Verwendung von halbautomatischen Langwaffen mit Wechselmagazin bei der Jagd als verboten bezeichnet hatte. Das Urteil kam überraschend, da diese Meinung in der juristischen Literatur, von anderen Gerichten und auch von den Parteien des Verfahrens bislang nicht vertreten worden war. Die Verbände hatten sich vehement für eine rasche Klarstellung des Sachverhaltes eingesetzt. Es bestand – auch über die Regierungskoalition hinaus – Konsens, dass dies geschehen sollte. Politik und Verbände hatten insbesondere betont, dass die effektive Bejagung des Schwarzwildes entsprechende Mittel erfordere.

Wegen der besonderen Eilbedürftigkeit der Neuregelung zu halbautomatischen Langwaffen mit Wechselmagazin, insbesondere zur Verwendung bei Ernte- und Drückjagden, hatte die Bundesregierung vorgeschlagen, dass der Bundesrat der Regelung zustimmen muss. Der Bundestag hätte die Regelung auch ohne Zustimmung des Bundesrates beschließen können, allerdings hätte die Regelung dann erst ein halbes Jahr nach Veröffentlichung in Kraft treten können.

 

(DJV)

 

 

 

Einladung zur 26. Messe „Jagd & Angeln“


Vom 07.10. – 9.10.2016 heißt der Landesjagdverband Sachsen e.V. Sie Herzlich Willkommen auf der 26. „Jagd & Angeln“ in Markkleeberg!

Auf der größten Informations- und Verkaufssaustellung zu den Themen Jagd und Angelsport in den Neuen Bundesländern wird auch der LJVSN wieder vertreten sein. Auf unserem 170 m² großen Stand bietet der LJV Ihnen in diesem Jahr unter dem Motto „Lernort Natur“ ein vielseitiges Informationsangebot sowie viele Mitmachaktionen an. So wird es für die Kinder das LJV-Wildtier-Glücksrad, Tastboxen, Tierpräparate und Vieles mehr zum anschauen, staunen und mitmachen geben. Im Bereich „Lernort Natur“ werden auch die Gewinner des DJV-Sonderpreises „25 Jahre Lernort Natur“ – das Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel mit den dort engagierten Jägern der Jägerschaft Döbeln mit vertreten sein.

Ebenfalls angeboten wird, wie bereits in den vergangenen Jahren, ein herzhaft-leckeres Angebot der Fa. Hädicke-Spezialitäten. Neu mit auf dem Stand des LJVSN vertreten ist die Fa. Hubertus – Filz und Loden als regionaler Produzent von nachhaltigen Jagd- und Freizeitfilzprodukten.

Die traditionelle Trophäenbewertung findet am Sonnabend, den 08.Oktober 2016, von 09:00 – 15:00 Uhr unter der Leitung von Dr. Gert Dittrich statt.

Die Vorstellung der Greifvögel durch die Falkner des LJVSN sowie die Vorführungen der Jagdhunde im Außenbereich in der Jagdhundearena werden ebenfalls wieder besondere Anziehungspunkte sein.

Im Rahmen der Jagdhundevorführungen erwarten Sie zudem noch die Referate von Marylin Harzer „Unser Jagdhund – Fit und Gesund durchs ganze Jahr“ und Sandra Knobloch „Erste Hilfe bei Jagdunfällen“. Weitere Referate sind zudem im Messe-Forum geplant.

Weiterhin werden die Bläsergruppen Geierswalde und Zwickau am Samstag und Sonntag zur Unterhaltung beitragen.

Auf insgesamt fast 10.000 m² erwartet den Besucher außerdem wieder ein reichhaltiges Branchenangebot von über 200 Ausstellern aus den Bereichen Jagd-, Angel- und Schießsportausrüstung und -zubehör sowie Bekleidung.

 

Besuchen Sie, gerne mit ihren Kindern und/oder Enkeln, den Stand des Landesjagdverbandes Sachsen e.V.; Stand 122, Halle 2 des agra Veranstaltungsgeländes! Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen sowie hoffentlich zahlreiche interessante Gespräche und ein gemütliches Beisammensein!

 

Geschäftsstelle

 

 

Der Waschbär und das Europarecht


Bild: Carol Scholz

Bekanntermaßen breitet sich der Waschbär fast ebenso schnell aus, wie die Regulierungswut aus Brüssel. In den letzten 10 Jahren hat sich die Waschbärstrecke in Deutschland auf ca. 120.000 Tiere verfünffacht. Allein in Sachsen kamen ca. 7500 zur Strecke. Vermehrt rufen nun auch ratsuchende Bürger bei Jägern, den Jagdverbänden oder den unteren Jagdbehörden an und fragen, was sie tun können, wenn Sie einen Waschbären auf dem Grundstück haben. Ja, meine lieben Leser, und da kommt nun das Europäische Recht ins Spiel und es wird etwas unübersichtlich, daher auch dieser kleine leicht ironische Artikel.

Der Waschbär (Procyon lotor) ist nach § 25 Abs. 1 der Sächsischen Jagdverordnung Jagdbares Wild. Er hat keine Schonzeit. Es gilt aber § 22 Abs. 4 S. 1 des Bundesjagdgesetzes, der bestimmt, dass in den Setz- und Brutzeiten die zur Aufzucht der Jungen notwendigen Elterntiere nicht bejagt werden dürfen. Die Waschbärfähe zieht ihre Jungen alleine auf. Sie darf daher vom 1.3. – 15.6. nicht bejagt werden. Bejagt man sie doch, ist das nach § 38 Abs. 1 Nr. 3 Bundesjagdgesetz eine Straftat (Freiheitsstrafe bis 5 Jahre oder Geldstrafe). Am besten, man stellt also in dieser Zeit überhaupt keine Fallen, denn auch dann, wenn sich eine Fähe nur in der Falle im Revier gefangen hat, man sie dann aber wieder freilässt (zu dem Problem dann später), hat man sie bejagt und sich damit schon strafbar gemacht.

Befindet sich der Waschbär nicht im Revier, sondern in einem befriedeten Bezirk (Hausgrundstück, Scheune usw.) sieht es etwas anders aus. Hier darf weder vom Revierinhaber gejagt, noch geschossen werden. In befriedeten Bezirken ruht grundsätzlich die Jagd. Der Eigentümer (oder Nutzungsberechtigte, also z.B. Pächter) des Grundstückes hat aber nach § 9 Abs. 3 des Sächsischen Landesjagdgesetzes dort das sogenannte beschränkte Jagdausübungsrecht und kann Dachse, Füchse, Iltisse, Marderhunde, Minke, Nutrias, Steinmarder, Wildkaninchen und auch Waschbären fangen und sich aneignen. Er darf die Tiere auch töten, sofern er die notwendige Sachkunde besitzt und dies tierschutzgerecht erfolgt (wer die Sachkunde hat und wie es tierschutzgerecht gemacht wird, ist leider nirgendwo genau definiert, ein Arzt, Tierarzt, Fleischer oder Jäger dürfte sie wohl haben). Hat man die Sachkunde nicht, muss man mit der Tötung einen Jagdscheininhaber oder eine andere sachkundige Person beauftragen (die den Auftrag natürlich annehmen, aber auch ablehnen kann).  Auch im befriedeten Bezirk ist wieder § 22 Abs. 4 S. 1 des Bundesjagdgesetzes zu beachten. Fängt der Hauseigentümer am 1.6. eine Fähe die Junge hat in der geborgten Kastenfalle, hat er sich schon strafbar gemacht (wenn es auffällt), egal ob er sie wieder rauslässt oder nicht.

Viele Privatpersonen bringen es eh nicht über das Herz, einen gefangenen Waschbären zu töten und nicht wenige lassen ihn einfach wieder frei oder fahren mit der Falle in den Wald und lassen ihn da wieder frei. Doch aufgepasst, auch das ist verboten. Kein gefangener Waschbär darf mehr freigelassen werden, egal wo.

Denn, der Waschbär ist eine sogenannte invasive gebietsfremde Art in Deutschland und Europa, die offenbar ausgerottet werden muss, um negative Auswirkungen auf die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu verhindern. Dazu existieren umfangreiche völkerrechtliche Verträge, EU und nationale Vorschriften usw. (wer die Details wissen möchte, kann sich hier umfassend informieren: https://neobiota.bfn.de/rahmen_recht.html).

Jedenfalls gibt es seit 1.1.2015 die EU Verordnung zu invasiven Arten (die seit dem auch unmittelbar und zwingend in jedem Mitgliedstaat gilt).

Im Mittelpunkt dieser Verordnung steht eine Liste invasiver Arten, die von der EU Kommission am 14.07.2016 veröffentlicht wurde und die am 03.08.2016 in Kraft getreten ist. In ihr ist auch der Waschbär enthalten. Nach Art. 7 der EU Verordnung dürfen diese gebietsfremden Arten unter anderem nicht in die Umwelt freigesetzt werden und die Mitgliedstaaten sind nach Art. 30 der Verordnung verpflichtet, wirksame Sanktionen einzuführen, wenn jemand diese Arten trotzdem freisetzt. In Deutschland ist das dann seit 1.3.2010 in §§ 40, 69 des Bundesnaturschutzgesetzes geregelt.

Danach ist es verboten, ohne Genehmigung eine invasive gebietsfremde Tierart auszubringen, § 40 Abs. 4 S. 1 Bundesnaturschutzgesetz. Macht man es trotzdem, begeht man eine Ordnungswidrigkeit nach § 69 Abs. 3 Ziff. 17 Bundesnaturschutzgesetz, die mit einer Geldbuße bis zu 10.000,00 Euro geahndet werden kann.

Wer also zukünftig Mitleid mit seinem in der Falle gefangenen Waschbären hat, muss vor Öffnen der Klappe bei der unteren Naturschutzbehörde eine Ausnahmegenehmigung zum Freisetzen eines Exemplares einer gebietsfremden invasiven Art beantragen. Der Antrag ist natürlich kostenpflichtig und wird sicher abgelehnt werden.

 

Weidmannsheil!

 

RA Dr. Thomas Rincke, Justitiar des Landesjagdverbandes Sachsen, Fachanwalt für Agrarrecht

 

 

Halbautomaten


Die Urteile des Bundesverwaltungsgerichtes vom 07.03.2016 bestätigen den alten Spruch: „Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand“. Was war geschehen? Seit 1952 stand unverändert der Satz „Verboten ist, auf Wild mit halbautomatischen . . . Waffen, die mehr als zwei Patronen in das Magazin aufnehmen können zu schießen“ im Bundesjagdgesetz, § 19 Abs. 1 Nr. 2, Buchstabe c). Seit der Wende galt diese Vorschrift auch in den neuen Bundesländern. Über Jahrzehnte war anerkannte Verwaltungspraxis, dass Jäger somit auch halbautomatische Selbstladewaffen legal erwerben, besitzen und die Jagd damit ausüben dürfen, soweit die Waffen nur mit einem Magazin bestückt sind, das nicht mehr als zwei Patronen aufnehmen kann. Dass es selbstverständlich für fast alle Selbstladebüchsen auch Magazine mit größerer Kapazität zu kaufen gab und gibt, steht auf einem anderen Blatt.

Einer Waffenbehörde war nun wohl aufgefallen, dass die Vorschrift etwas ungenau formuliert ist und wollte eine neu gekaufte halbautomatische Selbstladebüchse nur mit dem Vermerk „2 Schuss“ in die WBK eintragen. Dagegen klagte der Inhaber und bekam vor dem Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen in Münster (bei dem bekanntlich ja auch keine Dummen arbeiten) Recht. Die Waffenbehörde allerdings zog vor das Bundesverwaltungsgericht und die Richter in Leipzig meinten, besonders spitzfindig sein zu müssen. Sie argumentierten, die Vorschrift verbiete Waffen, die generell mehr als zwei Patronen in das Magazin aufnehmen können. Was natürlich bei fast allen Waffen der Fall ist, da fast alle Steckmagazine aufnehmen können. Ob das nun seit 50 Jahren nicht aufgefallen war, oder nicht, ist Gerichten da ziemlich egal.

Nach dem Urteil schauten Behörden, Jäger und Politiker ziemlich ratlos aus, denn damit war es bei Lichte gesehen schon verboten, so eine Waffe zu besitzen. Ihr Besitz war plötzlich nach dem Waffengesetz strafbar geworden und keiner wusste, was man machen sollte. Das Problem war auch kein kleines Problem von einigen wenigen, die so eine Waffe im Schrank haben. Aus der Drucksache der Bundesregierung zur jetzt verabschiedeten Änderung des Bundesjagdgesetzes kann man entnehmen, dass auf die Deutsche Jägerschaft ca. 100.000 dieser Waffen registriert sind. Die Politik musste daher handeln.

Aus diesem Grund verabschiedete der Bundestag am 06.07.2016 die Änderung des Bundesjagdgesetzes. Die neue Passage des § 19 wird nun lauten:

Verboten ist, mit halbautomatischen Langwaffen, die mit insgesamt mehr als drei Patronen geladen sind, sowie mit automatischen Waffen auf Wild zu schießen“.

Damit wäre dann ausdrücklich im Gesetz klargestellt, dass alles beim Alten bleibt. In Kraft treten soll das Gesetz sofort nach Verkündung. Allerdings ist dazu die Zustimmung des Bunderates erforderlich, der sich erst im September mit dem Thema beschäftigen wird. Letztendlich wird dann die Gesetzesänderung wohl erst Ende September wirksam werden. Bis dahin werden aber alle Waffenbehörden die Füße still halten, denn hochkochen möchte nun keiner mehr das Thema. Eines zeigt das Thema aber auch: Die deutsche Politik kann sogar zügig handeln – wenn sie denn will. Dazu beigetragen hat aber auch die vernünftige Verbandsarbeit unseres Deutschen Jagdverbandes, der bei dem Thema sofort reagierte.

 

Weidmannsheil

 

RA Dr. Thomas Rincke

Justitiar des Landesjagdverbandes Sachsen

Fachanwalt für Agrarrecht

 

 

Hubertusfest in Zabeltitz


Schulung und Beratung des Schalenwildausschusses


Am 25.06.2016 trafen sich Mitglieder des Schalenwildausschusses bzw. des Fachausschusses Jagdwirtschaft und Hege, Hegeringleiter sowie interessierte Weidgenossen im Gasthof Thiendorf (Autobahnabfahrt A 13 - Thiendorf) zu einer Weiterbildungsveranstaltung.

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung sollte - wie seit Jahren üblich - die Auswertung der letzten Streckenstatistik des Schalenwildes 2013/14 bis 2015/16 durch die Obere Jagdbehörde auf Grundlage der Sächsischen Verwaltungsvorschrift über das Schalenwild (VWV Schalenwild) stehen.

Im anschließenden Fachvortrag ging es um aktuelle rechtliche Kenntnisse zum Einsatz von Drohnen und Multikoptern im privaten Gebrauch sowie praktische Erfahrungen im Umgang mit diesen Geräten im Gelände.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Vizepräsidenten des LJV Sachsen, Weidgenossen Frank Conrad. Seine Informationen gaben einen umfassenden Eindruck zu einer Reihe von jagdpolitischen Fragen unserer Zeit.

Leider konnte der erste Tagungsordnungspunkt nicht behandelt werden, da von der OJB kein Referent zur Verfügung stand, obwohl der Termin seit Wochen bekannt war. Die Streckenstatistik soll nunmehr bis Mitte Juli 2016 schriftlich nachgereicht werden.

Die rege Diskussion zeigte das Interesse an den zurzeit geltenden und in Veränderung befindlichen Vorschriften, wobei immer wieder das erhebliche Konfliktpotential und das Verantwortungsbewusstsein beim Einsatz der Fluggeräte deutlich wurden.

Eine Bitte für zukünftige Veranstaltungen:  
Im Interesse einer guten Auslastung der Veranstaltung wäre es begrüßenswert, wenn angemeldete Teilnehmer bei Verhinderung absagen, so dass andere nachrücken können.

 

R. Kotzur     
Obmann für Schalenwild           
des LJV Sachsen

 

 

Multikopter über dem Hofgut Kaltenbach, Thiendorf-Welxande (Foto: R. Kotzur)

Jäger halten sich fit für die Jagd


Neun von zehn Jägern gehen regelmäßig auf den Schießstand (Quelle: DJV)

Repräsentative DJV-Befragung zeigt: Neun von zehn Jägern gehen regelmäßig auf den Schießstand oder ins Schießkino. Auch sonst bilden sich Waidfrauen und- männer aktiv fort. Knapp 27.000 Verbandsmitglieder haben im vergangenen Jahr allein an Fachveranstaltungen und Schulungen der LJV und des DJV teilgenommen.

27. Juni 2016 (djv) Berlin

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat heute weitere Daten aus der aktuellen Jäger-Umfrage veröffentlicht. Demnach trainiert jeder Jäger durchschnittlich etwa siebenmal jährlich mit seiner Waffe. Neun von zehn Jägerinnen und Jägern gehen dafür regelmäßig auf den Schießstand oder ins Schießkino, davon über die Hälfte dreimal und mehr. Dort werden beispielsweise anhand von Videosequenzen Situationen für die herbstlichen Bewegungsjagden geübt sowie Schüsse im Stehen oder Sitzen auf Scheiben mit den Umrissen jagdbarer Tierarten. Die Wertung der Schüsse orientiert sich an den inneren Organen: Höchste Punktzahl gibt es, wenn die Region um Herz oder Lunge getroffen wird. „Für den Tierschutz ist das regelmäßige Schießtraining entscheidend. Optimale Treffer müssen immer unser Anspruch als Jäger sein“, sagte DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Jörg Friedmann.

 

1.000 Fortbildungsmaßnahmen jährlich auf Bundes- und Länderebene

Auch Fortbildung in anderen Bereichen wird bei Verbandsmitgliedern groß geschrieben: Allein die 15 Landesjagdverbände und der DJV haben im vergangenen Jahr knapp 1.000 Weiterbildungsmaßnahmen angeboten. Etwa 27.000 Jäger nahmen daran teil, darunter viele Multiplikatoren, die ihrerseits in Kreisjägerschaften und Hegeringen aus- und weiterbilden. Auch an der Ausbildung von Berufsjägern ist der DJV beteiligt. Nicht erfasst sind die Veranstaltungen der über 600 Kreisjägerschaften und tausender Hegeringe, die unter dem Dach des DJV regionale Veranstaltungen anbieten. „Es ist beeindruckend, wie professionell sich Jägerinnen und Jäger ihrem Auftrag stellen und Verantwortung übernehmen“, sagte Dr. Friedmann.

 

Umweltbildung besonders nachgefragt

Um die Seminar- und Bildungsarbeit weiter zu professionalisieren, hat der DJV im Jahr 2013 eine Akademie gegründet. Besonders beliebt sind die Lehrgänge für den DJV-Naturpädagogen. Mehr als 4.000 Jäger betreiben zwischenzeitlich bundesweit Umweltbildungsarbeit. Die Bildungsinitiative Lernort Natur feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen.

 

Umfangreiche Jägerausbildung

Angehende Jäger absolvieren durchschnittlich 120 Theoriestunden in ganz unterschiedlichen Fachgebieten wie Wildbiologie, Waffenkunde, Fleischhygiene sowie Jagd-, Tier- oder Naturschutzrecht. Hinzu kommt die umfangreiche praktische Ausbildung im Umgang mit Jagdwaffen. Die staatliche Prüfung umfasst einen mündlich-praktischen und einen schriftlichen Teil sowie die Schießprüfung. Etwa 1.500 Euro kostet die Ausbildung in einem Jägerkurs durchschnittlich. Wer sich für das „Grüne Abitur“ entscheidet, ist im Schnitt etwa 35 bis 36 Jahre alt.

 

Distanzierung von schwarzen Schafen

„Uns ist wichtig abzubilden, was Jäger für die Umwelt und damit für die gesamte Gesellschaft leisten. Deshalb begrüßen wir, dass der Südwestrundfunk am 29. Juni 2016 ein Feature zum Thema Jagd ausstrahlt“, so Dr. Friedmann. Wie der Programmankündigung zu entnehmen ist, spielen darin auch die Themen Schießfähigkeit und waidmännisches Ethos eine Rolle.

Die Haltung des DJV ist dabei klar, sagte Dr. Friedmann: „Mit Ablegen der Jägerprüfung verpflichten sich Jägerinnen und Jäger, vielfältige Pflichten zu übernehmen sowie Arten- und Naturschutz zu betreiben. Sie sollten sich permanent fortbilden, um Ihre Fertigkeiten zu bewahren und auszubauen und sich entsprechend verhalten. Das Gros der Jägerschaft leistet dies selbstverständlich und aus Überzeugung. Von schwarzen Schafen distanzieren wir uns.“

 

(DJV)

 

 

Seehofer torpediert große Novelle des Bundesjagdgesetzes


Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer kippt in letzter Sekunde nach Gutsherrenart den Kompromiss von CDU, CSU und SPD zur großen Novelle des Bundesjagdgesetzes. Vor zwei Wochen hat Parteikollege und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf dem Bundesjägertag den Durchbruch bei den Verhandlungen verkündet. Aus parlamentarischen Kreisen wird verlautbart, dass jedoch eine kleine Novelle noch vor der Sommerpause Rechtssicherheit für Besitzer von Selbstladebüchsen bringen soll.

 

24. Juni 2016 (DJV) Berlin

 

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat überraschend sein Veto gegen die geplante große Novelle des Bundesjagdgesetzes eingelegt und tritt damit die Grundsätze der parlamentarischen Arbeit mit Füßen. In einem mehrjährigen wissensbasierten Prozess wurden die Grundlagen dieser Novelle erarbeitet, die von den Koalitionspartnern CDU, CSU und SPD noch vor der Sommerpause in den Bundestag eingebracht werden sollte. Nach dem nachträglichen Seehofer-Veto soll nun lediglich eine kleine Novelle kurzfristig Rechtssicherheit für Besitzer von halbautomatischen Jagdgewehren bringen, wie aus parlamentarischen Kreisen zu hören ist. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt zwar diese Teilreform, fordert Ministerpräsident Seehofer aber gleichzeitig auf, endlich seine kurzsichtige Blockadehaltung aufzugeben. Die geplante, umfassende Reform muss umgehend nach der Sommerpause eingebracht werden, damit sie noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden kann. „Die große Novelle muss kommen“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Sie bedeute Rechtssicherheit in vielen Fragen. Andernfalls müssten Jäger künftig  für jedes Bundesland unterschiedlichste Schießnachweise und Prüfungen ablegen und verschiedenste Arten von Jagdmunition verwenden. Auch der Tierschutz bleibe auf der Strecke.

 

Negative Auswüchse der Föderalismusreform

Ministerpräsident Seehofer stößt Bundeslandwirtschaftsminister und CSU-Parteikollege Christian Schmidt sowie die Verhandlungsführer der Koalitionsfraktionen vor den Kopf. Bundesminister Schmidt hatte vor zwei Wochen auf dem Bundesjägertag noch den Durchbruch bei den Verhandlungen zur großen Bundesjagdgesetz-Novelle im Beisein der jagdpolitischen Sprecherinnen von CDU und SPD verkündet. „Das Ganze ist ein Stück aus dem Tollhaus und zeigt die negativen Auswüchse der Föderalismusreform. Seehofer erschüttert das Vertrauen in die Politik und fördert Politikverdrossenheit“, sagte Fischer.

Seehofer verhindert einheitliche Standards 

Die geplante große Novelle des Bundesjagdgesetzes hat zum Ziel, die Standards in Deutschland zu vereinheitlichen. Unter anderem sind bundesweit einheitliche, anspruchsvollere Vorgaben für Jägerausbildung und -prüfung geplant, die Fleischhygiene als Sperrfach vorsehen. Erstmals sollen überdies einheitliche Kriterien für Jagdmunition, basierend auf wissenschaftlicher Forschung, eingeführt werden: Die Tötungswirkung soll maximiert werden, um den Tierschutz zu stärken und gleichzeitig soll der Bleieintrag aus Gründen des Verbraucherschutzes minimiert werden. „Es gibt immer noch frei verkäufliche Jagdmunition, die nur bedingt einsatzfähig ist, ohne dass der Jäger dies erkennen kann“, so DJV-Präsident Fischer. Es sei ein Skandal, dass Seehofer den Wissenstransfer für mehr Tier- und Verbraucherschutz verhindere und Wildtiere die Leid tragenden seien, so Fischer weiter.

Weiterhin geplant ist ein bundesweit einheitlicher Schießübungsnachweis: Auch auf diesem Gebiet  treibt der Föderalismus inzwischen fragwürdige Blüten. So hält das Verwaltungsgericht Arnsberg die Pflicht für einen Leistungsnachweis in Nordrhein-Westfalen für verfassungswidrig, weil die Länder dafür nicht zuständig seien. Der Fall liegt jetzt dem Bundesverfassungsgericht vor. 

 

(DJV)

 

 

Bundesjägertag 2016


Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (4.v.l) erhält Wildspezialitäten aus 15 Bundesländern. (Foto: DJV)

Etwa 400 Delegierte und Gäste waren am 9. Und 10. Juni 2016 der Einladung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) nach Wolfsburg zum Bundesjägertag  gefolgt. Schwerpunkte waren unter anderem das Jubiläum der Jägerinitiative Lernort Natur, der Beschluss zur Beitragserhöhung sowie die Erarbeitung eines Entwurfspapiers zur „Grundsatzposition Jagd“.

In der Kundgebung am Freitag sprach der Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung, Christian Schmidt MdB, zu den Delegierten und Gästen. In seiner Rede verkündete er den Durchbruch bei den Verhandlungen in der Regierungskoalition um die Novellierung des Bundesjagdgesetzes. „Mein Ziel ist es, im Hinblick auf das Führen von halbautomatischen Jagdwaffen wieder Rechtssicherheit und damit den bisherigen Zustand wieder herzustellen“, sagte Schmidt vor den Delegierten. „Ich bin optimistisch, dass wir noch vor der Sommerpause zu einer Regelung kommen werden.“

DJV-Präsident Fischer begrüßte das Verhandlungsergebnis: „Damit gibt es in Kürze endlich wieder Rechtssicherheit für Besitzer von halbautomatischen Jagdgewehren.“ Zudem sei die Novellierung überfällig, etwa angesichts der konträren Regelungen zu Jagdmunition oder Schießnachweis in den Bundesländern.

Bundesminister Schmidt dankte den Jägerinnen und Jägern für die geleistete Arbeit und würdigte deren zeitliches und finanzielles Engagement. „Man stelle sich vor, wir müssten ihre Leistungen staatlich erbringen“, so Schmidt, „mein Haushalt sieht das jedenfalls nicht vor.“

Mit einer großen Mehrheit hatten bereits am Vormittag die Delegierten eine Beitragserhöhung von zwölf auf 17 Euro beschlossen, wirksam ab 2019. „Damit erhalten die Landesverbände und der Dachverband eine Planungssicherheit für die kommenden acht bis zehn Jahre“, begründete Kurt-Alexander Michael, Schatzmeister des DJV, diesen Schritt vor den Delegierten. Letztlich müsse die Grundfrage beantwortet werden, ob der DJV stärker proaktiv oder nur reaktiv handeln solle. „Wir müssen uns fragen, ob wir das Bild des Jägers in der Öffentlichkeit verbessern wollen, uns stärker als aktiver Naturschutzverband etablieren und künftig auch gerichtlich alle Register ziehen wollen“, so Michael weiter. Der Vergleich zeige deutlich: Dem DJV steht für seine Arbeit nur ein Bruchteil der personellen und finanziellen Ressourcen anderer Naturschutzverbände zur Verfügung. Der Etat des NABU-Bundesverbands beträgt beispielsweise 34,5 Millionen Euro (117 Mitarbeiter, Stand: 2014), BUND: 21 Millionen Euro (81 Mitarbeiter, Stand: 2015), der WWF verfügt über rund 66,8 Millionen Euro (247 Mitarbeiter, Stand 2015). Der DJV weist für das Jahr 2015 einen Etat von 2,8 Millionen Euro auf und beschäftigt 15 Mitarbeiter.

Bereits am Donnerstag hatten sich die Delegierten in zwei Arbeitsgruppen mit aktuellen verbandspolitischen Themen auseinandergesetzt. In der Veranstaltung „Grundsatzposition Jagd: So geht es weiter“ wurde ein erstes Entwurfspapier diskutiert, dass voraussichtlich im Herbst in die Kreisjägerschaften eingebracht und beim Bundesjägertag 2017 von den Delegierten endgültig verabschiedet werden soll. Die Grundsatzposition dient der Weiterentwicklung der Standortbestimmung von 2013 mit Blick auf die Zukunft.

In dem Workshop wurde zudem das sogenannte Markensteuerrad vorgestellt: ein Instrument, um die Kommunikation des gesamten Verbandes – also vom Hegering über die Kreisjägerschaften, Landesjagdverbände und den Dachverband – effektiver zu gestalten. Die Pressevertreter von DJV und der Landesjagdverbände hatten im Vorfeld gemeinsam die Grundzüge des Markensteuerrads erarbeitet.

Der zweite Workshop „Lernort Natur: Die nächsten 25 Jahre“ widmete sich der außerschulischen Umweltbildung. Vorgestellt wurden unter anderem erste Ergebnisse der deutschlandweiten Studie „Fokus Naturbildung“, die der DJV mit dem information.medien.agrar e. V. (i.m.a) und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) initiiert hat. Unter der Leitung von Josef Schneider, zuständiges Präsidiumsmitglied, haben die Workshop-Teilnehmer eine Vorlage mit dem Titel „Lernort Natur im Verband und in der Gesellschaft verankert“ erarbeitet, die den Delegierten zur Beschlussfassung vorgelegt wurde. Damit werden Perspektiven für die Lernort-Natur-Initiative und Maßnahmen für die kommenden Jahre aufgezeigt: So soll beispielsweise die materielle Förderung stärker angestrebt, die Schulung der Lernort-Natur-Aktiven ausgeweitet und das Zertifikat DJV-Naturpädagoge weiterentwickelt werden.

Weitere Themen des diesjährigen Bundesjägertages waren das Jubiläum der Jägerinitiative Lernort Natur mit der Sonderpreis-Vergabe sowie die DJV-Mitgliederbefragung. Dazu hatte der DJV in einer repräsentativen Umfrage erstmals soziodemographische Daten zu Jagd und Jägern erhoben. Im Rahmen der Kundgebung wurden zudem mehrere Jäger für ihr langjähriges Engagement in Sachen Jagd geehrt.

Die DJV-Position zum Luchs hatte zuvor das Präsidium verabschiedet und damit klar gemacht, dass die Jagdverbände eine natürliche Rückwanderung des Luchses in geeignete Lebensräume unterstützen. Jäger übernehmen beim notwendigen Monitoring Verantwortung, indem sie sich aktiv einbringen und Daten zuliefern wie Fotofallenbilder oder Genproben. Des Weiteren wurde der Verbandsbericht des DJV für das Jagdjahr 2015/16 vorgestellt.

(DJV)

 

 

Landesmeisterschaft Jagdliches Schießen 2016


Christiane Barth, Silvia Knels, Beate Mitmeier (Foto: Peter Vogt)

Als einer der Höhepunkte im Jagdlichen Schießen wurde am 04. Juni die Landesmeisterschaft des LJVSN auf dem Schießstand des SJSV Großdobritz durchgeführt.

Bei gutem Wetter und sommerlichen Temperaturen traten Schützinnen und Schützen an um die Besten des Landesjagdverbandes zu ermitteln.

Es waren 8 Mannschaften in der Kombination und 3 Kurzwaffenmannschaften gemeldet. Es nahmen leider nur 45 Schützinnen und Schützen am diesjährigen Wettbewerb teil.

Insgesamt herrschte an diesem Tag eine sehr gute Stimmung und der Ablauf des gesamten Wettbewerbes war sehr diszipliniert und professionell.

An der Spitze des Starterfeldes lagen die Ergebnisse der Gesamtwertung sehr dicht beieinander. Die ersten 3 Plätze trennten nur 8 Punkte voneinander.

Hinter dem diesjährigen Landesmeister Peter Gems (JV Weißeritzkreis) mit 334 Punkten lag mit nur 1 Punkt Differenz der Zweitplatzierte Heiko Arlt (KJV Muldentalkreis) mit 333 Punkten.

Aber auch der 3. Platz mit Dr. Michael Kinscher und 326 Punkten war sehr dicht dran.

Ihren Titel in der Damenwertung konnte Silvia Knels (JV Delitzsch) erfolgreich mit 317 Punkten verteidigen gefolgt von Christiane Barth (JS Westerzgebirge) mit 267 Punkten und auf dem 3. Platz Beate Mitmeier (JV Dresden) mit 258 Punkten (siehe Titelbild).

Den Sieg in der Alters- und Seniorenklasse konnte auch dieses Jahr Ingo Sprebitz (JV Delitzsch) mit 313 Punkten für sich verbuchen. Dicht gefolgt auf Platz 2 Wolfgang Klaus (JV Dresden) mit 303 Punkten und auf dem 3. Platz Mario Wenzel (JV Dresden) mit 275 Punkten.

Wie dünn die Luft an der Spitze sein kann, sah man auch in der Flintenwertung. Hier lagen die Top 3 mit 145 Punkten sogar gleich auf. Eine Rangfolge ergab sich hier nur aus der Anzahl an 2. Treffern. Sieger wurde Wolfgang Klaus (3 zweite Treffer) dahinter mit 4 zweiten Treffern auf dem 2. Platz Peter Gems und auf dem 3.Platz Heiko Arlt (5 zweite Treffer).

Auch in der Büchsenwertung lag die Spitze sehr dicht zusammen. Sieger mit 191 Punkten wurde Dr. Michael Kinscher dicht gefolgt auf dem 2. Platz mit 190 Punkten Markus Beyer (JV Annaberg) und auf dem 3. Platz Gunnar Müller (JV Delitzsch) mit 190 Punkten.

Die Kurzwaffenschützen trennten auch nur 2 Punkte. Auf dem 1. Platz Ingo Sprebitz mit 187 Punkten gleich auf Dr. Michael Kinscher auf Platz 2. Hier unterschied man sich nur durch das Ranking der Einzeldisziplinen. Auf Platz 3 Mathias Rößler (KJV Muldental) mit 185 Punkten.

Den Sieg in der Mannschaftswertung konnte dieses Jahr die Mannschaft des KJV Muldentalkreis mit 1252 Punkten holen, dicht gefolgt von JV Delitzsch mit 1240 Punkten und Dresden 1 mit 1220 Punkten auf dem 3. Platz.

 

Zur Siegerehrung gratulierte LJVSN-Vizepräsident Frank Conrad den erfolgreichen Teilnehmern.

Als Preise und Anerkennung der Leistung wurden durch den Staatsbetrieb Sachsenforst  10 Einladungen zu Drückjagden zugesagt.

Die Geschäftsstelle wird sich hierzu mit den Siegern der Gesamt-, Damen-, Flinten-, Büchsen-, Kurzwaffen- und Mannschaftswertung (Kombination) in Verbindung setzen.

 

Der nächste Höhepunkt dieser Saison wird das Vergleichsschießen Neue Länder am 30. Juli in Frankfurt/Oder sein. Hier werden die 25 besten Schützen und Schützinnen des LJVSN

gemeldet.

Saisonabschluss bildet dann die Bundesmeisterschaft in Waakhausen vom 07. – 11.September 2016.

 

Abschließend sei Peter Gems für die Vorplanung und dem Team des SJSV Großdobritz für die gute Vorbereitung und Durchführung gedankt.

 

Obmann Jagdliches Schießen

Mathias Meyer

 

 

Ein Blick nach Tschechien: NATURA VIVA 2016


Goldmedaillenböcke – in dieser Schau ein Blickfang der Hegearbeit (Foto: Prof. Dr. Dieter Rost)

Vom 18.05.-22.05.2016 wieder mit Fleiß, Sorgfalt und Liebe aufgebaut: Die Internationale Ausstellung für Jäger, Angler und Imker NATURA VIVA  in Lysa nad Labem, unweit von Prag.

Mit Grimm-Reisen Zittau, diesmal erforderte das Interesse den Einsatz des Reisebusses an zwei Tagen, für eine erlebnisreiche Fahrt, um in das Weidwerk unserer tschechischen Freunde, aber auch eines damit verbundenen ganzen Industriezweiges kennen zu lernen.

Mehr als 50 Jäger im ersten Bus – geführt von Weidgenossen Grimm, Seniorchef der Firma und Jäger seit 1957.

Die Ausstellung war einmalig. Es waren nicht nur Spitzentrophäen zu sehen, die Hallen auf dem Messegelände boten weitaus mehr: Jagdwaffen, Optik und Munition, Ausrüstungsgegenstände für Jäger, Angler und Imker, Fachliteratur, jagdliche Souvenirs in großer Zahl, Fahrzeuge und jagdliche Einrichtungen u. a. Ansprechend auch die Auftritte der Jagdhornbläser, der Wettbewerb der Hirschrufer, Auftritt der Jagdgebrauchshundezüchter, der Naturfotografen, des 3-D- Leserschießkinos und der Angelanimation. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Holzschnitzer mit und ohne Kettensäge gaben einen Einblick in ihre künstlerische Arbeit, auch Juweliere und Jagdmaler.

Ein breites Angebot von Spezialitäten der tschechischen Küche, ergänzt vom Pilsner Urquell ließ keinen Hunger aufkommen. Ein ganztägiges Kulturprogramm auf der Freilichtbühne wie auch ein Angebot für die Kinder mit einer langen Malstraße ließen die Zeit wie im Fluge vergehen.

Viele Jahre besuchen wir jährlich diese Schau. Jedes Jahr gibt es Neuigkeiten und Sehenswertes, auch der uns Altjägern bekannte „Rote Punkt“ fehlte in der Trophäenschau nicht. Für uns Jäger der Oberlausitz und der Sächsischen Schweiz – ganze Hegeringe waren vertreten (u. a. Rugiswalde) - immer wieder nicht nur eine Form der jagdlichen Weiterbildung, sondern auch des kameradschaftlichen Zusammenseins der Jäger, welches heute oftmals verloren geht, aber dringend zum Erhalt unserer Jagd notwendig ist.

Ein öffentliches Dankeschön an das Reiseunternehmen Grimm, was voll auf die Wünsche unserer Jäger einging und an die Gaststätte „Zum Hirsch“ Bertsdorf Hörnitz , wo wir mit einem gemeinsamen guten Essen diesen Jägertag beendeten.

Fazit: Das Jahr 2017 sieht unsere Jäger im tschechischen Areal wieder.

„Weidmannsdank“ an alle Beteiligten, insbesondere auch an unsere tschechischen Jagdkameraden.

 

Prof. Dr. Dieter Rost

 

Beratung Schalenwildausschuss LJV Sachsen


Foto: Carol Scholz.

Sehr geehrte Weidgenossen,

 

hiermit laden wir Sie zur Beratung des Schalenwildausschusses für den

 

                                                    25. Juni 2016

 

in den „Landgasthof Tanner“, Kamenzer Str. 10, 01561 Thiendorf ein.

 

Ablaufplan:

8.30 – 09.00 Uhr:     Imbiss im Tagungssaal

9.00 – 09.15 Uhr:     Begrüßung: F. Conrad, Vizepräsident des LJV Sachsen

9.15 – 10.15 Uhr:     Vortrag zur Streckenstatistik 2013/2014 bis 2015/2016  

Diskussion
Forstdirektor H. Birka, OJB

10.15 – 11.15 Uhr:    Die genehmigungsfreie Nutzung von unbemannten Flugsystemen wie Drohnen und Multikoptern im Außengelände unter Beachtung der Luftverkehrsvorschriften                 

Diskussion
Referatsleiter R. Michael, Landesdirektion Sachsen, Luftverkehr


11.15 – 12.30 Uhr:    Mittagessen (auf eigene Rechnung)

 

12.30 – 12.45 Uhr:    Umsetzen mit privatem PKW zur Drohnenflugfläche nahe Thiendorf

13.00 – ca. 15 Uhr:   Vorführung zur praktischen Handhabung, zu Einsatz und Auswahl geeigneter Fluggeräte (Drohnen und Multikopter)
M. Langner, Inh. Vogel Modellsport Dresden

Ende gegen 15 Uhr

 

Wir bitten um Ihre Anmeldung bis 09.06.2016 in der Geschäftsstelle des LJVSN (Tel. 0351 4017171 oder E-Mail: info@jagd-sachsen.de).

 

R. Kotzur
Obmann für Schalenwild      

 

 

 

 

25. Gründungsjubiläum der Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung e.V. 21.04.-24.04. 2016 in Halberstadt/Sachsen-Anhalt


Teilnehmer der GWJF-Tagung in Halberstadt.

„Wildbestandsentwicklung in Deutschland, seinen Bundes- und Nachbarländern“

 

Die Liste der Gratulanten, die mit ihren Glückwünschen Anerkennung für 25 Jahre erfolgreiche Arbeit für Wildtier- und Jagdforschung aussprechen wollten, war lang. Der Dank war hier in erster Linie an die verdienstvolle, wissenschaftliche Arbeit des Vorsitzenden der „Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung e.V.“, Herrn Prof. Dr. Dr. habil. Michael Stubbe, gerichtet. Mit der Übernahme der Leitung dieser Gesellschaft , die er nach Neugründung vor 25 Jahren aus der Vorläuferorganisation, der Arbeitsgemeinschaft für Jagd- und Wildforschung übernahm, setzte er auch die Herausgabe der Buchreihe „Beiträge zur Jagd- und Wildforschung“ erfolgreich fort.

Es war deshalb zu erwarten, dass sich auch diese Tagung mit 32 Vorträgen und 18 Poster-Präsentationen aus 9 Ländern einreiht in die Vielzahl der Berichte zur naturnahen wissenschaftlichen Forschung und deren praktischen Anwendung. Aus der Vielfalt der Vortragskomplexe können hervorgehoben werden:

 

-          Leistungen der GWJF für die Erforschung, den Schutz und die Ressourcennutzung der Wildtierfauna Deutschlands,

-          Wildtierportal Bayern - webbasierte Jagdstatistik und Monitoringtool,

-          Streckendaten als Grundlage für Wildtiermanagement,

-          Entwicklung der Schalenwildbestände/-strecken in Sachsen und Sachsen-Anhalt,

-          Bestandsentwicklung jagdbarer Vogelarten,

-          Wolfsbestandsentwicklung in Sachsen und Sachsen-Anhalt,

-          unser Umgang mit Wölfen,

-          Goldschakal, Fuchs, Luchs, Waschbär und Marderhund,

-          afrikanische Schweinepest – Kannibalismus bei der Seuchenbekämpfung,

-          Abschussplanung nach Altersklassen – Vision und Wirklichkeit,

-          ökologische Wirkungen von Verkehrsinfrastrukturen auf Großherbivoren und -prädatoren,

-          Niederwild in der Zwickmühle und Auswege durch fachpraktische Wildlebensraumberatung.

 

Aus dem Bereich des sächsischen Jagdverbandes kamen insgesamt drei Beiträge zum Vortrag. Nachzulesen sind diese im Band 41, der bis zum Jahresende erscheinen soll.

 

Rolf Kotzur

Obmann für Schalenwild

 

 

 

Landesjägertag 2016 in Freital


Der diesjährige Landesjägertag begann mit einem Paukenschlag. Kaum durch unseren amtierenden Vizepräsidenten Frank Conrad eröffnet, wurde festgestellt, dass die Delegiertenversammlung aufgrund eines formalen Fehlers nicht abstimmungsberechtigt ist, zumindest  aber abgestimmte Beschlüsse juristisch anfechtbar sein würden.

Deshalb schlug der Versammlungsleiter Herr Dr. Axel Christian vor, die Versammlung als informellen Landesjägertag durchzuführen und die notwendigen Beschlüsse nach form- und fristgemäßer Einladung nachzuholen.

 

Stimmungsvoll wurden die Delegierten der sächsischen Jagdverbände von Mitgliedern unserer Bläsergruppen begrüßt und nahmen nach einem kleinen Frühstück die Grußworte von Frank Conrad entgegen.

Dieser begrüßte zunächst die Delegierten aller Jagdverbände und alle anwesenden Gäste, allen voran als Stellvertreter für das sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft, den Staatssekretär Herrn Herbert Wolff.

Begrüßen durfte Frank Conrad den Präsidenten des Deutschen Jagdverbandes, Hartwig Fischer, und Olaf Niestroj, die bereits am Vorabend den Kreisjägertag der Sächsischen Schweiz besucht hatten.

Vom SMUL konnten neben dem neuen Referatsleiter Herrn Daniel Gellner auch die Herren Utz Hempfling und Stephan Gutzer begrüßt werden.

Vom Staatsbetrieb waren der Landesforstpräsident Prof. Hubert Braun und Herr Hubertus Birka anwesend. Als Abgeordneter des sächsischen Landtages war zum wiederholten Male Herr Georg-Ludwig von Breitenbuch zu Gast.

Der sächsische Waldbesitzerverband wurde durch Prof. Dr. Andreas Bitter vertreten, sowie der Landesfischereiverband durch den Geschäftsführer Marco Jung.

Weiterhin waren die Herren Gunther Zschommler (LAG/SLB) und Torsten Krawczyk (SLB) anwesend, sowie für die Presse Herr Wilfried Subke (Unsere Jagd) und Herr von der Sant, als unser Ansprechpartner bei der Gothaer-Versicherung.

 

Nach angemessener Ehrung der verstorbenen Mitglieder, übernahm der Versammlungsleiter die klärenden Fragen zum weiteren Ablauf der Versammlung. Nachdem nach rechtlicher Diskussion, die Mehrzahl der Anwesenden war für eine Fortführung der geplanten Tagesordnung, Herr Dr. Christian eine informelle Veranstaltung vorschlug, wurde in diesem Sinne weiterverfahren, unter Auslassung aller Beschlüsse zur Tagesordnung.

Nach den Grußworten des DJV-Präsidenten Hartwig Fischer und des Staatssekretärs, Herbert Wolff, sowie des Landtagsabgeordneten Georg-Ludwig von Breitenbuch, der nicht die ungeteilte Zustimmung der Delegierten hervorrief, hielt Frank Conrad den Rechenschaftsbericht des Präsidiums, sowie der Obleute für das vergangene Jagdjahr.

Politische Gespräche mit allen Fraktionen und Referaten oder Ämtern haben genau so eine Gewichtung wie ständige Meinungsaustausche mit unseren Mitgliedsverbänden und einzelnen Mitgliedern.

Den Haushalt 2015, sowie den Plan 2017 und zukünftige Mitglieder-Entwicklungen skizzierte der Schatzmeister Kurt Reichel kurz, erläuterte die Gründe für das positive Jahresergebnis 2015, da diese bereits seit längerem auf der Homepage des LJVSN stehen und in der erweiterten Präsidiums-Sitzung detailliert vorgestellt wurden.

Die Rechnungsprüfer hatten im Februar Einsicht in alle Unterlagen und der Bericht ergab keine Beanstandungen.

Vor der Mittagspause wurden durch den Vizepräsidenten Frank Conrad die Weidgenossen Kurt Pajonk für 60 Jahre Mitgliedschaft, sowie die Weidgenossen  Norman Härtner und Dr. Thomas Rincke mit der DJV-Verdienstnadel in Bronze geehrt.

Nach dem Mittagessen wurden verschiedene Diskussionsbeiträge von Delegierten angesprochen, hauptsächlich zu den anstehenden Wahlen. Nachdem alle Präsidiumsmitglieder ihren Rücktritt zum im Oktober stattfinden Delegiertentag erklärt hatten und damit den Weg freimachten zu kompletten Neuwahlen, soll damit und in Verbindung mit der durch das neue Präsidium zu besetzende Stelle des Geschäftsführers, gewährleistet sein, dass der LJV eine neue, eine Sprache sprechende Führung erhalten kann.

Hartwig Fischer erläuterte nochmals aus Sicht des DJV eine notwendige Beitragserhöhung ab 2019, diese wurde auch mehrheitlich von den Delegierten akzeptiert. Des Weiteren bittet er um eine Einladung in den Jagdverband Westerzgebirge, um mit den Mitgliedern vor Ort den Beschluss, den LJV zum Jahresende zu verlassen, zu diskutieren. Diese Teilnahme wurde Hartwig Fischer in Aussicht gestellt.

Das Schlusswort des Vizepräsidenten Frank Conrad endete, nachdem er sich bei allen Anwesenden, Gästen, „helfenden Händen“ und vor allem den Delegierten bedankt hatte, mit dem Hinweis, dass jetzt genügend Zeit ist, ein neues, konstruktives Präsidium zu finden und zu wählen.

 

Jan-Walter Heikes

Geschäftsführer LJVSN

 

 

Deutschlandweite Gattermeistertagung in Sachsen


Gut besuchte Gattermeistertagung in Wermsdorf. Foto: Peter Palm

Anlässlich der Fertigstellung des Schwarzwildgatters in Seelitz bei Wermsdorf fand am 5. März 2016 die turnusmäßige Tagung aller Gattermeister Deutschlands im Schloss Hubertusburg statt.

Perfekt organisiert durch die Gattermeister Jörg Eckelmann, Sirko Scheibe und Mario Erdmann wurde die Veranstaltung durch die Wermsdorfer Bläser eröffnet. Prof. Hans Wunderlich ließ es sich, trotz seiner fast 85 Jahre, nicht nehmen und moderierte die Tagung. Der Einstieg erfolgte durch den Vortrag des Forstdirektors Andreas Padberg über die umfangreiche und vorbildliche Organisation der Bewegungsjagd auf Schwarzwild im Forstbezirk Leipzig. Anschließend erläuterte Dr. Oliver Keuling von der TIHO Hannover die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Lebensweise der Sauen. Die Gattermeister müssen sich bei dem dauerhaften Betrieb der Gatter auch um den Austausch der Sauen Gedanken machen. Die Sozialstrukturen der neuen Rotte müssen dann neu aufgebaut werden. Nur so ist ein gefahrfreier Gatterbetrieb für Hunde, Hundeführer und Gattermeister möglich. Dr. Keuling konnte dabei auf umfangreiche Erfahrungen aus 17 Jahren Schwarzwildforschung und Telemetrierung verweisen. Dr. Erler informierte in seinem Vortrag über die Untersuchung der Stressbelastungen der Gattersauen bei der Arbeit mit dem Jagdhund. Das Ergebnis seiner Dissertation waren umfangreiche Kortisoluntersuchungen (Streßhormon aus dem Speichel der Sauen). Für die Sauen stellt die Arbeit des Hundes unter den Randbedingungen der Empfehlungen der Kompetenzgruppe keine besondere Stressbelastung dar. Bedingungen sind hierbei ausreichend große Rückzugsräume, Ruhepausen zwischen den Übungsterminen, Gewöhnung an die Einarbeitung mit Hunden. Für das Biotop und die Haltungsbedingungen hat der Staatsbetriebe Sachsenforst eine optimale Umgebung zur Verfügung gestellt. Momentan besitzt Sachsen das modernste Gatter in Deutschland mit Ruhegatter, Arbeitsgatter und Prägungskorridor. In dem Gatter kann bereits mit dem Junghund die Einarbeitung erfolgen. Diese Einarbeitung erfolgt nach dem Zehdenicker 4-Stufen Modell. Über dieses innovative Ausbildungskonzept werden wir im nächsten Mitteilungsblatt einen Beitrag veröffentlichen. Zur Veranstaltung am Sonntag konnte die Arbeit am Prägungskorridor vorgestellt werden. Dabei werden Junghund und Sauen durch einen Zaun getrennt. Anschließend wurden junge und später erfahrene Hunde bei der Arbeit an den Sauen vorgestellt. Maik Weingärtner, als Leiter der Kompetenzgruppe, erläuterte die Arbeit und die Ausbildungsziele kurzweilig. 60 Teilnehmer am Samstag und über 80 Teilnehmer an der Richterschulung am Sonntag zeigten das Interesse für das Thema. Die Veranstaltung wurde durch Mittel der Jagdabgabe unterstützt. Die Anmeldung für Gruppen oder als einzelne Hundeführer kann über das Internet erfolgen. Für Rückfragen stehen die Gattermeister telefonisch zur Verfügung. Als jagdkynologische Arbeitsgemeinschaft des Landesjagdverbandes möchten wir uns nochmals bei allen Unterstützern für das Gatter bedanken. Besonderer Dank an die Geschäftsführung des Staatsbetriebes Sachsenforst für den notwendigen Rückenwind für das gemeinsame Projekt. Es liegt nun an uns sächsischen Jägern unseren vierbeinigen Helfern optimal auf die Schwarzwildjagd vorzubereiten.     

 

Peter Palm

 

 

 

Einladung zum „Hörnerklang am Wendelstein“ am 13.08.2016


Der Wendelstein von Schloss Hartenfels. Foto: Gerd Kettlitz

 Zum nunmehr neunten Mal veranstaltet der Jagdverband Torgau e.V. zusammen mit der Stadtverwaltung Torgau diesen musikalischen Höhepunkt im Schloss Hartenfels. Der „Hörnerklang am Wendelstein“ ist zu einem echten Besuchermagneten geworden. Unser Vorsitzender Wdg. Arnold Mantz und Dr. Michael Reiniger von der Stadtverwaltung sind bei der Organisation die sprichwörtlichen Zugpferde.

Auch in diesem Jahr werden die Zuschauer wieder  gelebtes jagdliches Brauchtum in Verbindung mit Volks- und klassischer Musik in einem einmaligen Ambiente bestaunen können. Unsere Falkenstruther Jagdhornbläser und der Torgauer Männerchor, die uns beide seit Jahren die Treue halten, sowie die befreundete Jagdhornbläsergruppe Jägerschaft Ücker-Randow unter der Leitung von Jürgen Reinke aus Mecklenburg-Vorpommern und eine klassische Bläsergruppe werden die Hauptakteure des Abends sein. Moderiert wird wie schon in den vergangenen Jahren von der charmanten Caroline Manthey.

Der Eintrittspreis wird wie in jedem Jahr der Torgauer Bärenstiftung gespendet. Seit einigen Monaten hat das Schloss Hartenfels zwei junge Bären, die jede Unterstützung brauchen.

Der Jagdverband Torgau e.V. lädt alle Jäger, Naturfreunde und Kulturbegeisterte zu diesem Highlight ganz herzlich ein.

 

Weidmannsheil!

Gerd Kettlitz

JV Torgau e.V.

 

 

Sächsisches Wildmonitoring – innovativ und individuell


Kooperation mit dem von den Jagdverbänden initiierten und seit 15 Jahren bestehenden WILD-Projekt

 

Die Dokumentation der Wildtierpopulationen (Vorkommen, Bestände, Jagdstrecken) und deren Entwicklung ist unmittelbare Voraussetzung für ein Wildtiermanagement und eine nachhaltige Bejagung. Dafür wurde bereits im Jahr 2001 auf Initiative des Landesjagdverbandes eine erste Wildtiererfassung im Freistaat Sachsen durchgeführt. Auch die folgenden Erfassungen in den Jahren 2003, 2006, 2009, 2011 und 2013 haben wichtige Erkenntnisse zu den Wildvorkommen in Sachsen geliefert.

Beginnend im Jahr 2013 wurde Schritt für Schritt das Sächsische Wildmonitoring eingeführt. Dabei handelt es sich um die behördliche Erfassung jagdbarer Arten (einfache Präsenzerfassung) im Rahmen der Abschussplanung und um das Monitoring geschützter Arten wie Wolf und Wildkatze (erweiterte Präsenzerfassung). Jäger melden für ihren Jagdbezirk ihre Wildbeobachtungen und Streckendaten via Internet.  Damit wurde in Sachsen eine im bundesweiten Vergleich innovative und beispielgebende Erfassungsmöglichkeit installiert, die auf die einzelnen Ziele genau abgestimmt ist.

Eine zusätzliche Wildtiererfassung von Seiten des Landesjagdverbandes entfällt. Im Rahmen des Projektes „Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands“ (WILD) finden auch zukünftig bundesweit regelmäßig Erfassungen von Wildvorkommen- und Streckendaten statt. Auf einer gemeinsamen Beratung in der Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes am 11.02. haben Vertreter der Oberen Jagdbehörde, des Landesjagdverbandes, der GDD-IT GmbH und des Thünen-Institut für Waldökosysteme Eberswalde (vom DJV beauftragtes WILD-Zentrum) sich darauf geeinigt, dass die im Rahmen des Sächsischen Wildmonitoring erfassten Daten auch für das WILD-Projekt genutzt werden können.  So sollen die erfassten und gemeldeten Daten zum Niederwild aus dem Jagdjahr 2014/15 in die WILD-Auswertungen des Jahrs 2015 einfließen. Hier werden derzeit die technischen Bedingungen abgeklärt. Für kommende WILD-Erfassungen ist eine zusätzliche Programmierung im Sächsischen Wildmonitoring ebenso denkbar, um noch mehr Synergieeffekte zu erreichen.

Voraussetzung für jede Form der Wildtiererfassung ist eine ausreichende Beteiligung. Derzeit haben sich 38 % der momentan etwa 2.600 vorhandenen Jagdbezirksinhaber Sachsens im System registrieren lassen. Alle Jägerinnen und Jäger sind hiermit nochmals aufgerufen, sich dem Sächsischen Wildmonitoring anzuschließen. Die Datenbank bietet für den Einzelnen die Möglichkeit, tagaktuell eine persönliche Jagdstatistik zu führen.

 

 

Grit Greiser

Thünen-Institut für Waldökosysteme Eberswalde

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.jagdverband.de/wild und http://www.forsten.sachsen.de/wald/3199.htm .

 

 

DJV legt Statistik für das Jagdjahr 2014/15 vor


Foto: Carol Scholz

Die Jäger haben in Deutschland in der vergangenen Jagdsaison (April 2014 bis März 2015) über 520.000 Wildschweine erlegt. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als noch im Jahr zuvor und 70 Prozentpunkte mehr als vor 25 Jahren. Von anderen heimischen Paarhufern haben die Jäger weniger Tiere erlegt als im vorangegangenen Jagdjahr. Im Vergleich zu 1990 stieg die Zahl jedoch ebenfalls: beim Rotwild um 17, beim Damwild um 79 und beim Rehwild um 23 Prozentpunkte. Die steigenden Abschusszahlen sind kein deutsches, sondern ein mitteleuropäisches Phänomen. Nach Angaben des Thünen-Instituts in Eberswalde hat sich in Zentraleuropa die Zahl der erlegten Hirsche, Wildschweine und Rehe in 40 Jahren sogar verdreifacht. Die Ursachen seien komplex, so die Forscher. Mehr Nahrung und Lebensraum seien aber die Hauptgründe.

Gerade anpassungsfähige Tiere wie Wildschweine kommen besser mit den sich ändernden Umweltbedingungen zurecht als spezialisierte Arten wie Fasane, Rebhühner oder Feldhasen. Von diesen Arten wurden bis in die 1970er Jahre noch deutlich mehr Tiere erlegt als heute. Mildere Winter, viele Jahre mit reichlichen Erträgen von Eichen- und Bucheckern, der Boom beim Maisanbau zur Energiegewinnung, das Wegzüchten von Bitterstoffen im Raps und gestiegene Hektarerträge auf den Feldern bescheren den heimischen Paarhufern von Jahr zu Jahr einen üppigeren Tisch. Wildschweine können auf die besseren Lebensbedingungen besonders erfolgreich reagieren: Sie haben zwischenzeitlich eine Vermehrungsrate von 260 Prozent jährlich.

Wildschweine breiteten sich zuletzt auch in höhere Regionen und nach Norden aus. So kommen sie beispielsweise in Österreich inzwischen regelmäßig über 1000 Höhenmetern vor, ebenso in Dänemark und in Schweden. Den positiven Einfluss des Klimawandels auf die Wildschweinpopulation haben Ende 2015 Wissenschaftler erstmals nachgewiesen. Sie werteten für ihre Studie Jagdstatistiken aus 150 Jahren für 69 Regionen aus 12 europäischen Ländern aus.

 

DJV

 

 

Zur ausführlichen Statistik geht es hier.

 

 

 

 

Tagung der Bläsergruppenleiter in Siebenlehn


Foto: Christian Geißler

Der Einladung des Vizepräsidenten Frank Conrad folgend trafen sich am 6. Februar 2016 über 22 Leiter sächsischer Bläsergruppen in Siebenlehn.

Das rege Interesse und die zahlreiche Teilnahme zeigen, dass der Nachholbedarf groß ist. Nach angeregter Diskussion wurde beschlossen einen Landesbläserwettbewerb aufgrund der intensiven Vorbereitungen frühestens im Jahr 2017 durchzuführen. Jedoch wurde ein Treffen der Bläsergruppen am 25. September beim "Hubertusfest" in Zabeltitz ins Auge gefasst.

Die wie immer stimmungsvollen Kostproben der Bläser fanden bei den Anwesenden und Hotelbesuchern Zuspruch sowie auch Applaus des Gastes, Dietrich Schlät, Konzertist der Dresdner Philharmonie. Dieser gab einige Tipps aus seinem Werdegang und Berufsleben zu Atemtechniken und Trainingsmöglichkeiten. Eine kurze Kostprobe seines beruflichen Alltags gab er zur allgemeinen Anerkennung auf dem Waldhorn und versprach, auf Wunsch der Bläser, gerne wieder zur Verfügung zu stehen.

 

Vorgestellt hat sich desweiteren der Weidgenosse Dietrich Schröder als langjähriger Berufsjäger, Bläsergruppen-Leiter und Jagdschulen-Verantwortlicher. Zum Ende der Tagung wurde ihm von Frank Conrad die Berufungs-Urkunde als "Obmann für das jagdliche Brauchtum" überreicht.

Im Namen des jagdlichen Brauchtums wünschen wir ihm „eine glückliche Hand" und Erfolg bei seiner Arbeit.

 

Zum Ausklang des Treffens stellten sich alle Bläser auf der Eingangstreppe des „Schwarzen Rosses“ auf und brachten zur Freude einiger Anwohner ein Abschieds-Ständchen.

 

Weidmannsheil

Jan-Walter Heikes

 

 

Der neue WILD-Bericht ist da!


Endlich ist er da! Der neue WILD-Bericht aus dem Erfassungjahr 2014!

Gerne stellen wir Ihnen den Bericht hier zur Verfügung!

 

Das Projekt wird aus Mitteln der Jagdabgabe gefördert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Information

 

Sehr geehrte Weidgenossinnnen, sehr geehrte Weidgenossen,

 

das Präsidium des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. informiert hiermit alle Weidgenossinnen und Weidgenossen, dass der Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen e. V., Herr Dr. Gert Dittrich, aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Präsident des LJV SN zurück getreten ist.

 

Die Amtsgeschäfte übernimmt ab sofort bis zur Neuwahl am 23.04.2016 auf dem Landesjägertag der Vizepräsident Frank Conrad.

 

Das Präsidium

 

 

Wir brauchen Ihre Hilfe! Machen sie sich stark für den Feldhasen!


Wildtiererfassung bei Feldhasen (Lepus europaeus) stark rückläufig

 

Als erstes möchten wir uns bei allen Jägern, die an der Erfassung im Rahmen des WILD-Projektes im vergangenen Jahr teilgenommen haben, herzlich für ihre Hilfe bedanken. Ohne sie wäre eine solide, langjährige Erfassung im Freistaat nicht möglich. Seit dem Jahr 2001 besteht es nun schon – das WILD-Projekt. WILD – das ist das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands, durchgeführt von dem Deutschen Jagdschutzverband und den Landesjagdverbänden. Wir Jäger leisten damit einen immensen und hoch wichtigen Beitrag bezüglich der Entwicklung der biologischen Vielfalt in der Bundesrepublik. Wir liefern wichtige Daten in Bezug auf die Populationsdichten, die Populationsentwicklungen und Neozoen. So tragen auch wir ein Stück zur Nachhaltigkeit bei.

Ziel des Projektes ist die kontinuierliche Erfassung von Wildtierpopulationen, um folglich Strategien für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung von Wildtieren zu entwickeln.

Neben einer flächendeckenden Erfassung von Wildtierarten erfolgen in repräsentativen Gebieten intensive Datenerhebungen. Im Herbst 2015 wurden im Freistaat Sachsen jedoch nur noch 11 Referenzgebiete (von ehemals 35) ehrenamtlich von den Jagdbezirksinhabern betreut.

 

Bezüglich der Datenerhebungen werden folgende Erfassungen durchgeführt:

 

·         Feldhasenscheinwerfertaxation im Frühjahr und Herbst

·         Bau- und Geheckkartierung bei Fuchs und Dachs im Frühjahr

·         Revier- und Brutpaarkartierung bei den Aaskrähen im Frühjahr

·         Flächennutzungskartierung (Bodennutzungskartierung)

·         Einschätzung der Jagdintensität

 

Die Situation des Feldhasen im Freistaat Sachsen ist längst bekannt. Der durchschnittliche Besatz liegt etwa bei 2 – 3 Feldhasen pro 100 ha (1 km²). Im Vergleich zu den anderen Bundesländern des nordostdeutschen Tieflandes ist dies ist die geringste Dichte. Mit den aktuell 11 betreuten Referenzgebieten ist ein Vergleich mit den Daten der anderen Bundesländer sowie eine statistisch wertvolle Aussage nicht mehr möglich, die Erfassungen sind nicht mehr repräsentativ.

Sollten Ihnen unter dem Niederwild besonders unser Krummer am Herzen liegen und sie Interesse an einer Bestandsaufnahme- und Entwicklung der Hasen in ihrem Revier haben, laden wir sie herzlich gerne ein zur Teilnahme am Projekt WILD.

Die Teilnahme am Projekt umfasst je zwei Revierfahrten zur Hasenerfassung. Hierzu wird Ihnen von der Geschäftsstelle des LJVSN selbstverständlich ein Scheinwerfer zur Verfügung gestellt. Die Kosten für den Fahrtaufwand werden vom Landesjagdverband Sachsen e. V. vollständig übernommen. Die Zählbögen, Karten und viele weitere Informationen und Anleitungen werden Ihnen ebenfalls vom Landesjagdverband zur Verfügung gestellt. Als kleines Dankeschön erhalten sie im Folgejahr stets den WILD-Jahresbericht von uns zugesandt.

Viele weitere Informationen zum WILD-Projekt finden sie auch auf der Internetseite des DJV unter www.jagdverband.de/wild.

Sollten wir Ihr Interesse an dieser spannenden und statistisch wertvollen Datenerhebung geweckt haben, so melden sie sich einfach in der Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes Sachsen bei Frau Lessel (Länderbetreuerin Sachsen).

 

Stephanie Lessel

Mitarbeiterin Naturschutz

 

 

Tagung "Kompetenzgruppe Wolf"


Um organisatorische und perspektivische Fragen der Zusammenarbeit zu erörtern, haben die ostsächsischen Mitgliedsverbände des Landesjagdverbandes Sachsen e. V. persönlich den Vizepräsidenten Frank Conrad sowie den Geschäftsführer Jan-Walter Heikes zur ersten Sitzung am 19.01.2016 in Bautzen eingeladen. Zukünftige engere Zusammenarbeit der Jagdverbände mit der Kompetenzgruppe wurde von dieser gefordert, Anerkennung als solche gewünscht und auch seitens des Landesjagdverbandes zugesagt.

Als Bindeglied wurde über einen neuen Wolfsbeauftragten des Landesjagdverbandes gesprochen, der sich in der nächsten Sitzung der Kompetenzgruppe vorstellen wird.

Insgesamt fordern die Mitglieder der KG eine aktivere Interessenvertretung gegenüber der Politik und anderen Verbänden und Institutionen. Dieses wurde durch die Gäste des LJV zugesagt.

 

Jan-Walter Heikes

Geschäftsführer

 

 

"Das Rotwild gehört zum Erzgebirge"


Auf Einladung der süderzgebirgischen Jagdverbände Annaberg, Marienberg, Stollberg, Zschopau und Westerzgebirge nahm der Geschäftsführer Jan-Walter Heikes an einer Sitzung in Heinzebank am 5. Januar 2016 teil. Diese Verständigung führte zu einer weiteren Einladung der sächsischen Rotwild-Hegegemeinschaften an den Vizepräsidenten Frank Conrad und den Geschäftsführer Jan-Walter Heikes am 12.01.2016 in Siebenlehn. Als Arbeitsauftrag nahm der Landesjagdverband mit, die Problematik gegenüber dem Sachsenforst und dem SMUL anzusprechen.

Dies geschah am 18.01.2016 auf dem „Sachsenabend“ auf der Messe „Internationale Grüne Woche“ in Berlin in Anwesenheit des Präsidenten des Deutschen Jagdverbandes Hartwig Fischer sowie dem Geschäftsführer des DJV Andreas Leppmann. Die Kernaussage des sächsischen Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft Thomas Schmidt „Das Rotwild gehört zum Erzgebirge“ untermauerte die Zusage weiterer Gesprächsbereitschaft.

Weiterhin übergaben die Vorsitzenden der Hegegemeinschaften dem Landesjagdverband Sachsen e. V. eine Veröffentlichung für das März-Mitteilungsblatt als Sachstand für alle Mitglieder der Landesjagdverbände Sachsens.

 

Jan-Walter Heikes

Geschäftsführer

 

 

Bewerbung für das Amt des Obmanns für jagdliches Brauchtum


Herr Dietrich Schröder bewirbt sich beim Landesjagdverband Sachsen e. V. als Obmann für jagdliches Brauchtum.

Der Landesjagdverband hat für den 06.02.2016 die Bläsergruppenleiter und alle am jagdlichen Brauchtum Interessierten nach Siebenlehn zum Seminar eingeladen. Bei dieser Gelegenheit wird sich Dietrich Schröder als Bewerber für o. g. Amt des Obmanns vorstellen.

Bei diesem Seminar wird Dietrich Schlät, als professioneller Waldhornbläser der Dresdner Philharmonie, einen Fachvortrag halten.

Mit vereinten Kräften muss nun versucht werden, das Brauchtum wieder aktiver zu gestalten und den anstehenden Landesbläserwettbewerb am 18. Juni 2016 kompetent vorzubereiten.

 

Jan-Walter Heikes

Geschäftsführer

 

Tag der Sachsen 2016


Sehr geehrte Weidgenossinnen und Weidgenossen,

 

die Jubiläums-Arbeitsgruppe des Kuratoriums „Tag der Sachsen“ plant auf Grund des 25-jährigen Jubiläums des „Tages der Sachsen“ in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Staatskanzlei u.a. eine Jubiläums-Plattform in Form einer kleinen Website. Da auch der Landesjagdverband Sachsen e. V. Mitglied im Kuratorium ist möchten wir natürlich unseren Beitrag zu folgenden Projekt leisten.

Auf der geplanten kleinen Internetseite sollen alle am „Tag der Sachsen“ beteiligten Akteure (Vereine, Verbände, Städte, Besucher, langjährige Partner) die Gelegenheit erhalten, ihre schönsten Fotos aus 25 Jahren „Tag der Sachsen“ zu platzieren und mit kurzen Kommentaren zu versehen.

Weiterhin ist auch ein Fotowettbewerb inkl. Preisverleihung und Ausstellung der Siegerfotos im Festgebiet des 25. „Tages der Sachsen“ geplant.

Die Sächsische Staatskanzlei lädt herzlichst dazu ein, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Dazu können der Geschäftsstelle des „Tages der Sachsen“ bereits jetzt geeignete, kommentierte Fotos per E-Mail gesendet werden.

Die Fotos sollten mit Jahr und Ausrichterstadt kommentiert werden. Folglich können sie an tds@sk.sachsen.de oder Simone.Schroeder-Kalbas@sk.sachsen.de gesandt werden.

O. g. Website soll ab Mai/Juni 2016 freigeschaltet werden. Dann können die Fotos dort auch selbst hochgeladen werden, wobei eine Anleitung zur Verfügung gestellt wird.

Die Staatskanzlei bitte um Mithilfe in diesem Projekt und um die Weitergabe der Informationen in ihre Kreise.

Weiterhin weist die Staatskanzlei daraufhin, dass sich die Anmeldefrist für Vereine und Verbände, welche vom 02. – 04.09.2016 in Limbach-Oberfrohna am 25. „Tag der Sachsen“ teilnehmen und eine Vereinsförderung nach der Richtlinie der Sächsischen Staatskanzlei beantragen möchten, auf den 1. März 2016 beläuft. Die Anmeldeformulare sind bei der Stadt Limbach-Oberfrohna unter www.tagdersachsen2016.de eingestellt.

Für Rückfragen steht Ihnen die Geschäftsstelle des „Tages der Sachsen“ jederzeit gerne zur Verfügung.

 

Simone Schröder-Kalbas (Leiterin der Geschäftsstelle)

Sächsische Staatskanzlei

Referat 43 – Protokoll und Veranstaltungen der Staatsregierung

Geschäftsstelle „Tag der Sachsen“

Archivstraße 1

01097 Dresden

Tel.: 0351-5641223

 

 

Band 40 der Beiträge zur Jagd- und Wildforschung erschienen

Die „Beiträge zur Jagd- und Wildforschung“ publizieren Originalarbeiten über neue Methoden und Ergebnisse aus allen Gebieten wildbiologischer Forschung unter besonderem Einschluss landeskultureller und ökologischer Probleme und der Erforschung geschützter Wildpopulationen. Sie erscheinen einmal jährlich in Buchform.

 

Für eine weidgerechte Jagd und wissenschaftlich begründete Wildbewirtschaftung, die Nutzung und den Schutz von Naturressourcen bietet dieses Fachjournal wichtige Hintergrund- und Basisinformationen Der Band 40 fasst die Vorträge der Tagung „Historie von Jagd, Jagdordnungen und Wildforschung“ aus dem Jahr 2015 anschaulich zusammen. Eine Zusammenfassung finden Sie auf der Homepage der GWJF: http://www.wildtierforschung.de/inhalt/biblio/index_biblio.html

 

Der Freistaat Sachsen unterstützt über die Mittel der Jagdabgabe die Herausgabe dieser Beiträge. Der Bezug dieser Publikation ist über den Fachbuchhandel möglich (ISSN: 1436-3895 / ISBN: 978-3-7888-1730-5), eine Mitgliedschaft in der Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung beinhaltet den jährlichen Bezug dieser wissenschaftlichen Population.

 

LJVSN

 

 

 

Foto: Karsten Winter

Vorbereitungslehrgang zur Falknerprüfung in Dresden

 

Das Umweltzentrum Dresden veranstaltet einen 6-monatigen Vorbereitungslehrgang zur Ablegung der Falknerprüfung 2016. Der Lehrgang beginnt am 3. November 2015 (Einstieg bis Dezember 2015 möglich) und geht bis April 2016. Er wird größtenteils in den Schulungsräumen in der Stadtentwässerung Dresden GmbH und der dort ansässigen Wildvogelauffangstation durchgeführt. Zur Verfügung stehen wieder Steppenadler und Lannerfalke für die praktischen Übungen der Probanten, für den Anschauungsuntericht sind alle einheimischen wie gewöhnlichen Beizvögel vorhanden.

 

Kontakt:

 

Wildvogelauffangstation Umweltzentrum Dresden e.V.

Steffen Keller

Schützengasse 16-18

01067 Dresden

Tel.: 0351 4943500

Fax.: 0351 4943400

Mobil: 0172 6454312

 

 

Weitere Falknerlehrgänge  können z. B. auch bei folgenden Veranstaltern absolviert werden:

 

Ostsächsischer Falknerbund e.V.

Werner Winde

OT Techritz
Am Dorfplatz 5
02692 Gnaschwitz

Tel.: 035930-179939

Mobil: 0172-6035059

 

Volkshochschule Dreiländereck

Herr Weber

Poststr. 8

02708 Löbau

Tel.: 03585-4177440

Fax.: 03585-4177441

 

 

 

Foto: Detlef Ritter

Schwarzwildsymposium

Unter nachstehendem Link finden Sie alle Vorträge des Schwarzwildsymposiums vom 17. November 2014.

 

Link zu den Vorträgen

 

 

 

 

 

 

 

 

Tradition trifft auf neues Konzept

Der Landesjagdverband Sachsen e.V. hatte für das diesjährige Messekonzept die Idee Traditionelles mit Neuem zu verbinden. Der Gemeinschaftsstand in Halle 2 überzeugte die zahlreichen Messebesucher. Neu war der optische Eindruck des Standes, das LJVSN-Logo war von Weitem schon erkennbar.

 

Wieder mit dabei waren die Falkner mit ihren Greifvögeln, Herr Ritter mit seinen Tiergemälden, ein Lernort Natur Stand mit Wildtierquiz und Glücksrad, der Verkaufs- und Informationsstand des Verbandes sowie ein Diorama zum Thema „ Wildtiere in der Stadt“. Traditionell fand am Samstag die altbewährte Trophäenbewertung statt. Hierbei konnten zahlreiche Medaillen übergeben werden.

 

Ganztägig wurde im Außengelände die Vielfalt aktiver Jagdgebrauchshunde und ihrer Führer präsentiert. Schwerpunkte waren unter anderem die Rassevorführungen und die Vorstellung von Nachsuchengespannen aus Sachsen.

 

Mit unserem neuen Partner „Hädicke Spezialitäten“ schaffte es der Verband, sowohl dem Stand eine gemütlich Atmosphäre zu geben, als auch Besuchern die Möglichkeit zu geben sich gleich vor Ort mit gesundem, nachhaltig erwirtschaftetem Wildmahlzeiten zu stärken.

 

Dr. Gert Dittrich, Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. ist zufrieden: „Unsere neue Präsentation des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. ist von den Messebesuchern der „Jagd & Angeln“ gut angenommen worden. Unsere Botschaft – Jagd ist nicht nur Schießen, sondern Bewahrung des Lebensraumes und nachhaltige Bewirtschaftung des Wildes – hat zu interessanten Diskussionen mit den Besuchern angeregt. Mit dem Thema „Wildtiere in der Stadt“ haben wir offensichtlich den Nerv vieler Stadtbesucher getroffen. Als Lernort Natur wollen wir mit Präparaten zum Anfassen zur Umweltbildung beitragen und hier besonders auch die Familien aus der Stadt für das Thema Natur interessieren.“ Weiterhin lässt Dr. Dittrich nicht unerwähnt: „ Die Vorstellung der Greifvögel durch unsere Falkner und die Vorführungen der Jagdhunde waren wieder besondere Anziehungspunkte.“

 

Mit über 34.000 Besuchern bewegte sich die diesjährige Messe in ähnlicher Größenordnung des Vorjahres. Sowohl Besucher aus Sachsen, als auch aus den angrenzenden Bundesländern lockte das abwechslungsreiche Programm und die angenehm milden, herbstlichen Temperaturen nach Markkleeberg.

 

Wir danken recht herzlich für die Unterstützung aus Mitteln der Jagdabgabe.

 

LJV

 

 

Foto: Hofer Falk, SMUL

 

Freiberger Erklärung

Effektive Schwarzwildbejagung – Verbände und Sachsenforst ziehen an einem Strang

 

Die Zunahme der Schwarzwildbestände und die Schwierigkeiten diese Wildart in unserer Kulturlandschaft effektiv zu bejagen, stellen eine große Herausforderung dar.  In erster Linie gilt es Wildschäden zu vermeiden und gerade im Hinblick auf die aus dem Osten drohende Afrikanische Schweinepest, die Seuchengefahr zu verringern.

Die Schwarzwildbestände sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Im Jagdjahr 2006/2007 betrug die Schwarzwildstrecke in Sachsen ca. 13.270 Stück; im Jahr 2009/2010 waren es schon ca. 24.400 Stück und 2012/2013 32.200 Stück Schwarzwild (DJV).

Schon ab dem zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein findet das Schwarzwild optimale Nahrungsbedingungen auf unseren Feldern. Kommt ein milder Winter hinzu, beträgt die Reproduktionsrate dieser Wildart 260 bis 300%!

Die Bejagung von Schwarzwild stellt alle Beteiligten vor eine große Herausforderung. Sie geht nur gemeinsam. Deshalb haben sich am 30.06.2014 der Landesjagdverband Sachsen e.V.; der Sächsische Landesbauernverband e.V.; der Sächsische Waldbesitzerverband e.V.; die Landesgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer sowie der Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sachsenforst in Dresden zusammengefunden und im Beisein des Staatsministers Kupfer die sogenannte Freiberger Erklärung mit „Gemeinsamen Empfehlungen zur Reduzierung von überhöhten Schwarzwildbeständen in Sachsen“ unterzeichnet.

Gemeinsam will man gesunde, tragbare und gut strukturierte Schalenwildbestände entwickeln und erhalten. Damit soll das Risiko großer Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft weiter minimiert werden. Dabei sollen insbesondere überhöhte Schwarzwildbestände weid- und tierschutzgerecht abgebaut werden. Dr. Gert Dittrich, Präsident des Landesjagdverbands Sachsen e.V. appelliert an alle Flächennutzer vor Ort an einem Strang zu ziehen, sich gegenseitig zu informieren und zu unterstützen, um dieser Herausforderung Herr zu werden.

 

 

Die unterzeichnete Freiberger Erklärung finden Sie hier.

 

 

 

24. Landesjägertag am 10. Mai 2014 in Freiberg

 

Landesjagdverband mit neuem Präsidium

 

Auf dem 24. Landesjägertag am 10. Mai 2014 in Freiberg fanden unter anderem Neuwahlen des Präsidiums statt.

 

Als neuer Präsident des LJV Sachsen wurde Herr Dr. Gert Dittrich gewählt. Vizepräsidenten sind Herr Dr. Heinz Baacke und Herr Frank Conrad. Neuer Schatzmeister des LJVSN ist Herr Kurt Reichel. Weitere Mitglieder des Präsidiums sind Herr Jan-Walter Heikes, Herr Mike Krauße, Herr Peter Palm und Herr Peter Vogt.

 

Wir bedanken uns bei den ausscheidenden Präsidiumsmitgliedern für die geleistete Arbeit und wünschen dem neuen Präsidium alles Gute, viel Erfolg und eine glückliche Hand bei der Führung des Verbandes.

 

Geschäftsstelle

 

Dresden, 10. Mai 2014

 

 

 

 

Aufruf zum Fallenjagdseminar der AG Junge Jäger Sachsen an alle sächsischen Jäger

Liebe Junge Jägerinnen und Jäger,

 

es kam aus Euren Reihen der Wunsch nach einem Fallenjagdseminar. Der Jagdverband Hainichen hat im letzten Jahr solch ein Seminar bereits erfolgreich durchgeführt. Auf diesen Erfahrungen könnten wir aufbauen. Der Seminarort wäre also in Hainichen, der Seminarleiter ist ein Berufsjäger und würde von uns für dieses Seminar gebucht werden. Die Seminardauer beträgt einen ganzen Tag, Essen und Getränke können ebenfalls organisiert werden. Am Seminarende bekommt jeder Teilnehmer ein Zertifikat. Da solch ein Seminar allerdings mit hohen Kosten verbunden ist, werden wir Mittel aus der Jagdabgabe beantragen. Dies lohnt sich aber nur, wenn genügend Interessenten zusammenkommen.

 

Einen Termin und die Organisation dieses Seminares können wir erst in Angriff nehmen, wenn die Teilnehmerzahl ungefähr bekannt ist, diese sollte nicht unter 40 liegen. Wer Interesse hat, bitte bei André Pöschl unter: Tel. 03774-26415 oder per Mail melden. Gebt bitte diesen Aufruf an alle interessierten Jägerinnen und Jäger weiter, welche an der Fallenjagd ebenfalls interessiert sein könnten. Bei solch einem Seminar wird niemand dümmer, hier kann man nur lernen, also meldet Euch.

 

André Pöschl

 

 

Schlemmen, Schießen, Freunde treffen - Jägerinnenschießen immer beliebter

Mehr als 30 Jägerinnen sind dem diesjährigen Aufruf gefolgt, am 4. Jägerinnenschießen – einem Tag auf dem Schießstand nur für Frauen – in Großdobritz teilzunehmen. Schon fast Tradition, ist es für Einige ein rot angestrichener Termin im Kalender, für Andere das erste Mal überhaupt.

 

Bei traumhaftem Wetter und reichlichem Buffet begann der Tag mit einem herzlichen Wiedersehen. Teilnehmerinnen, die zum ersten Mal dabei waren, wurden sogleich integriert. In gemütlich, lockerer Atmosphäre wurde der weitere Ablauf besprochen. Es bestand die Möglichkeit sowohl seine Waffe einzuschießen, als auch auf 100 m Bahn, laufenden Keiler, bei Trap und Pistole seine Fähigkeiten zu verbessern und zu perfektionieren. Geübt werden konnte mit der eigenen Waffe oder den Leihwaffen der Schießschule Großdobritz. Die Aufsichten nahmen sich dabei Zeit für jede einzelne Schützin und gaben wertvolle Tipps.

 

Für den ganz jungen Jägernachwuchs war auch gesorgt. Auf dem Programm stand ein Besuch bei Damhirsch und Wildsau.

 

Traditionell gab es auch dieses Jahr die Möglichkeit am Wettkampf um den Wanderpokal der sächsischen Jägerinnen teilzunehmen. Die Devise war: Jede Jägerin kann, keine muss (aber alle wollten)! So oder so konnte jede Teilnehmerin an diesem Tag nur gewinnen, denn für jede gab es ein kleines Souvenir, den Schießnachweis und für Wettkampfteilnehmerinnen kleine Preise.

 

Die diesjährige Siegerin Christiane Barth nahm den wunderschönen Wanderpokal in Form von Diana, der Göttin der Jagd (gestiftet von Ralf Schnabel, dem Vorsitzender Schützenverein Großdobritz) mit nach Hause. Den zweiten Platz belegte Weidgenossin Kerstin Gems und auf dem dritten Platz Veronika Harnisch - Herzlichen Glückwunsch. An dieser Stelle kann gesagt werden, dass die weiblichen Schützen den Weidgenossen in Nichts nach stehen.

 

Ein großes Dankeschön geht an den Schützenverein Großdobritz und an alle Helferinnen und Helfer für die Unterstützung, denn ohne sie wäre solch eine Veranstaltung nicht durchführbar.

 

Nach der Siegerehrung verkündete Weidgenossin Barth eine ganz besondere Überraschung: Im Herbst wird es weitere Veranstaltungen für unsere Jägerinnen geben. Frei nach dem Motto: „Vier Jahre am Schießstand geübt. Jetzt wird es Zeit für die Praxis.“

 

Geplant sind eine gemeinsame Ansitz- und eine gemeinsame Drückjagd.

 

Christiane Barth und Cornelia Schulz

 

 

Petition gegen unseriöse Berichterstattung des ZDF über die Jäger in Deutschland

Diese unter dem Link zu findende Petition richtet sich gegen tendenziösen Journalismus sowie Stimmungsmache im öffentlich-rechtlichen, von uns Bürgern gebührenfinanzierten Rundfunk. Am 19.1.2014 um 14.40 Uhr zeigte das ZDF unter dem Titel „Die Jäger in der Falle“ einen Beitrag, der erschreckend tendenziös, diffamierend und sowohl fachlich schlecht gemacht und unzureichend recherchiert war. Unter Verstoß gegen die §§ 5 und 6 des ZDF-Staatsvertrages und Missachtung der Sorgfaltspflicht nach Ziffer 2 des Pressekodex wurde darin offensichtlich bewusst die Macht des Mediums ausgenutzt, um Meinungen insbesondere von in der Sache nicht bewanderten Zuschauern zu kanalisieren.

 

Unterstützen Sie die Petition und folgen Sie dem Link: https://www.openpetition.de/petition/online/schluss-mit-tendenzioeser-berichterstattung-beim-zdf

 

Max Götzfried

 

 

Band 38 der Beiträge zur Jagd- und Wildforschung erschienen

Die „Beiträge zur Jagd- und Wildforschung“ publizieren Originalarbeiten über neue Methoden und Ergebnisse aus allen Gebieten wildbiologischer Forschung unter besonderem Einschluss landeskultureller und ökologischer Probleme und der Erforschung geschützter Wildpopulationen. Sie erscheinen einmal jährlich in Buchform.

 

Für eine weidgerechte Jagd und wissenschaftlich begründete Wildbewirtschaftung, die Nutzung und den Schutz von Naturressourcen bietet dieses Fachjournal wichtige Hintergrund- und Basisinformationen Der Band 38 fasst die Vorträge der Tagung „Historie von Jagd, Jagdordnungen und Wildforschung“ aus dem Jahr 2012 anschaulich zusammen. Eine Zusammenfassung finden Sie auf der Homepage der GWJF: http://www.wildtierforschung.de/inhalt/biblio/index_biblio.html

 

Der Freistaat Sachsen unterstützt über die Mittel der Jagdabgabe die Herausgabe dieser Beiträge. Der Bezug dieser Publikation ist über den Fachbuchhandel möglich (ISSN: 1436-3895 / ISBN: 978-3-7888-1628-5), eine Mitgliedschaft in der Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung beinhaltet den jährlichen Bezug dieser wissenschaftlichen Population.

 

LJVSN

 

 

 

Wolfsmonitoring der sächsischen Jäger startet

Ab sofort können Revierpächter und interessierte Jäger in Sachsen Beobachtungen im Zusammenhang mit dem sich rasch im Freistaat ausbreitenden Wolfsvorkommen direkt an die Landesgeschäftsstelle weitergeben. Zur fachlichen und sachlichen Unterstützung stehen die in diesem Jahr ausgebildeten 40 Wildtierbeauftragten der sächsischen Jägerschaft den Kreisjagdverbänden und Revierpächtern zur Verfügung. Von besonderer Bedeutung ist dies in den Teilen Sachsens, die nach offiziellen Meldungen noch nicht von territorialen Wölfen besiedelt sind. Dabei werden alle gesammelten Nachweise, seien es Sichtbeobachtungen, Spuren, Risse, Kot oder Markierungsstellen, einfach und möglichst zeitnah festgehalten und in der Geschäftsstelle ausgewertet.

 

Bei unklaren Funden und besonders bei frisch gefundenen Rissen kann und soll möglichst der nächste verfügbare Wildtierbeauftragte – die Kontaktdaten sind den Kreisverbänden und Hegeringen bekannt – gerufen werden , um den Fund zu dokumentieren. Wichtig ist hierbei, dass hier geschulte Weidgenossen den Jägern vor Ort helfen, ohne dass zu Behördenzeiten Termine vereinbart und wahrgenommen werden müssen und dass der Verbleib der Daten gesichert ist.

 

Alle gespeicherten Dateien verbleiben bis auf weiteres beim Landesjagdverband Sachsen. Die Auswertung dieser Daten erfolgt innerhalb des LJV Sachsen. Neben der dem Revierpächter oder –betreuer angewölften regelmäßigen Beobachtung aller Geschehnisse und Veränderungen im Revier sollte mit der jetzt beginnenden Treib- und Drückjagdzeit von den Jagdleitern darauf hingewiesen werden, dass ALLE Sichtbeobachtungen bei solchen Jagden dem Jagdleiter oder einem an der Jagd teilnehmenden Wildtierbeauftragten mitgeteilt werden sollten. Jeder Treiber, der eine solche Beobachtung meldet, kann uns allen eine wertvolle Information liefern. Ist die Drückjagdsaison vorbei und sobald der weiße Spürhund als Jagdhelfer sein Geschäft beginnt, macht es umso mehr Sinn, beim Abfährten oder Abspüren auf die markante Perlenschnur der Wolfsspur zu achten.

 

Ergibt sich dann eine stabile Schneelage, wird der Landesjagdverband kurzfristig alle Revierpächter und die Wildtierbeauftragten bitten, einen festgelegten Tag als „Wolfsspürtag“ dieser Aufgabe zu widmen. Ein solcher Termin sollte, so es das Wetter erlaubt zweimal im kommenden Winter stattfinden. Dies kann uns gemeinsam und sehr schnell ein aktuelles Bild des Wolfsvorkommens in unseren Revieren zeigen, auch dort, wo sich Weidgenossen derzeit noch wolfsfrei wähnen. Das sind wir in ganz Sachsen nicht mehr! Alleine - der Wolf im Revier ist kein Geheimnis! Wer den Wolf in seinem Revier verschweigt, erweist der Jagd einen Bären- nein Wolfsdienst. Den bisherigen offiziellen Angaben folgend, haben wir sächsischen Jäger uns Isegrim gegenüber sehr korrekt verhalten – entgegen den Reden der selbst ernannten „Naturschutzlobby“ und einiger Stammtische. Dies muss auch so bleiben. Nur mit einer präzisen Darstellung der Verbreitung des Wolfes in Sachsen schaffen wir für uns die Argumente, langfristig den Wolf in unsere Verantwortung von Hege und Jagd zu übergeben. Mit einem qualifizierten Monitoring in der Fläche können wir das für uns beanspruchen. Wir bitten um Ihre aktive Mitarbeit!

 

Dr. Heinz Baacke – Vizepräsident

 

Friedrich Noltenius – Projektkoordinator Wolfsmonitoring des LJV Sachsen

 

 

Sächsisches Wildkochbuch

Direkt vor unserer Haustür bietet uns die Natur eine ganz besondere Delikatesse: Wildbret.

 

Feinschmecker und Genießer wissen schon seit Langem die Köstlichkeiten zu schätzen, die sich beispielsweise aus Rot-, Reh- oder Schwarzwild zaubern lassen. Doch in vielen Haushalten bestehen immer noch Hemmungen Wild selber zuzubereiten. Hier will der Landesjagdverband Sachsen Unterstützung und Hilfe bieten. Wer, wenn nicht die sächsische Jägerschaft mit ihren Familien, weiß, wie einfach und unkompliziert Wild zubereitet werden kann. Aus allen Regionen Sachsens, vom Erzgebirge bis in die Lausitz, folgten Jäger und Jägerinnen dem Aufruf des Jagdverbandes und sandten ihre erprobten und bewährten Rezepte ein. Sie werden beim Lesen des Buches feststellen, dass Wildbret mit seiner Vielseitigkeit rund ums Jahr auf den Tisch kommen kann. Gegrillt, geschmort, gebraten, die Rezepte bieten für jeden Geschmack das Richtige. Menüvorschläge, Hintergrundinformationen und Tipps zu Wild runden dieses Buch zusätzlich ab.

 

Wenn Sie frisches Wildbret aus heimischen Revieren beziehen möchten, finden Sie auf dieser Seite Informationen und Adressen.

 

Das Kochbuch kann ab sofort über die Geschäftsstelle des LJV Sachsen bzw. über den Buchhandel zum Preis von 14,95 EUR bestellt werden.

 

 

 

Beitragsbescheide der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft

Anfang der Woche trafen sich der Geschäftsführer und der Rechtsreferent des DJV mit den Geschäftsführern der neuen Bundesländer sowie Vertreter der „DJV-Arbeitsgemeinschaft Recht“ um über die weitere Vorgehensweise in Sachen Beitragserhöhung durch die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft zu beraten. Zu Gast war eine u.a. auf diesem Rechtsgebiet spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei.

 

Im Ergebnis der Beratung wurde sich dafür ausgesprochen, ein Musterverfahren zu führen. Rein vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass die Erfolgsaussichten einer Klage zunächst als kritisch eingeschätzt werden müssen, da es bereits Rechtsprechung dazu gibt. Es zeichnet sich daher ab, dass mehrere Instanzen durchlaufen werden müssten. Zur Verfolgung dieses Vorhabens bitten wir Bescheidadressaten, die Beitragsbescheide über 750,00 € erhalten haben, sich kurzfristig beim jeweiligen Landesjagdverband zu melden. Hintergrund hierfür ist die Berufungsgrenze. Zudem weisen wir darauf hin, dass es natürlich jedem Bescheidadressaten unbenommen bleibt den Rechtsweg zu beschreiten. Sofern dass der Fall ist, wäre eine Rückkoppelung zum Landesjagdverband der Sache sicher förderlich. Wir sehen entsprechenden Rückmeldungen dankend entgegen.

 

Da nunmehr nach Einlegen des Widerspruchs seitens der Berufsgenossenschaft Aufforderungsschreiben zur Begründung des Widerspruchs versandt werden, empfehlen wir bei dieser, einen Antrag auf Ruhendstellung des Verfahrens zu stellen. Ein entsprechendes Musterschreiben finden Sie hier.

 

Für diejenigen, die noch Widerspruch einlegen können, empfehlen wir das das nachstehende Musterschreiben Widerspruch mit gleichzeitiger Bitte um Ruhendstellung des Verfahrens zu verwenden.

 

 

Musterschreiben Widerspruch mit Ruhendstellung als download

 

 

Dresden, 14. März 2013

 

 

 

 

Sehr geehrte Vorsitzende der Jägerschaften,

sehr geehrte Jagdpächter, liebe Jägerinnen und Jäger,

 

mit dem Versand der Beitragsbescheide der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (jetzt Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau) in dieser Woche häufen sich in der Geschäftsstelle des LJVSN und bei mir persönlich die Anfragen zur Höhe und zur Rechtmäßigkeit der Beiträge.

 

Dazu geben wir Ihnen nochmals folgende Informationen und Hinweise:

 

„Zum 1. Januar 2013 wurde die "Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau", kurz SVLFG errichtet. Sie ist eine bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung als Träger für die landwirtschaftliche Sozialversicherung. Die SVLFG ist zuständig für die Durchführung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung, der Alterssicherung der Landwirte, der landwirtschaftlichen Krankenversicherung und der landwirtschaftlichen Pflegeversicherung. Die bisherigen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften, Alterskassen, Krankenkassen und Pflegekassen sowie der Spitzenverband der landwirtschaftlichen Sozialversicherung wurden am 1. Januar 2013 in den neuen Träger mit der Kurzbezeichnung SVLFG eingegliedert.“ (Quelle: homepage SVLFG)

 

Im Vorab möchten wir klarstellen, dass der Landesjagdverband Sachsen keine direkte Möglichkeit der Einflussnahme auf diese Versicherung hat. Hier handelt es sich um eine Gesetzliche Unfallversicherung für Landwirtschaftliche Betriebe zu denen nach dem Sozialgesetzbuch auch Jagdbetriebe gehören. Demzufolge liegt hier immer nur ein Geschäftsverhältnis zwischen der Berufsgenossenschaft und den jeweiligen Pächtern als separater Einzelvorgang vor. Trotzdem ist der LJVSN bestrebt, seinen Jägerinnen und Jägern eine Unterstützung anzubieten.

 

Dazu haben wir am 13. Februar 2013 eine Anfrage zur Beitragserhöhung an die Geschäftsführung der SVLFG gestellt, hierbei speziell zum Zustandekommen des Hebesatzes.

 

Wir erarbeiteten mit den Justiziaren des DJV und der betroffenen Landesjagdverbände ein Musterschreiben, welches von Ihnen als Widerspruch gegen die Bescheide verwendet werden kann, um im Falle einer gerichtlichen Entscheidung vom Ergebnis eines möglichen positiven Urteils partizipieren zu können. Dieses Schreiben liegt als Anlage bei und Sie können es sich auch herunterladen unter: www.jagdnetz.de

 

Weiterhin lassen wir zurzeit anwaltlich prüfen, ob es Ansatzpunkte zur Anfechtung der Bescheide hinsichtlich des Hebesatzes, der Art und Weise der Berechnung sowie der Gleichbehandlung innerhalb der Berufsgruppen gibt. Schon vor einiger Zeit stand die Frage im Raum, ob man die BG verlassen und zu einer anderen Versicherungsgesellschaft wechseln kann. Die Erkundigungen des DJV brachten das Ergebnis, dass selbst wenn es gelingen sollte, die BG zu verlassen, keine andere Versicherungsgesellschaft das Geschäft übernehmen will. Hier müssten dann nämlich alle „Altlasten“ mit übernommen werden und das haben die Versicherer strikt abgelehnt.

 

Ebenso lassen wir feststellen, ob es sinnvoll und erfolgversprechend ist, eine Musterklage eines Jagdpächters bzw. einer Pächtergemeinschaft zu erheben. In diesem Fall werden wir prüfen, wie wir den Betreffenden mit Hilfe des Verbandes unterstützen bzw. begleiten können.

 

Wir möchten darauf hinweisen, dass wir mit Herrn Dr. Bernd Möller (ehemaliger Geschäftsführer des LJV Brandenburg) eine Person in der Vertreterversammlung hatten, welche sich für die Jägerinnen und Jäger einsetzte. Herr Dr. Möller hat zu seinen Amtszeiten gegen den Umlageschlüssel und damit gegen die Einführung des Hebesatzes gestimmt. Er wurde allerdings mit 32 zu 1 überstimmt.

 

Im Anschluss fand wieder eine Wahl zur Vertreterversammlung statt. Die Jagdpächter der MOD-Region waren zur regen Wahlbeteiligung aufgerufen worden. Dieser Aufruf ist wohl offensichtlich von den meisten Pächtern nicht beachtet worden, die Beteiligung war zu gering und seitdem gibt es leider keinen Vertreter mehr, welcher der Jagd nahe steht.

 

Sie als Jagdpächter können die Zahlung des Beitrages noch kurze Zeit aufschieben und es steht Ihnen frei, einen Widerspruch einzureichen. Der Widerspruch hat jedoch keine aufschiebende Wirkung, daher sollte die Zahlung jedoch unabhängig vom Widerspruch bis zum Fälligkeitstermin erfolgen, um Zinsforderungen und Mahngebühren auszuschließen. Man kann aber trotz eines möglichen Schreibens zum Widerspruch bei der Zahlung im Verwendungszweck vermerken, dass die Zahlung unter Vorbehalt erfolgt.

 

Wir werden Sie weiterhin über den Sachstand informieren und bei Vorliegen des Musterschreibens zum Widerspruch diesen zum Download anbieten.

 

Dresden, 20. Februar 2013

 

Knut Falkenberg

Präsident LJVSN