Kreisjagdverband Bautzen e. V.

Gutshof 7

02694 Malschwitz

 

 

Vorsitzender: 

 

Lothar Jentschel

Tel.: 03591-272554 

 

 

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Mitteilungen des Kreisjagdverbandes Bautzen

Seminar für Jagdhornbläser


 

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Bläserübungscamp in Tanvald


Ein kleines Jubiläum könnte man sagen oder auch langsam Tradition geworden – zum 5. Mal verbrachten Mitglieder von fünf miteinander befreundeten Jagdhornbläsergruppen und deren Familien ein Wochenende im tschechischen Tanvald. Die Bläser des Jagdverbandes Hoyerswerda „Am Elsterwald“, „Geierswalde“ und die „Lausitzer Hangfichten“ hatten vor fünf Jahren die Idee eines Bläserübungscamps aus der Traufe gehoben und aus dem KJV Bautzen die Gruppen „Gaußig“ sowie später auch den „Lausitzer Hörnergruß“ dafür begeistern können. Mittlerweile kennt man sich und alle Marotten. Natürlich steht das gemeinsame Musizieren im Vordergrund. Hörner in allen Größen, Varianten und Formen wurden mitgeschleppt. Fürst-Pless-, Ventil-, Wald, Parforce- und Alphorn.

Neben der Pflicht sich in Notenkunde und Taktgefühl zu üben oder neue Stücke einzustudieren, bleibt auch Zeit für Bewegung an frischer Luft und Erkundungen in die nähere Umgebung. Dabei merkt man aber recht schnell, was ein waschechter Bläser ist. Das Instrument fehlt am Ende nirgends und verhilft auch schon mal zu einer von der Bergwirtschaft spendierten spontanen Runde Ansatzwasser. Morgens um halb acht ruft das Hohe Wecken im Flur alle zum gemeinsamen Frühstück, am Tag werden Endlosschleifen des gleichen Stückes eingetrichtert, bis auch jeder der Feder des Komponisten folgt, am Nachmittag halten die Pless-Hörner mit Hegeruf („wo bist denn du?“) und Antwort („bin hier, bin hier“) die verstreuten Wanderer zusammen und am Abend erschallt das Echo der berührenden Klänge des Alphorns durch die Bergwiesen – mal bedächtig ruhig, mal frohlockend beschwingt, aber immer ergreifend. In den Nächten werden dann die Stimmbänder und Gitarrensaiten strapaziert. Textunsicherheiten der vergangenen Jahre wurden dieses Mal vorausschauend durch komplett neu angeschaffte Liederbücher vermieden. Man lernt ja schließlich dazu...

Volkslieder rauf und runter, griechischer Wein und alte Schlager, mehrstimmig, im Kanon und im Einzelvortrag von den ganz mutigen – mal mit italienischem, dann mit russischem Akzent. Es kam einer Weltreise durch die Kulturen gleich. Die Uhr betrachtete keiner mehr.

Alles in allem war es wieder ein wunderschönes Wochenende mit praktischer Brauchtumspflege, Gemütlichkeit und Herzlichkeit, bester kulinarischer Verpflegung und dem Wunsch nach Wiederholung.

Zeit also, weiter zu planen, denn nach dem Bläsercamp ist vor dem Bläsercamp. Wo geht es 2018 hin? Die letzten Jahre wurden wir ständig von Regen, Wolken und Gewittern begleitet und nahmen uns vor, wir fahren solange nach Tanvald in „unsere Baude“ bis uns die Sonne mal verwöhnt. Nun war es soweit. Der Wettergott hatte ein Einsehen. Wohin also nun? Die Entscheidung war so einfach wie einstimmig: Im nächsten Jahr ... geht´s nach TANVALD – na klar!!!

 

Silke Schmidt und Peggy Dornig

 

Teilnehmer des Bläserübungscamp im tschechischen Tanvald. Autor: Peggy Dornig

Bilanz und Ausblick nach 25 Jahren erfolgreicher Arbeit 9. April 2016


Landrat Michael Harig (CDU) überbringt die Grüße und Glückwünsche der Kreisverwaltungzum 25. Jägertag (Foto: Prof. Dr. Rost)

Herzlich begrüßt durch die Jagdhornbläsergruppe „Lausitzer Hörnergruß“, den Vorsitzenden des KJV Bautzen Lothar Jentschel: Der Oberbürgermeister der Stadt Bischofswerda Prof. Dr. Holm Große, der mit seinem Grußwort diesen bedeutenden Tag auf dem „Butterberg“ Bischofswerda eröffnete. Der Landrat der Landkreises Bautzen Michael Harig (CDU) wurde später ebenso herzlich willkommen geheißen.

Der Stadt Bischofswerda gehören 345 ha Wald – schon daraus resultieren der Dank an Jäger, Natur- und Umweltschützer, die diese „grüne Lunge“ der Stadt mit erhalten und pflegen.

25 Jahre Jagdverband Bautzen – Lothar Jentschel konnte auf beeindruckende Leistungen verweisen, so u. a. auf eine breite Jungjägerausbildung, wo in diesen Jahren ca. 1000 Prüflingen antraten. 90  % absolvierten die Ausbildung erfolgreich.

Namhafte Jagdhornbläsergruppen, wie Gaußig, Wilthen und „Lausitzer Hörnergruß“ absolvierten allein im Jahre 2015 35 Auftritte. Das Projekt „Artenreiche Agrarlandschaft“, die Arbeit mit dem Naturkundemobil, die Beibehaltung noch stärker auszustattender Hegeschauen sind ein Teil der Öffentlichkeitsarbeit der Jäger.  Der ausliegende und durch Wdg. Jentschel verlesene Brief an die Oberbürgermeister und Bürgermeister des Landkreises Bautzen, der in der Bürgermeisterkonferenz insbesondere zum Thema „Wolf“ die Interessen der Jäger, Landwirte und Kleintierhalter deutlich machte, wird auch künftig Gegenstand der Arbeit in den Hegeringen und Kommunen sein. Berechtigte Kritik an der Führung dieses Prozesses durch den LJVSN blieb nicht aus.

Der KJV - Vorsitzende verwies auf große Aufgaben, die zu erfüllen sind: Sicherung der Arbeitsfähigkeit des Schießplatzes Commerau durch einen breiteren Einsatz der Jägerschaft, Mitgliedergewinnung für den Verband, Heranführung der Jungjäger an ein echte weidmännische Arbeit, Pflege des Brauchtums und eine wirksamere Öffentlichkeitsarbeit.

Die Erweiterung des Bestandes leistungsgeprüfter Jagdgebrauchshunde, die Fortführung des Lernortes Natur, eine intensive Zusammenarbeit mit dem Regionalbauernverband Bautzen/Kamenz gehören dazu. Im Grußwort des Regionalbauernverbandes wurde die Partnerschaft mit den Jägern unterstrichen. Weidmannsdank für diese Worte durch den Vorsitzenden Herrn Schulze. Gemeinsam für Natur und Heimat – auch künftig mit der Jägerschaft so sein Fazit.

Landrat Michel Harig (CDU) sprach Klartext, auch zum Thema „Wolf“. Die Jagd wird weiterhin ein wichtiges Thema im ländlichen Raum bleiben und seine Unterstützung erhalten. Es sei politisch fraglich, wie mit dem Thema „Wolf“ in Sachsen umgegangen wird. Die Jäger müssen, auf Fakten basierend eine breite und gute Überzeugungsarbeit leisten. Seine vorgetragenen Jägerweisheit

 

„ Wen nicht die Sehnsucht treibt,

  wer`s nicht im Blute spürt,

  der soll die Hand vom edlen Weidwerk lassen.

  Denn was den Weidmann an der Seele rührt,

  lässt sich nur fühlen, aber nicht in Worte fassen.“  

 

möge uns in unserer Arbeit beflügeln.

 

Weidgenosse Rolf Kotzur informierte in seinem Fachvortrag „Aktuelle Strategie und Taktik des Wolfsschutzes in Sachsen unter kritischer Sicht“ zu vielen aufgetretenen Fragen und Problemen.

Der Dank des Jägertages ging an ein Vielzahl von Weidgenossen und Jagdhundeführern, die das Weidwerk in den letzten 25 Jahren im Landkreis Bautzen prägten: Peter Kallenbach, Vorsitzender bis 2002, Lothar Jentschel und Peggy Dornig, die besonders geehrt wurden, die Bläsergruppen Gaußig für 40 Jahre und die Wilthener für 30 Jahre Brauchtumspflege. Für 60 Jahre Mitgliedschaft im Verband konnten Peter Kallenbach, Dr. Peter Bresan und Werner Donath, aber auch eine Vielzahl von Jägern für eine 25jährige und 50jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet werden. Weidgenosse Erhard Sommer erhielt das Ehrenabzeichen in Gold.

Der Kreisjägertag machte deutlich: Nur mit einem geschlossen handelnden Jagdverband wird es gelingen, die Aufgaben der Zukunft zu gestalten und die Jagd als ein Teil der engen Verbindung von Wild, Wald  und Natur sicher über die nächsten Jahre zu führen. Dazu gehört auch die Wende vom „Grau“ zu „Grün“ im Alter der Teilnehmer an der Verbandsarbeit und der Teilnahme an einem solch wichtigen Kreisjägertag.

Weidmanndank dem Team der Berggaststätte „Butterberg“ für das angenehme Umfeld.

 

Prof. Dr. Dieter Rost

 

 

Stadtverwaltung Wilthen ehrt Jagdhornbläser


15.01.2016: Bürgermeister Michael Herfort (CDU) lädt traditionell verdienstvolle Bürger der Stadt Wilthen /Oberlausitz zum Neujahrsempfang ein.

 

Für die Jagdhornbläsergruppe Wilthen, die 2015 ihr 30-jähriges Jubiläum beging und für die Jagd generell eine besondere Ehre: Alle aktiven Jagdhornbläser – Heiko Frank, Henri Dutschmann, Andreas Stettner, Johannes Kühnel und Ina Schicktanz – erhielten die Ehrenurkunde der Stadt Wilthen. Mit einem Ständchen auf ihren Jagdhörnern bedankten sie sich bei allen Gästen im vollbesetzten Saal des „Hauses Bergland“. Unter diesen auch eine Delegation der polnischen Partnerstadt Lwowek Slaski (Löwenberg/Schlesien).

 

Die Wilthener Jagdhornbläser werden das jagdliche Brauchtum weiter pflegen – die Auszeichnung ist ihnen und uns Ansporn.

 

Prof. Dr. Dieter Rost