Pressemitteilungen des Deutschen Jagdverbandes


2016: Das Jahr des Rebhuhns - zur Pressemeldung

 

 

Zu den Pressemeldungen des Deutschen Jagdverbandes

 

 

 

Pressemitteilungen des Landesjagdverbandes Sachsen


Aufnahme in den Presseverteiler des Landesjagdverbandes

 

 

Pressemitteilung 07/2016


Landesjagdverband Sachsen e.V. startet durch

 

Am 21.11.2016 legte das neu gewählte Präsidium des LJVSN die ersten Eckpfeiler für die zukünftige Verbandsarbeit fest.

 

Ein breiter Dialog mit allen an der Gestaltung unseres Naturraumes beteiligten Institutionen, Verbänden aber auch Interessenvertretern privater Initiativen soll Grundlage zukünftigen Handelns sein.

Wald und Wild als Einheit zu betrachten und darin eingebundener Natur- und Artenschutz für alle wildlebenden Tiere ist dabei das zentrale Thema.

Ganz entschieden distanziert sich der LJVSN von der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole, so geschehen am 04.11.2016 in Markersbach als Antwort unbekannter Täter auf geplante Drückjagden des Staatsbetriebes Sachsenforst.

Dennoch wird dieses Szenario für den LJVSN Anlass sein, die derzeitige Jagdpraxis des SBF insbesondere in Bezug auf Rotwild kritisch zu hinterfragen, gemeinsam mit allen Beteiligten eine wald-, wild- und gesellschaftspolitisch akzeptable Lösung zu erarbeiten und umzusetzen.

 

Die Dresdner Erklärung der CDU/CSU Fraktion vom 14.11.2016 in Bezug auf den künftigen Umgang mit der Wolfspopulation in Sachsen ist ein hoffnungsvolles Signal der Politik. Ein tragbares Konzept zu erarbeiten, welches eine von der Bevölkerung akzeptierte Wolfsdichte ebenso einschließt wie die Ausweisung von Wolfsschutzgebieten als problemminimierten, artgerechten Lebensraum für die Wölfe wäre folgerichtig der nächste Schritt. Der LJVSN erklärt seine ausdrückliche Bereitschaft an diesem Konzept konstruktiv mit zu arbeiten.

 

Der LJVSN bereitet derzeit die Gründung einer Stiftung“ Wald und Wild in Sachsen“ vor. Ziel dieser Stiftung wird sein den praktischen Nachweis zu führen, dass eine ganzheitliche Betrachtungsweise zur nachhaltigen Nutzung und Bewahrung unseres Naturraumes notwendig ist. Dazu ist ein umfangreiches Projektkonzept mit unterschiedlichen Kuratoren geplant.

 

Norman Härtner

Vizepräsident

 

 

Dresden, den 21.11.2016

 

 

 

Pressemitteilung 06/2016


Das neue Präsidium: Gordon Knabe, Stefanie Petzold, Thomas Markert, Frank Conrad, Norman Härtner, Kurt Reichel, Yvonne Mucke (von links)

Neuwahlen im Landesjagdverband Sachsen e.V.

Am Samstag, dem 22.10.2016 fand im Hotel „Schwarzes Roß“ in Siebenlehn der 27. Landesjägertag statt.

 

Da die Wahl nicht wie ursprünglich geplant am 23. April 2016 im Rahmen des 26. Landesjägertages stattfinden konnte, wurde diese auf den 22. Oktober 2016 vertagt. Nachdem sämtliche Mitglieder des Präsidiums auf dem 26. Landesjägertag ihren Rücktritt erklärten, wurde diese erneute Zusammenkunft der Delegierten in diesem Jahr und die damit verbundene Neuwahl nötig. Insgesamt kamen am Samstag 113 Delegierte zum höchsten Gremium des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. zusammen. Die Wahl fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

 

Als neuer Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. wurde Herr Frank Conrad, ehemaliger Vizepräsident, gewählt. Dieser übernahm zusammen mit Herrn Kurt Reichel bereits seit vergangenem Dezember übergangsweise die Amtsgeschäfte. Als Vizepräsidenten wurden Thomas Markert und Norman Härtner gewählt. Schatzmeister wird weiterhin Herr Kurt Reichel bleiben. Als Präsidiumsmitglieder wurden Stefanie Petzold, Yvonne Mucke und Gordon Knabe gewählt.

 

Wir bedanken uns bei den ausscheidenden Präsidiumsmitgliedern für die geleistete Arbeit und wünschen dem neu aufgestellten Präsidium alles Gute, viel Erfolg und Schaffenskraft sowie eine glückliche Hand bei der Führung des Verbandes.

 

Dresden, 22. Oktober 2016

 

 

Pressemitteilung 05/2016


Messe „Jagd & Angeln“ – Erfolgreicher Messeauftritt des LJVSN

Zum 26. Mal fand die Traditionsmesse „Jagd & Angeln“ in Markkleeberg statt und lud alle Jäger, Angler, Naturliebhaber sowie die ganze Familie zum Informieren, Kaufen und Verweilen ein.

 

Traditionell war auch der Landesjagdverband Sachsen e.V. wieder mit dabei. Auf ca. 170 m² gab es vielfältige Informationen für Jäger, die Mitglieder des Verbandes und alle Jagd- und Naturinteressierten.

 

Besonders die Kinder kamen in diesem Jahr voll auf ihre Kosten: Im Bereich „Lernort Natur“ waren die Gewinner des DJV-Sonderpreises „25 Jahre Lernort Natur“ – das Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel und die dort engagierten Mitglieder der Jägerschaft Döbeln – vertreten. Sie unterhielten die Kinder mit tollen Tast- und Fühlspielen und erklärten damit die heimische Tierwelt am Beispiel von Präparaten. Besonderen Anklang fand dort auch die Familie Hoffmann mit vielseitiger spielerischer Umweltbildung, dem Wildtier-Glücksrad und Kastanienbasteln.

Der Messeauftritt des LJVSN begann gleich mit einem Höhepunkt: Im Rahmen des Messerundganges am 07.10.2016 übergab Herr Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, den Preisträgern des diesjährigen Fotowettbewerbes des LJVSN ihre Preise. Den ersten Preis gewann Jens Frank mit seinem Bild "Jährling mit abgebrochener Stange". Da dieser aus persönlichen Gründen nicht anwesend sein konnte, nahm seine Tochter stellvertretend seinen Preis entgegen. Da für den zweiten Platz, zwei nach dem Urteil der Juroren  zwei absolut gleichwertige Bilder eingereicht wurden, fiel die Auswahl der Juroren, Herr Christian Schätze, Chefredakteur des "unsere Jagd" und Gordon Knabe, Centermanager des Elbeparks, auf Frau Katja Steinbach, sowie Karsten Winter. Platz Nummer 3 belegte Maik Schröter.

Traditioneller Höhepunkt des zweiten Messetages war die alljährliche Trophäenbewertung unter der fachkundigen Leitung von Dr. Gert Dittrich.

Ebenfalls große Anziehungspunkte waren die Vorstellung verschiedener Greifvögel durch unsere Falkner.  Publikumsmagnet im Außenbereich waren an beiden Tagen die Vorführungen einer Vielzahl verschiedener Jagdhunde. Ergänzt wurden die Vorführungen durch die Referate von Marylin Harzer – „Die Gesunderhaltung des Jagdgebrauchshundes“ und Sandra Knobloch – „Erste Hilfe am Jagdhund.“

 

 

 

Zum Anfassen und Staunen: Falknerin Manja Nürnberger erklärt das richtige Halten des Harris Hawks. Quelle: LJVSN
Gewinnerbild des Fotowettbewerbes 2016 „Jährling mit abgebrochener Stange“ von Jens Frank.
Tierärztin Sandra Knobloch und Stephanie Berthold erläutern am praktischen Beispiel die Erste-Hilfe am Hund. Quelle: LJVSN

Pressemitteilung 04/2016


Messe „Jagd & Angeln“ – 07. bis 09. Oktober 2016, agra Markkleeberg  – Mitmachen für Groß und Klein –

 

Bereits zum 26. Mal findet die Traditionsmesse „Jagd & Angeln“ statt und lädt Sie zum Informieren, Kaufen und Verweilen ein. Der Landesjagdverband Sachsen e.V. wird auf etwa 170 qm wieder mit dabei sein und viel Wissenswertes an seinem Informationsstand für Sie bereit halten. Dabei werden alle Jäger, Mitglieder des Verbandes und an der Jagd Interessierte auf ihre Kosten kommen.

So wird es für die Kinder das LJV-Wildtier-Glücksrad, Tastboxen, Tierpräparate und Vieles mehr zum anschauen, staunen und mitmachen geben. Im Bereich „Lernort Natur“ werden auch die Gewinner des DJV-Sonderpreises „25 Jahre Lernort Natur“ – das Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel und die dort engagierten Jäger der Jägerschaft Döbeln – mit vertreten sein.

Ebenfalls angeboten wird, wie bereits in den vergangenen Jahren, ein herzhaft-leckeres Wildangebot der Fa. Hädicke-Spezialitäten. Neu mit auf dem Stand des LJVSN vertreten ist die Fa. Hubertus – Filz und Loden als regionaler Produzent von nachhaltigen Jagd- und Freizeitfilzprodukten.

 

Am Freitag, dem 07.10.2016 wird im Rahmen des Messerundganges auch die Verleihung der ersten drei Plätze des Fotowettbewerbs erfolgen. Die traditionelle Trophäenbewertung findet wie gewohnt am Sonnabend, den 8. Oktober 2016, von 09:00 – 15:00 Uhr unter der Leitung von Dr. Gert Dittrich statt.

Die Vorstellung der Greifvögel durch die Falkner des LJVSN sowie die Vorführungen der Jagdhunde im Außenbereich in der Jagdhundearena werden ebenfalls wieder besondere Anziehungspunkte sein.

Im Rahmen der Jagdhundevorführungen erwarten Sie zudem noch die Referate von Marylin Harzer – „Unser Jagdhund – Fit und Gesund durchs ganze Jahr“ und Sandra Knobloch – „Erste Hilfe bei Jagdunfällen“. Weitere Referate zu jagdlichen Themen wird es zudem im Messe-Forum „Wald und Jagd“ geben.

 

Dresden, den 04.10.2016

 

 

 

 

Pressemitteilung 03/2016


Präsidiumswahl vertagt

 

Der Landesjagdverband Sachsen e.V. bleibt nach dem Rücktritt von Dr. Gert Dittrich im letzten Dezember noch länger ohne bestätigten Präsidenten. Die am Samstag auf dem Landesjägertag geplante Wahl eines Nachfolgers kam nicht zu Stande. „Sie konnte aufgrund eines formalen Fehlers nicht stattfinden“, sagte Verbandsgeschäftsführer Jan-Walter Heikes. Dr. Dittrich hatte sein Amt Ende des letzten Jahres aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben.

Somit war die Veranstaltung rein informeller Natur. Die Delegierten wurden durch den Rechenschaftsbericht des amtierenden Vizepräsidenten Frank Conrad über die Arbeit des Verbandes im letzten Jahr informiert. Desgleichen durch den Bericht des Schatzmeisters und der Rechnungsprüfer.

Mit acht Wochen Vorlaufzeit müssen nun alle 139 Delegierten zu einem neuen Termin für die Präsidiumswahl eingeladen werden. Voraussichtlich im Herbst 2016 soll gewählt werden. Bis dahin amtiert weiterhin der bisherige Stellvertreter Frank Conrad.

 

Dresden, den 25.04.2016

 

 

 

Pressemitteilung 02/2016


Das diesjährige Motto des Landesjägertages. Foto: Gisbert Steinbach.

26. Landesjägertag in Freital

Unter dem Motto „Zukunft Jagd in Sachsen – gemeinsam“ findet am 23. April 2016 die Jahreshauptversammlung des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. im Saal des Kulturhauses in Freital statt. Eingeladen sind 139 Delegierte aus ganz Sachsen und zahlreiche Gäste. Zu den Gästen zählen u. A. Hartwig Fischer, Präsident des Deutschen Jagdverbandes, Georg Ludwig von Breitenbuch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU und Herbert Wolff, Staatssekretär des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft.

 

Im Mittelpunkt dieses Tages stehen die Wahlen des Präsidenten und eines Präsidiumsmitgliedes für die nächsten zwei Jahre.

Für den Weidgenossen Dr. Gerd Dittrich, der im Dezember des vergangenen Jahres sein Amt als Präsident aus gesundheitlichen Gründen niederlegte, wird der Landesjagdverband Sachsen e.V. einen neuen Präsidenten wählen. Zunächst kann es, je nach Ausgang der Präsidentenwahl, noch zur Wahl eines neuen Vizepräsidenten kommen.

 

Zuvor wird jedoch der amtierende Vizepräsident Frank Conrad einen Rückblick über das letzte Jahr geben.

 

Unabhängig vom Ausgang der Wahl bleibt das Hauptanliegen des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. als anerkannte Vereinigung der Jäger und als anerkannter Naturschutzverband auch weiterhin der Einsatz für die Jagd, das Wild sowie den ganzheitlichen Artenschutz.

 

Dresden, den 21.04.2016

 

 

 

Pressemitteilung 01/2016


Probezeit gut überstanden

Nach einem halben Jahr Testlauf geht ab morgen, dem 01. April 2016, das Schwarzwildgatter Seelitz im Wermsdorfer Wald nun endlich in den regulären Betrieb.

Der LJVSN war im Vorfeld für das Genehmigungsverfahren verantwortlich während der Staatsbetrieb Sachsenforst (SBS) als Grundstückseigentümer und letztlich als Bauträger rund 120.000 € in diese Anlage mit einer Gesamtgröße von 6,7 ha investierte.

Bis in das Jahr 2007 reichen die Bemühungen des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. zurück, eine derartige Anlage in der Region Sachsen zu etablieren. Nun kann endlich der normale Betrieb beginnen. Als gemeinsames erfolgreiches Projekt mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst (SBS) konnte die Anlage nach Prüfung im März 2016 durch Kompetenzgruppe Schwarzwildgatter zertifiziert werden.

 

Die Notwendigkeit des Gatters bestand damals wie heute. Die Schwarzwildstrecke liegt seit Jahren auf teils sehr hohem Niveau. Regional wird über massive Wildschäden durch Schwarzwild geklagt. Steigende bzw. hohe Schwarzwildbestände mit den einhergehenden Schäden in den Griff zu bekommen, kann jedoch nur gemeinsam mit den Grundstückseigentümern, Flächennutzern und Jägern gelingen. Ein ganz wichtiges Element zur Erreichung dieses Ziels sind gut organisierte Drückjagden auf Schwarzwild. Damit diese Jagden erfolgreich und effektiv sind, bedarf es geeigneter, gut ausgebildeter und an die Wildart Schwarzwild eingearbeiteter Jagdhunde.

 

Mittlerweile gibt es in Deutschland in acht Bundesländern 16 aktiv arbeitende Schwarzwildgatter. Mit dem Schwarzwildgatter in Seelitz ist sicher eine der modernsten Anlagen dieser Art in Deutschland entstanden und bietet nun den sächsischen Jägern hervorragende Möglichkeiten, ihre Hunde auf die intensive und nicht ungefährliche Arbeit am Schwarzwild vorzubereiten. In diesem Gatter wurden die Leitlinien und die Erfahrungen der Kompetenzgruppe Schwarzwildgatter zur Verhaltensanpassung von Hunden zur Schwarzwildjagd unter klaren tierschutzrechtlichen Auflagen umgesetzt. Der Schwerpunkt wird in der stufenweisen Ausbildung junger Jagdhunde liegen, die hier unter kontrollierten Bedingungen erste Erfahrungen mit Schwarzwild sammeln können. Der Hundeführer hat so die Möglichkeit, gezielt das Verhalten seines Hundes anzupassen und damit auch Vorsorge vor Verletzungen durch Schwarzwild im praktischen Jagdbetrieb zu treffen.

 

Bis Mitte Oktober werden mindestens 28 Übungstermine bei geschulten Gattermeistern angeboten, wobei das Interesse so groß ist, dass einige Tage bereits komplett ausgebucht sind.

Weitere Informationen zu Übungsbetrieb, Anmeldung und Anfahrt erhalten Sie unter http://www.ljv-sachsen.de/index.php?id=174.

 

Dresden, den 31.03.2016

 

 

 

Das Präsidium des DJV auf dem Bundesjägertag 2015 in Radebeul (Quelle: DJV)

Pressemitteilung 07/2015

Bundesjägertag 2015 in Sachsen ein voller Erfolg

Der Bundesjägertag, das höchste Gremium der im Deutschen Jagdverband e.V. (DJV) organisierten Jäger aus ganz Deutschland fand erstmals seit 15 Jahren wieder im Freistaat Sachsen statt.

 

Die Delegierten der einzelnen Landesverbände tagten am 18. und 19. Juni im Radisson Blu Hotel in Radebeul und erarbeiteten wegweisende Entscheidungen für Jagd und Jäger in der Bundesrepublik. So befassten sie sich mit der Zukunft der Jagd und des Verbandes und diskutierten über rechtliche Aspekte in der jagdlichen Gesetzgebung. Ein ganz besonderes Highlight für Jäger und Gäste stellte die sich anschließende Hubertusmesse in der Dresdner Kreuzkirche dar. Zu Ehren des heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Förster und Jäger, wurde diese Messe von Parforcehornbläsern zweier sächsischer Jagdhornbläsergruppen begleitet.

 

In der Delegiertenversammlung am Freitag, den 19. Juni, wurde der bisherige Präsident Hartwig Fischer einstimmig wiedergewählt. Damit bleibt ein erfahrener und verantwortungsbewusster Präsident an der Spitze der Jägerschaft in Deutschland.

 

Ein weiteres wichtiges Thema des Bundesjägertages war die Verabschiedung des DJV-Positionspapiers zum Wolf. Darin fordert der DJV die Bundesregierung auf, ein gemeinsames Wolfs-Monitoring mit Polen und dem Baltikum aufzubauen sowie die genetischen Untersuchungen zu vereinheitlichen und zu intensivieren. „Der Wolf kennt keine Ländergrenzen. Sein günstiger Erhaltungszustand - bezogen auf das Verbreitungsgebiet von Deutschland über Polen, das Baltikum und darüber hinaus - ist bereits erreicht“, betonte Dr. Gert Dittrich, Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. „Wenn wir die Sorgen der betroffenen Menschen nicht ernst nehmen, schwindet die Akzeptanz für den Wolf rapide, wie bereits jetzt regional zu beobachten ist“, so Dittrich.

 

Nach der Delegiertenversammlung sprach Innenminister Thomas de Maizière zu den Delegierten: „Jäger gelten unter Waffenrechtlern als unauffällige und unproblematische Waffenbesitzer. Das muss auch so bleiben. Wir wollen keine Promillegrenze im Waffenrecht. Das beruht auf gegenseitigem Vertrauen.“ Staatsminister Thomas Schmidt ergänzte: „Die sächsische Staatsregierung trägt in Sachen Jagdmunition den Weg der Bundesregierung mit – die Tötungswirkung maximieren und den Bleieintrag ins Lebensmittel Wildbret minimieren und das nach dem aktuellen Stand der Technik.“

 

Nach den Kundgebungen verlieh der Deutsche Jagdverband e.V. den Journalistenpreis „Wildtier und Umwelt“ in den Sparten Fernsehen, Hörfunk und Print. Die Gewinner aus über 170 eingesendeten Beiträgen sind Dr. Ute Gebhardt, Andreas Schuler und Dr. Susanne Weichselbaumer. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Mit ihm soll zur fairen, ehrlichen und durchaus auch kritischen Berichterstattung zu Themen aus der Welt der Jagd und der Natur angeregt werden. Dotiert ist er mit 15.000 Euro.

 

Dresden, 23. Juni 2015

 

 

 

Autor: Jagd- & Parforcehorngruppe Taucha-Sachsen e.V

Pressemitteilung 06/2015

 

Bundesjägertag 2015

Einladung zur Hubertusmesse in die Kreuzkirche, Dresden

- Gänsehaut garantiert -

 

Im Rahmen des Bundesjägertages, der wichtigsten Veranstaltung der über 240.000 im Deutschen Jagdverband e.V. organisierten Jäger, wird es in der evangelischen Hauptkirche Dresdens eine Hubertusmesse geben. Die Jagdhornbläsergruppen „Jagd- & Parforcehorngruppe Taucha-Sachsen e.V.“, die „Moritzburger Parforcehornbläser“ und die Jagdhornbläsergruppe „Herbert-Dießner Bockwen“ werden die Messe zu Ehren des heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Jäger und Förster, mit ihrer musikalischen Umrahmung in dieser einzigartigen Kulisse zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Über zwanzig Parforcehörner werden die Hallen der neo-barocken Kreuzkirche mit einem einzigartigen Klang erfüllen. Gänsehaut ist garantiert.

 

Wann: Donnerstag 18. Juni 2015, 19:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Wo: Kreuzkirche in Dresden

Eintritt frei!

 

Der Deutsche Jagdverband e.V., der Landesjagdverband Sachsen e.V. und die Jagdhornbläsergruppen laden alle Interessierten zu diesem außergewöhnlichen Event ein.

 

Dresden, 15. Juni 2015

 

 

Schützen trainieren ihre Schießfertigkeiten mit der Flinte

 

Pressemitteilung 05/2015

Jäger treffen ins Schwarze!

Landesmeisterschaften im jagdlichen Schießen

 

Am 13. Juni wird es auf dem Schießstand Großdobritz spannend. Die besten Schützen des Landesjagdverbands Sachsen treten gegeneinander an, um sich im jagdlichen Schießen zu messen. Dieser Wettkampf ist für die Teilnehmer sehr wichtig.

 

„Die Grundsätze des Tierschutzes und der Weidgerechtigkeit verpflichten jeden Jäger, Wild so zu erlegen, dass ihm vermeidbare Schmerzen erspart bleiben“, so Dr. Gert Dittrich, Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. „Daneben gibt es bei der Jagd aber auch Erfordernisse der öffentlichen Sicherheit zu beachten, damit niemand bei der Handhabung von Waffen gefährdet wird. Eine regelmäßige Teilnahme am jagdlichen Schießen soll dazu führen, dass jeder Jäger diesen Forderungen im steigenden Maße entsprechen kann.“

 

Zur Förderung der Schießleistungen veranstaltet der LJVSN neben den Bezirksmeisterschaften auch die jährliche Landesmeisterschaft im jagdlichen Schießen. Sechzig Schützen haben sich zu diesem wichtigen Wettbewerb angemeldet und treten in verschiedenen Disziplinen in Mannschafts- oder Einzelwertung gegeneinander an. Selbstverständlich werden auch Damen und Junioren ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen.

 

„Die sächsischen Schützinnen und Schützen sind gut vorbereitet. Sie haben hart trainiert und sind bereit ihr Können zu beweisen“, so Mathias Meyer, Schießobmann im Landesjagdverband Sachsen e.V. Die besten sächsischen Jagdschützen werden im September bei den Bundesmeisterschaften in Freiburg starten.

 

Für die Pressevertreter:

Wir laden Sie als Pressevertreter für den Samstag, den 13. August recht herzlich auf den Schießstand in Großdobritz ein. Herr Dr. Dittrich, Präsident des Landesjagdverbands Sachsen e.V. und Herr Mathias Meyer, Schießobmann und Organisator der Veranstaltung, stehen Ihnen ab 14:00 Uhr für ein Interview gern zur Verfügung. Die Siegerehrung wird gegen 15:30 Uhr stattfinden.

 

Anfahrt:

Schießsportanlage Großdobritz

Hohlweg 15

OT Großdobritz

01689 Niederau

http://www.sjsv.de

 

Dresden, 12. Juni 2015

 

 

 

Pressemitteilung 04/2015

Besorgniserregende Ausbreitung des Waschbären und anderer eingeschleppter Wildarten festgestellt

Neue Wildtiererfassung wird im Rahmen des Landesjägertages vorgestellt

 

Seit dem Jagdjahr 2000/01 registrieren die Jäger im Freistaat systematisch Vorkommen und Verbreitung von Wildarten im Rahmen der „Wildtiererfassungen“ des Landesjagdverbandes Sachsen. Auch die Neubürger Waschbär und Mink wurden darin berücksichtigt. Im aktuellen Projekt „Wildtiererfassung 2013 im Freistaat Sachsen“ konnten die Daten zum Vorkommen von Wild auf der Basis von 582.000 ha Revierfläche wissenschaftlich fundiert ausgewertet werden. Das entspricht ca. 37% der Jagdwirtschaftsfläche im Freistaat. Die Ergebnisse ausgewählter Arten der Wildtiererfassung sind darüber hinaus auch in die bundesweite flächendeckende Erfassung im Rahmen des „WildtierInformationssystem der Länder Deutschlands“ (WILD) des Deutschen Jagdverbandes e.V. eingeflossen. Zum Landesjägertag, der wichtigsten Versammlung der organisierten Jäger im Freistaat Sachsen, am 09. Mai 2015 in Freital werden die umfangreichen Ergebnisse vorgestellt.

 

Wichtige Ergebnisse ausgewählter invasiver Arten:

 

Der aus Nordamerika stammende Waschbär hat sein Verbreitungsgebiet in Deutschland in sieben Jahren nahezu verdoppelt und kommt jetzt fast in jedem zweiten Jagdrevier vor (46 Prozent). In Sachsen ist er sogar auf 57 Prozent der im Projekt erfassten Revierflächen anzutreffen. Die Hauptvorkommen dieses Kleinbären befinden sich in den nördlichen und östlichen Regionen des Freistaates, wie beispielsweise in den Landkreisen Leipzig, Nordsachsen, Meißen, Bautzen und Görlitz. In den südlichen Landesteilen konnten weitere neue Vorkommen registriert werden. Die Jagdstrecke ist kontinuierlich gestiegen und war im Jagdjahr 2012/2013 mehr als doppelt so hoch, wie in der vorherigen flächendeckenden Erfassung im Jagdjahr 2010/2011.

 

Der niedlich aussehende Waschbär ist ein Allesfresser. Diverse pflanzliche und tierische Kost, wie z.B. Obst, Fisch, Eier und sogar Essenreste aus dem Hausmüll gehören zu seinem Nahrungsspektrum. Der clevere Kleinbär kann sehr gut schwimmen und klettert gern auf Bäume. Mit seinen „Händen“ greift er geschickt in Baumhöhlen und plündert alle Vogelnester, die er erreichen kann. Die deutliche Abnahme von Graureihern im nördlichen Teil Sachsens wird bereits mit dem häufigen Auftreten von Waschbären in der Region in Verbindung gebracht (Kormoranmonitoring 2010, LfULG, Freistaat Sachsen). Nach Mitteilungen in der „Sächsischen Zeitung“ gehen Vogelbeobachter davon aus, dass die Graureiher auf der Gauernitzer Elbinsel und die einst größte Lachmöwenkolonie in Sachsen im Zschornaer Teichgebiet durch die Waschbären stark gefährdet sind.

 

Der ebenfalls aus Nordamerika stammende Mink, auch amerikanischer Nerz genannt, ist ein semiaquatisch lebender Wassermarder. Er kommt in 19 Prozent der an der Erfassung beteiligten Reviere vor. Eine deutliche Zunahme ist vor allem entlang von Gewässern wie der Elbe und der Mulde in den nördlichen Gebieten Sachsens zu verzeichnen. Aber auch an den zahlreichen Gewässern in der Oberlausitz ist er zu finden. Es wird davon ausgegangen, dass beim Aufbrechen von Gehegen in einer Pelzzuchtfarm in Sachsen-Anhalt ca. 1.500 bis 2.000 Tiere überlebt und sich entlang der Elbe ausgebreitet haben (Aeikens 2012). Da der Mink nachtaktiv ist, werden die Tiere aufgrund ihrer schwarzen Färbung oft übersehen. Auch der Mink nimmt durch seine Lebensweise und Ernährungsvorlieben erheblichen Einfluss auf eine Vielzahl einheimischer Fisch- und Vogelarten, insbesondere auf bodenbrütende Wasservögel.

 

„Die Daten der Wildtiererfassung sind alarmierend. Um seltenen Arten, wie der Großtrappe und der Sumpfschildkröte, sowie vielen bodenbrütenden Wasservogelarten helfen zu können, muss man deren Lebensräume verbessern und Fressfeinde reduzieren“, so Dr. Gert Dittrich, Präsident des Landesjagdverband Sachsen e.V. (LJVSN). Angesichts der rasanten Ausbreitung räuberisch lebender gebietsfremder Arten (Neozoen) fordern der LJVSN und dessen Dachverband, der Deutsche Jagdverband e.V. (DJV), eine intensivere Erforschung des Einflusses invasiver Wildarten auf die heimische Artenvielfalt und eine Intensivierung der Fangjagd. Einschränkungen der Fangjagd, wie in einigen Bundesländern geplant bzw. bereits umgesetzt, sind kontraproduktiv und können den Bestand seltener und geschützter Tierarten gefährden.

 

Die Wildtiererfassung 2013 des Landesjagdverbandes Sachsen wurde aus Mitteln der Jagdabgabe gefördert. Der Bericht ist in der Geschäftsstelle des Landesjagdverbands Sachsen e. V. erhältlich. Tel.: 0351-4017171; www. ljv-sachsen.de. Weitere Informationen zum WILD-Projekt unter: www.jagdverband.de.

 

Dresden, 7. Mai 2015

 

 

 

Pressemitteilung 03/2015

Kinderstube Natur

Vorsicht vor falscher Tierliebe. Alleinsein bedeutet Sicherheit.

 

Während die Jungtiere von Wildschwein, Stockente und Hase bereits erste Gehversuche wagen, erwarten Jäger in den nächsten Wochen den Rehnachwuchs in den Revieren. Mitunter liegt die Wildtier-Kinderstube an oft genutzten Wanderrouten und in unmittelbarer Nähe zu Ortschaften. Anlässlich der Brut- und Setzzeit zahlreicher Wildarten appelliert der Landesjagdverband Sachsen e.V. (LJVSN) an Erholungssuchende: Abstand halten! Ein kleiner Hase in der Wiese oder ein einsames Kitz am Waldrand – der Beschützerinstinkt wird bei vielen Menschen geweckt. Doch, so erklärt Dr. Gert Dittrich, Präsident des LJVSN: „Allein ist nicht gleich verwaist. Ducken und Tarnen schützt vor Fressfeinden wie dem Fuchs. Das Muttertier kommt nur zum Füttern vorbei." Haftet menschlicher Geruch am Nachwuchs, verstoßen Reh oder Feldhase ihr Junges – der Hungertod droht. Im Zweifelsfall sollten Tierfreunde den ortsansässigen Jäger informieren, der den Zustand der Jungtiere einschätzen kann.

 

Leinenpflicht für Hunde

 

In der Zeit von Mitte März bis Mitte Juli gilt in vielen Kommunen eine grundsätzliche Leinenpflicht für Hunde, die Regelungen sind aber sehr unterschiedlich. Auskunft gibt das zuständige Ordnungsamt. Dittrich appelliert an Hundebesitzer, in der Brut- und Setzzeit grundsätzlich auf ausgewiesenen Wegen zu bleiben und ihre Vierbeiner an der Leine zu führen, wenn sie nicht auf Ruf oder Pfiff reagieren. Trotz der guten Tarnung sind die Jungtiere freilaufenden Hunden schutzlos ausgesetzt und bieten, wenn sie einmal entdeckt werden, eine leichte Beute. Auch für werdende Muttertiere besteht Gefahr: Vor der anstehenden Geburt sind sie stressempfindlich und im Aktionsradius eingeschränkt. Ein freilaufender Hund kann Rehe zu Tode hetzen oder Fehlgeburten verursachen. Besondere Achtsamkeit ist geboten, wenn Spaziergänger auf eine Bache mit Nachwuchs treffen. Wildschweine sind sehr wehrhaft und verteidigen ihre Frischlinge. Hunde, die sich zu nah an den Nachwuchs wagen, können so schwer verletzt werden.

 

 

Brut- und Setzzeiten der häufigsten Arten

 

Wildart Brut- und Setzzeit Brutdauer und Tragezeit
Wildschwein Februar – März (ganzjährig möglich) 16 – 20 Wochen; 4 – 10 Frischlinge
Rehwild Mai 40 Wochen; 1 – 2 Kitze
Rothirsch Mitte Mai – Mitte Juni 33 – 34 Wochen; 1 Kalb
Damhirsch Ende Juni 33 Wochen; 1 Kalb
Feldhase Ab März (bis zu 4 mal jährlich) 42 Tage; 2 – 4 Junghasen
Kaninchen Ab März (bis zu 4 mal jährlich) 30 Tage; 5 - 8 Jungkaninchen
Fasan Mai 24 – 28 Tage; 6 – 16 Eier
Stockente März - April 24 – 32 Tage; 7 – 11 Eier
Graugans April 28 – 29 Tage; 4 – 9 Eier
Feldlerche April - Juli 11 – 14 Tage; 3 – 5 Eier

 

 

Dresden, 30. April 2015

 

 

 

Foto: Michael Weihrauch

 

Pressemitteilung 02/2015

Sächsischer Osterhasenbestand ist gesichert

- Der Feldhase ist flächendeckend im Freistaat Sachsen verbreitet -

 

Durchschnittlich leben 11 Feldhasen pro Quadratkilometer auf Deutschlands Feldern und Wiesen. Ausgewertet haben Wissenschaftler die Daten im Rahmen des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD). Vorsichtige Hochrechnungen auf Basis der Zählungen ergeben, dass in Deutschland derzeit rund 3 bis 3,5 Millionen Feldhasen vorkommen. Ein Feldhase muss also in den kommenden Tagen rund 25 Bundesbürger mit Ostereiern versorgen.

 

Auf Grund der statistisch gesicherten Zählmethode auf wissenschaftlicher Basis ergeben sich Zahlen, die auch von staatlichen Stellen genutzt werden. Diese sagen aus: Der Feldhase ist weder in Deutschland noch in Sachsen vom Aussterben bedroht.

 

Im vergangenen Jahr konnte im Durchschnitt eine Zuwachsrate der Mümmelmänner in Höhe von 14 Prozent erreicht werden. Die Feldhasenbestände sind in Deutschland jedoch sehr ungleichmäßig verteilt. Während die meisten Feldhasen im nordwestdeutschen Tiefland gezählt worden sind, leben in Sachsen durchschnittlich nur knapp 3 Hasen/100 ha. Die Feldhasenpopulation in Sachsen kann danach zwar als stabil eingeschätzt werden, befindet sich jedoch im Vergleich zu den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf einem sehr niedrigen Niveau. Im Freistaat Sachsen verzichten die Jäger daher weitestgehend, trotz offizieller Jagdzeit, auf die Bejagung des Feldhasen.

 

Warum es in Sachsen so wenige Feldhasen gibt, ist schwer zu sagen. Eine einzelne Ursache kann nicht ausgemacht werden. Vielmehr ist es ein Wirkungskomplex der Faktoren Witterungsverlauf, Lebensraum und Fressfeinde, der für den Rückgang der Population verantwortlich gemacht werden kann. „Die letzten beiden Ursachen kann der Mensch für Meister Lampe positiv beeinflussen“, so Dr. Gert Dittrich, Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. Aufgrund der milden Witterung der letzten Monate sind die sächsischen Jäger für das Jahr 2015 vorsichtig optimistisch.

 

Problematisch sind Lebensraum-Zerschneidungen durch Verkehrswege und der Flächenverbrauch für Siedlungen und Straßen. Im letzten Jagdjahr (April 2013 bis März 2014) sind etwa zwei Drittel der 598 in der Jagdstrecke erfassten Feldhasen vor allem durch den Straßenverkehr und Krankheiten zu Tode gekommen.

 

Zudem ist der Anteil strukturreicher Brachflächen in den letzten Jahren stark zugunsten des Anbaus von Energiepflanzen zurückgegangen. Krautreiche Randstreifen fehlen zunehmend. Hier sollten Jäger und Landwirte gemeinsam Agrarumweltprogramme oder innovative, wildtierfreundliche Anbaumethoden für die Biogaserzeugung zugunsten der Feldhasen nutzen. Neben einer Verbesserung der Lebensräume ist es wichtig, Fressfeinde zu reduzieren, um dem Feldhasen, dem Kiebitz und anderen sogenannten Offenlandarten zu helfen. Vor allem Fressfeinde, wie der Fuchs lassen sich sehr effektiv mit Fallen und im Bau bejagen.

 

Das WILD-Projekt wurde von Jägern gegründet und bündelt Monitoring-Ergebnisse unter dem Dach des DJV. Über zwanzig Arten erfassen Jäger und Wissenschaftler regelmäßig. Damit liefern sie einzigartige Daten zur Verbreitung von Feldhase, Kaninchen oder Rebhuhn, aber auch zu nicht heimischen Arten, wie Marderhund, Waschbär oder Mink.

 

Weitere Informationen erhalten sie unter:

Hasenzählung: http://www.youtube.com/watch?v=mTQryGHfGIU

WILD-Projekte: http://www.jagdverband.de/content/wild-monitoring

 

Dresden, 2. April 2015

 

 

Wildunfall auf einer Landstraße

 

Pressemitteilung 01/2015

Erhöhte Wildunfallgefahr durch Zeitumstellung

Am Wochenende wurden die Uhren wieder auf Sommerzeit umgestellt. Gerade jetzt ist besondere Vorsicht geboten, denn es kann aufgrund der Gewohnheiten des Wildes zu erhöhter Unfallgefahr kommen.

 

Rehe und andere Wildtiere sind in den Dämmerungsstunden unterwegs und überqueren unsere Straßen. „Rechts vor links“ kennen sie dabei nicht. Gerade jetzt im Frühjahr haben sie im jahreszeitlichen Verlauf gesehen eine ihrer Hauptaktivitätsphasen, gilt es doch das über den Winter aufgebrauchte Körperfettdepot wieder aufzufüllen, für das weibliche Wild, sich einen gute Konstitution für den sich bald einstellenden Nachwuchs zu verschaffen und nicht zuletzt ist das männliche Rehwild damit beschäftigt Territorien zu sichern bzw. neu zu erobern. Hierbei sind nicht selten spektakuläre Verfolgungsjagden zwischen Rivalen zu beobachten, die aber leider nicht an Straßen halt machen. April ist der Monat, in dem die meisten Wildunfälle passieren. Die Zeitumstellung zum letzten Sonntag verschärft dann zusätzlich die Gefahr: Plötzlich fällt der morgendliche Berufsverkehr in die aktive Zeit der Wildtiere. Besonders hoch ist die Unfallgefahr im Frühjahr an der Wald-Feld-Kante. Hier ist besondere Vorsicht geboten.

 

Derzeit rollen über 2,5 Millionen Fahrzeuge über Sachsens Straßen. 1993 waren es noch 1,7 Millio-nen (Quelle: www.statistik.sachsen.de). Die Anzahl der Fahrzeuge ist damit um etwa 70% gestiegen! Die Wildunfallstatistik 2014 des Deutschen Jagdverbandes zeigt, dass deutschlandweit Wildunfälle mit Reh, Wildschwein oder Hirsch im Vergleich zum 5-Jahresdurchschnitt einen leichten Abwärtstrend um minus 2 Prozent. Beim Wildschwein sind es sogar minus 6 Prozent.

 

In Sachsen sind im Jagdjahr 2013/14 (April 2013 bis März 2014) 6.800 Wildtiere dem Verkehr zum Opfer gefallen, 79% davon waren Rehe. Auch für Autofahrer kann der Zusammenprall mit Wild-schwein oder Reh tödlich enden. Nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass ein Reh mit einem Gewicht von nur 17 kg bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h ein Aufprallgewicht von 425 kg und bei 70 km/h sogar ein Aufprallgewicht von 850 kg entwickelt.

 

Wildunfälle sind jedoch vermeidbar. Der Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen e.V., Dr. Gert Dittrich, rät: „Passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Gegebenheiten an. Nehmen sie Warnschilder, wie „Achtung Wildwechsel“ ernst. Steht Wild an der Straße, gilt es abzublenden, kontrolliert abzubremsen und zu hupen. Weichen Sie keinesfalls aus, denn dies kann schlimme Folgen haben, auch für andere Verkehrsteilnehmer.“ Sollte es doch einmal gekracht haben, melden Sie dies unverzüglich der Polizei. Diese leitet alles Weitere ein und informiert die zuständigen Jäger.

 

Wie kann ich Verkehrsunfälle vermeiden und was ist zu tun, wenn es gekracht hat? Der DJV gibt Tipps: 

http://www.jagdverband.de/content/wildunf%C3%A4lle-und-schadensregulierung

 

 

Dresden, 30. März 2015

 

 

 

 

Pressemitteilung 19/2014

Gesund und ökologisch erzeugt – Wildfleisch hat Saison

Der Winter steht vor der Tür. Es wird deutlich kälter. Die Deutschen lassen sich immer häufiger gesundes Wildfleisch, vor allem als Sonntagsbraten, schmecken. Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Jagdverbandes e.V. (DJV) hat gezeigt, dass jeder zweite Deutsche schon einmal Wild gekocht oder selbst gegessen hat. „Und das ist kein Wunder“, sagt Dr. Gert Dittrich, Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen e.V., „Wild ist gesund und wird nachhaltig genutzt. Feldhase, Hirsch und Reh sind sogar ähnlich gesund, wie der viel gepriesene Lachs, denn ihr Fleisch enthält wichtige Omega-3-Fettsäuren.“ Das bestätigen Studien an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Mehr als 20.000 Tonnen Wildfleisch werden jedes Jahr in der Bundesrepublik verzehrt. Das Lieblingswildfleisch der Deutschen stammt vom Wildschwein, dicht gefolgt von Rehwild. Das Fleisch kommt entweder aus heimischen Wäldern und Fluren, aus Gattern oder wird importiert. Vor allem Rotwild aus Neuseeland, oder Feldhase aus Argentinien sind in den Supermärkten zu finden. Gert Dittrich rät: „Wildfleisch allgemein ist eine sehr gute Wahl.“ Wer sicher gehen möchte, dass der Wildbraten nicht importiert wurde, sollte auf das Siegel „ Wild aus Sachsen“ achten.

 

Frisches Wildfleisch bekommt man bei Wildbretvermarktern aus ganz Sachsen oder direkt von den Jägern vor Ort. Ansprechpartner in den Jägerschaften sind auf der Internetseite des Landesjagdverbands Sachsen e.V., unter www.ljv-sachsen.de, zu finden. Dort erfahren Sie mehr zum Thema Wildbret. Einfache und leckere Rezepte, auch ideal zum verschenken, finden Sie im vom Landesjagdverband herausgegebenen „Sächsischen Wildkochbuch“.

 

Mehr Informationen zum Thema Wildfleisch, zu Wildhändlern und Jägern aus der Region, sowie zum Wildkochbuch finden Sie unter:

www.ljv-sachsen.de

www.wild-auf-wild.de

 

 

Dresden, 3. Dezember 2014

 

 

 

Pressemitteilung 18/2014

Hirsche in Paarungsstimmung

Besondere Vorsicht auf Sachsens Straßen geboten

 

Die Tage werden wieder kürzer, das Laub fällt von den Bäumen und die Hirsche sind in Paarungsstimmung. Der Landesjagdverband Sachsen e.V. appelliert an alle Autofahrer gerade im Herbst besonders aufmerksam zu sein. „Es ist Paarungs- oder auch Brunftzeit, wie der Jäger es nennt, für unsere größten heimischen Hirsche, dem Rot- und Damwild. Die Tiere sind jetzt besonders aktiv und können scheinbar plötzlich die Straße überqueren“, warnt Dr. Dittrich, Präsident des Landesjagdverbandes. „Hinzu kommen die herbstliche Witterung, feuchtes Laub auf der Straße und kürzere Tage, die uns gerade in den Morgen- und Abendstunden die Sicht beim Auto fahren erschweren.“

 

Vor allem im Wald und am Waldesrand, sowie dort, wo Bäume, Sträucher und Maisschläge die Straßen säumen, sollte man besonders wachsam sein. Erscheint ein Tier am Straßenrand oder auf der Straße, sollten Sie sofort abbremsen, dabei das Lenkrad gerade halten und abblenden. Niemals sollte man versuchen dem Wild auszuweichen, da dies besonders bei hohen Geschwindigkeiten auf Landstraßen lebensgefährlich enden kann.

 

Sollte es doch einmal zu einem Wildunfall kommen rät Dr. Dittrich: „Bewahren Sie Ruhe, schalten sie Ihre Warnblinkanlage ein, sichern Sie die Unfallstelle und verständigen Sie die Polizei.“

 

Dresden, 17. Oktober 2014

 

 

Pressemitteilung 17/2014

Messe „Jagd & Angeln“ vom 10. – 12. Oktober 2014 in Leipzig-Markleeberg

Landesjagdverband präsentiert das Thema „Wildtiere in der Stadt“

 

Fast täglich finden sich in der Tagespresse Meldungen wie „Marder legt Auto lahm“, „Waschbären plündern Kleingartenkolonie“ oder „Fußballplatz von Wildschweinen zerstört“. Ja, sie sind angekommen, die Wildtiere in den Städten. Während Elster, Krähe und Steinmarder längst schon urbane Lebensräume für sich erschlossen haben, kommen nun Fuchs, Waschbär oder eben auch Wildschweine hinzu. Dies führt in den meisten Fällen zu Erstaunen, oft ist es eben aber auch mit Ärger verbunden. Dieses Themenfeld hat der Landesjagdverband Sachsen e.V. (LJVSN) in diesem Jahr bei seiner Präsentation zur „Jagd & Angeln 2014“ in Szene gesetzt. Hier kann sich der Besucher über Wildtiere in der Stadt informieren. Gern geben unsere Standbetreuer Auskunft auf Fragen und stehen als Gesprächspartner zur Verfügung.

 

Unser diesjähriges Thema ist geradezu prädestiniert dazu unsere jüngeren Messebesucher an die Themen Natur, Wildtiere und Jagd heranzuführen. Im Rahmen der Umweltbildungsinitiative LERNORT NATUR des Deutschen Jagdverbandes e.V. (DJV) wird es am Stand des LJVSN das eine oder andere Angebot für die Kinder geben. Spielerische Wissensvermittlung mit Lerneffekt auch für Eltern steht im Vordergrund.

 

Zum Verweilen am Stand des LJVSN lädt auch der Wildimbiss ein. Mit einer kleinen Stärkung, zubereitet mit WILD AUS DER REGION, kann der Besucher das Messeflair auf sich wirken lassen, sich eine kleine Pause gönnen oder auch interessante Fachgespräche mit Standpersonal, Ausstellern oder anderen Besuchern führen.

 

Selbstverständlich sind am Stand des LJVSN die bekannten und gewohnten Elemente vertreten. So sind die Falkner mit ihren Greifen zu erleben ebenso wie der Jagd- und Tiermaler Detlef Ritter mit seinen lebensnahen Bildern. Traditionell wird am Samstag die Trophäenbewertung stattfinden. Ganztägig wird auf der Jagdhundearena die Vielfalt aktiver Jagdgebrauchshunde und ihrer Führer präsentiert. Die Zuschauer dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Leistungsprogramm von im Freistaat Sachsen geführter Jagdgebrauchshunde freuen, mit einer Vielfalt vom Deutsch-Drahthaar über den Beagle, verschiedene Bracken, den Schweißhunde- und Vorstehhunderassen bis hin zum Teckel.

 

Besuchen Sie uns! Es erwarten Sie kompetente Ansprechpartner. Wir freuen uns auf Sie. Weitere Informationen zur Messe „Jagd und Angeln“ finden Sie unter: http://www.jagd-und-angeln.de/

 

Dresden, 6. Oktober 2014

 

 

Pressemitteilung 15/2014

Jäger treffen ins Schwarze!

Vergleichswettkampf der neuen Bundesländer im jagdlichen Schießen

 

Am 01. und 02. August wird es auf dem Schießstand Großdobritz spannend. Die besten Schützen des Landesjagdverbands Sachsen treten gegen die Weidgenossen und Konkurrenten der anderen neuen Bundesländer an, um sich im jagdlichen Schießen zu messen. Dieser Wettkampf ist für die Jagdschützen der wichtigste Wettbewerb im Osten Deutschlands. „Unsere jagdlichen Schützen sind Vorbild für alle Jäger, da sie stets den sicheren Schuss trainieren“, so Dr. Gert Dittrich, Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. „Durch Veranstaltungen wie diese, tragen unsere Jäger dazu bei, die Sicherheit auf Jagden zu erhöhen und tragen durch gut platzierte Schüsse dem Tierschutz Rechnung.“

 

136 Schützen haben sich zu diesem wichtigen Vergleichsschießen angemeldet und treten in verschiedenen Disziplinen in Mannschafts- oder Einzelwertung gegeneinander an. Selbstverständlich werden auch Damen und Junioren ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen.

 

Der Vergleichswettkampf im jagdlichen Schießen ist ein länderübergreifender Wettbewerb, der seit 1997 in jeweils einem der neuen Bundesländer stattfindet. Im letzten Jahr wurde der Wettkampf in Schönebeck (Sachsen-Anhalt) ausgetragen. Die sächsischen Schützen sind fest entschlossen, dem derzeitigen Meister Thüringen den Sieg streitig zu machen. „Wir Sachsen sind gut vorbereitet. Wir haben hart trainiert und sind bereit unser Können zu beweisen“, so Patrick Donat, Schießobmann im Landesjagdverband Sachsen e.V. Als besonderes Highlight für die Jäger wird zum Schluss der Veranstaltung eine neue Waffe, eine Jaeger10, aus dem Hause Haenel an die Teilnehmer verlost werden.

 

Für die Pressevertreter: Wir laden Sie als Pressevertreter für den Samstag, den 02. August recht herzlich auf den Schießstand in Großdobritz ein. Herr Frank Conrad, Vizepräsident des Landesjagdverbands Sachsen e.V. und Herr Patrick Donat, Schießobmann und Organisator der Veranstaltung, stehen Ihnen für ein Interview gern zur Verfügung. Die Siegerehrung wird gegen 19 Uhr stattfinden.

 

Anfahrt:

Schießsportanlage Großdobritz

Hohlweg 15

OT Großdobritz

01689 Niederau

www.sjsv.de

 

Dresden, 31. Juli 2014

 

 

Quelle: DJV

Pressemitteilung 14/2014

Rehe im Liebesrausch – nicht nur eine Gefahr im Straßenverkehr

Von Mitte Juli bis Anfang August hat das Rehwild Paarungszeit. Der Jäger nennt es Brunft oder Blattzeit. In diesen Wochen können Rehe häufig schon bei gutem Tageslicht beobachtet werden, sind aber besonders in der Dämmerung und nachts auf den Läufen.

 

Die Rehböcke markieren durch Reiben des Gehörns und der Stirnlocke an kleinen Bäumchen ihr Revier und vertreiben andere aus dem von ihnen beanspruchten und verteidigten Territorium. Die paarungsbereit (brunftig) werdende Ricke zieht die Aufmerksamkeit des Rehbockes auf sich und er läuft oft lange hinter ihr her, bis es zur Begattung kommt. Bei diesen teilweise weiten Distanzen werden oft Wege und Straßen überquert.

 

Hier ist die besondere Aufmerksamkeit der Kraftfahrer gefordert, denn ein Unfall mit einem Reh kann erheblichen Schaden am PKW verursachen und hat meist den Tod des Tieres zur Folge. Die Fahrzeugführer sollten im Juli und August immer daran denken, dass mit einigem Abstand einer über die Straße wechselnden Ricke noch der Bock oder das Kitz folgen könnte. In ihrem Liebesrausch bemerken die Rehe oft das herannahende Fahrzeug viel später als zu anderen Jahreszeiten, wenn sie ganz vertraut über die Straße ziehen und vielleicht sogar noch im Straßengraben warten.

 

Die Brunftzeit der Rehe ist aber auch für den Jäger interessant, denn zu dieser Zeit kann man oft den von anderen Böcken vertriebenen Jährlingsbock sehen und erlegen. Das Blatten, eine Form der Lockjagd, ist eine erfolgreiche Jagdmethode. Der Jäger ahmt z. B. mit einem Buchenblatt oder einem sogenannten Blatter den Fiepton der Ricke nach und lockt den Bock an. Das durch Jagdwirtschaft genutzte Wild aus heimischen Revieren ist „Bio“ und sehr gesund, denn es wird nachhaltig genutzt. Das Wild lebt bis zu seiner Erlegung vollkommen artgerecht. Es wird direkt aus dem Kreislauf der Natur entnommen. Deshalb ist Wildbret fettarm, reich an Vitaminen und Mineralstoffen und sehr schmackhaft. Im letzten Jagdjahr 2013/2014 betrug die Jagdstrecke im Freistaat Sachsen 31.467 (davon 6161 Stück Unfall- und Fallwild) Stücken Rehwild (Quelle: Obere Forst- und Jagdbehörde).

 

Wir Jäger empfehlen allen Naturfreunden für die Monatswende Juli – August bei einem Spaziergang durch Feld und Flur besonders auf die „Rehe im Liebesrausch“ zu achten und auch beim Jäger vor Ort nach frischem Wildbret zu fragen, was sich nicht nur für einen Sonntagsbraten gut eignet sondern auch bei entsprechender Zubereitung die nächste Grillparty bereichert.

 

Dresden, 28. Juli 2014

 

 

Foto: Michael Weihrauch

 

Pressemitteilung 13/2014

Jäger verurteilen illegalen Wolfsabschuss und warnen vor vorschneller Schuldzuweisung

Laut Pressemitteilung wurde am Sonntag, den 13. Juli 2014, an der Straße zwischen Halbendorf/Spree und Lömischau im Landkreis Bautzen ein junger weiblicher Wolf tot aufgefunden. Der Verdacht, dass dieser Wolf mit einer Schusswaffe getötet wurde, konnte durch Untersuchungen des Leibnitz Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) bestätigt werden. Der Wolf ist nach europäischem Recht sowie nach Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art und unterliegt im Freistaat Sachsen außerdem dem Sächsischen Jagdgesetz. Die illegale Tötung einer solchen Art stellt somit ein Verstoß gegen das Sächsische Jagdgesetz und eine Straftat dar, die polizeilich geahndet wird. Der Landesjagdverband Sachsen e.V. (LJVSN) und der Deutsche Jagdverband (DJV) verurteilen illegale Wolfstötungen und distanzieren sich klar von dieser Tat.

 

Die Jagdverbände und die Jäger leisten ihren Beitrag zur Versachlichung der Wolfsdiskussion und bringen sich aktiv in Diskussion und Monitoring ein. Die Jägerschaft im Freistaat Sachsen wirkt seit Jahren am Monitoring auch bei besonders streng geschützten Arten, wie Wolf, Luchs und Wildkatze sehr erfolgreich mit. Sie sind die einzigen Jäger in Deutschland, die durch die Novellierung des Sächsischen Jagdgesetzes dazu verpflichtet sind. Der LJVSN hat bereits (in Zusammenarbeit mit der TU Dresden) über 80 Jäger zu Wildtierbeauftragten geschult. Sie sind Ansprechpartner für die Aufnahme von Hinweisen, wie Wildtierrissen und Kotproben (Losung). Die Schulungen wurden so gut angenommen, dass in diesem Jahr ein weiterer zweitägiger Lehrgang angeboten wurde. Die Jäger sind flächendeckend in ganz Sachsen aktiv. Ihre sachkundige, ehrenamtliche Arbeit spart einerseits dem Steuerzahler viel Geld, andererseits ist ihr Wissen unerlässlich für ein flächendeckendes Monitoring.

 

Dresden, 15. Juli 2014

 

 

Bei großer Hitze ziehen sich Fuchs und Dachs tagsüber in ihre kühlen Bauten zurück. (Quelle: Carol Scholz)

 

Pressemitteilung 12/2014

Achtung Sommerhitze!

Wie Haus- und Wildtiere die heißen Tage meistern

 

Die Sommerhitze macht Mensch und Tier gleichermaßen zu schaffen. Bei der Planung des anstehenden Sommerurlaubs sollten Reisende ihren Haustieren besondere Aufmerksamkeit widmen. Hunde brauchen beispielsweise deutlich mehr Wasser und häufigere Pausen. Der Deutsche Jagdverband (DJV) erklärt: Den Hund an heißen Sommertagen alleine im Auto zu lassen ist lebensgefährlich. Auch bei offenem Fenster droht der Hitzetod.

 

Im Gegensatz zum Mensch können Hunde und Wildtiere nicht schwitzen. Hunde sind deshalb auf unsere Fürsorge angewiesen. Wildtiere hingegen haben ihre eigenen Strategien entwickelt um der Hitze zu trotzen. Der Feldhase beispielsweise macht es ähnlich wie der Elefant: Über die großen, stark durchbluteten Ohren wird die Hitze abgegeben. Wildschweine bevorzugen ein kühles Schlammbad. Dieses hat direkt mehrere Vorteile: Neben der Abkühlung werden sie obendrein unangenehme Plagegeister los. Die getrocknete Schlammschicht wird an Bäumen abgerieben und sorgt für eine zusätzliche Massage. Hirsche suchen, ähnlich wie Menschen, eine Badestelle. Oft stehen sie bis zum Hals im kühlen Wasser.

 

Bei großer Hitze sinkt bei fast allen Lebewesen der Bewegungsdrang. Dachs und Fuchs ziehen sich tagsüber in ihre kühlen Bauten zurück. Sie sind, wie die meisten Wildtiere, vor allem in den frühen Morgen- und späten Abendstunden aktiv. Die große Ausnahme bildet das Rehwild. Hier ist im Juli und August Paarungszeit, die Hormone spielen verrückt. Der Rehbock folgt seiner verehrten Ricke viele Kilometer durch den Wald und kommt kaum zur Ruhe.

 

Dresden, 14. Juli 2014

 

 

Foto: LJV

Pressemitteilung 11/2014

Hörnerklang am Schloss Schleinitz

 

12. Landeswettbewerb der sächsischen Jagdhornbläser

 

Letzten Sonnabend, den 28. Juni 2014, fand in Schleinitz der 12. Landeswettbewerb der sächsischen Jagdhornbläser statt. Es kamen ca. 150 Jagdhornbläser in 17 Gruppen und stellten sich mit Pflicht und Kür dem Leistungsvergleich, der alle zwei Jahre in Sachsen stattfindet. Unter ihnen war auch die Jugendbläsergruppe der Jagdhornbläser Magdeburgerforth e. V. aus Sachsen-Anhalt.

 

Die Jagdhornbläsergruppen maßen sich in vier Wertungsklassen. Sieger wurden:

 

Klasse C (Kinder- und Jugendliche bis 18 Jahre):

Unsere Gäste, die Jugendbläsergruppe der Jagdhornbläser Magdeburgerforth e. V. aus Sachsen-Anhalt. Die Kinder- und Jugendgruppe „Herbert Dießner“ Bockwen (Landkreis Meißen) wurde zweite und damit beste unter den sächsischen Gruppen dieser Klasse.

 

Klasse A (Fürst-Pleß- und reine Parforcehorngruppen in Stimmung B): Jagdhornbläsergruppe „Herbert Dießner“ Bockwen (Landkreis Meißen) – sie verteidigten Ihren Titel aus 2012.

 

Klasse G (Fürst-Pleß- und Parforcehörner in Stimmung B gemischt): Jagdhornbläsergruppe Gaußig (Landkreis Bautzen) – ebenfalls die Titelverteidiger.

 

Klasse P (Parforcehörner Stimmung Es):

Jagdhornbläsergruppe Geierswalde (Landkreis Bautzen) – auch sie konnten ihren Erfolg aus 2012 wiederholen.

 

Die Veranstaltung wurde für die Besucher rund durch die Präsentation des Kreisjagdverbandes Meißen e. V., die Interessantes über Jagd- und Natur für Groß und Klein bot und durch ein Schießkino, an dem jeder selbst seine Fähigkeiten erproben konnte. In einer einstündigen Schau konnten die Besucher alles über die Jagdhunde und Arbeit mit ihnen erfahren. Der örtliche Förderverein Schloss Schleinitz hatte sein Museum geöffnet.

 

Der Höhepunkt war das gemeinsame Abschlusskonzert aller Jagdhornbläser, in das die Siegerehrung eingebettet war. Herr Arndt Steinbach, der Landrat des Landkreises Meißen, nahm diese gemeinsam vor mit Karsten Schlüter, dem Vorsitzenden des Kreisjagdverbandes Meißen e. V. und Andrea Ende vom Organisationsteam des Wettbewerbes.

 

Den Wettbewerb organisierten der Landesjagdverband Sachsen e. V. und der Kreisjagdverband Meißen e. V. Sie wurden unterstützt durch die Stadt Nossen und den Förderverein Schloss Schleinitz e.V. Weiterhin wurden durch die obere Jagdbehörde Mittel aus der Jagdabgabe bereit gestellt.

 

Andrea Ende

 

zu weiteren Fotos vom Landesbläserwettbewerb 2014

 

 

 

Pressemitteilung 10/14

Horn Auf! -12. Landesjagdhornbläserwettbewerb vor Schloss Schleinitz-

 

Schloss Schleinitz im Norden Sachsens bietet eine traumhafte Kulisse für Veranstaltungen. Ein Erlebnis ganz besonderer Art wird am Samstag, den 28. Juni ab 10:00 Uhr, auf dem Schlossgelände stattfinden:

 

Der 12. Landeswettbewerb

der Jagdhornbläser Sachsens.

 

Etwa 160 Jagdhornbläser in 18 Gruppen stellen sich dem Vergleich, der alle zwei Jahre stattfindet. Auch der Jagdhornbläsernachwuchs wird sein Können in diesem Jahr unter Beweis stellen. Insgesamt 4 Kinder- und Jugendgruppen, darunter eine aus Sachsen-Anhalt, sind dabei.

 

Gesucht werden die neuen sächsischen Meister in 4 Wertungsklassen. Geblasen werden Pflichtsignale und Kürstücke. Die Pflichtsignale sind Jagdsignale, die zum Lenken und Führen einer Jagd, aber auch als letzte Ehre für das erlegte Stück Wild geblasen werden. Jede Wildart hat ihr eigenes Signal.“Sau tot“ kennen wahrscheinlich die meisten. Die Jagdmusik bestimmt die Kür, da kann schon mal der Jägerchor aus dem Freischütz erklingen.

 

Zu erleben ist ein Tag rund um Jagd und Natur für Groß und Klein. Die Besucher können leibhaftige Jäger mit ihren Helfern, den Jagdhunden bestaunen. Am Schießkino kann jeder selbst seine Fähigkeiten erproben. Das Schlossmuseum wird seine Pforten geöffnet haben und der Kreisjagdverband Meißen lädt zum Basteln und Informieren ein. Für das leibliche Wohl wird unter anderem mit Wildgulasch gesorgt sein.

 

Im Mittelpunkt steht natürlich das Jagdhornblasen im Wettbewerb, gekrönt mit dem gemeinsamen Abschlusskonzert aller Jagdhornbläser - Gänsehaut garantiert!

Die Veranstaltung endet gegen 17 Uhr nach dem Abschlusskonzert.

 

Organisiert wird der Wettbewerb durch den Landesjagdverband Sachsen e. V. gemeinsam mit dem Kreisjagdverband Meißen e.V. und dem Förderverein Schloss Schleinitz.

 

Besuchen Sie unseren musikalischen Wettstreit. Lernen Sie die Instrumente und die Vielfalt der Jagdmusik in Verbindung mit Wissenswertem über Jagd und Jäger kennen. Kommen Sie mit den Jägern ins Gespräch. Alle Naturfreunde und Jäger sind herzlich willkommen.

 

Ablauf:

 

10:00 Uhr:                Eröffnung des Wettbewerbes mit dem gemeinsam geblasenen Signal Begrüßung und Grußworten

10:15 – 14:00 Uhr:   Wettbewerb

14:30 – 15:30 Uhr:   Hundevorführung, Kreisjagdverband Meißen e.V.

15:45:                       Abschlusskonzert und Siegerehrung

Ende:                        gegen 17:00 Uhr

 

Ganztägig: Ausstellung des Kreisjagdverbandes Meißen e. V für Groß und Klein in der Scheune, Schießkino, Musikinstrumentenbau, jagdliche Motivstickerei, Museum des Fördervereins Schloss Schleinitz e. V.

 

 

 

 

Pressemitteilung 08/2014

Neuer Kurs für Sachsens Jäger

Neues Präsidium des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. gewählt

 

Am Samstag, den 10. Mai 2014, wählte die sächsische Jägerschaft mit eindeutiger Mehrheit einen neuen Präsidenten für den Landesjagdverband. Zu dieser 24. Jahreshauptversammlung und damit dem höchsten Gremium des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. waren insgesamt 128 Stimmberechtigte und 31 Gäste aus Politik, Institutionen und Verbänden vertreten.

 

Das neu gewählte Präsidium setzt sich zusammen aus:

dem Präsidenten, Herrn Dr. Gert Dittrich,

den Vizepräsidenten Herrn Frank Conrad und Herrn Dr. Heinz Baacke (wiedergewählt),

dem Schatzmeister, Herrn Kurt Reichel,

und vier weiteren Präsidiumsmitgliedern:

- Herrn Peter Palm, wiedergewähltes Präsidiumsmitglied

- Herrn Peter Vogt, wiedergewähltes Präsidiumsmitglied

- Herr Jan-Walter Heikes und

- Herrn Mike Krauße.

 

Der Landesjagdverband dankt den ausscheidenden Präsidiumsmitgliedern für die geleistete Arbeit.

Mit dem neuen Präsidenten, Herrn Dr. Gert Dittrich, soll die Jagd mehr denn je im Fokus der Jägerinnen und Jäger stehen. „Wir brauchen ein Verbandsleben untereinander und miteinander, das in aller Transparenz die Stärke unseres Verbandes aufzeigt“, so Dittrich. Es wurden richtungsweisende Beschlüsse als Grundlage für die weitere Arbeit des Verbandes gefasst. So wird sich der Landesjagdverband künftig weiter dafür einsetzen, dass es für den Wolf ein unabhängiges Monitoring ohne internationale Grenzen und ein nationales Management auf der Basis der Populationsebene geben wird. Es sollen im Freistaat Sachsen geeignete Gebiete für den Wolf ausgewiesen und die Tragfähigkeit dieser Gebiete wissenschaftlich belegt werden. Außerdem setzt sich der Verband dafür ein, dass auf europäischer Ebene ein Symposium zum Thema Wolf durchgeführt wird.

 

Mit der Verabschiedung des Beschlusses zur Anpassung des Jagdhundeausgleichsfonds, einem Solidarbetrag im Verband für die Jagdhundeführer, kann den erheblich gestiegenen Welpenpreisen und der Tierarztkosten Rechnung getragen werden. Außerdem wurde der Haushalt 2015 verabschiedet. Somit ist die Handlungsgrundlage des LJVSN durch die Mitgliederversammlung legitimiert.

 

Dresden, 12. Mai 2014

 

 

 

Pressemitteilung 07/2014

Wahljahr auch im Landesjagdverband Sachsen!

 

24. Landesjägertag in Freiberg

 

Die Hauptversammlung des Landesjagdverbandes Sachsen e. V. (LJVSN) beginnt am 10. Mai 2014, um 9:00 Uhr, im städtischen Festsaal in Freiberg. Eingeladen sind 147 Delegierte aus ganz Sachsen und zahlreiche Gäste aus Politik, partnerschaftlichen Institutionen und Verbänden.

 

Im Mittelpunkt dieses Tages stehen die Wahlen des Präsidenten und des Präsidiums für die kommenden vier Jahre.

 

Zuvor wird jedoch der amtierende Präsident einen Rückblick über das letzte Jahr und die vergangene Wahlperiode geben. „Es war eine schwierige Zeit. Bedenkt man, wie viele Gesetzesänderungen es zu bewältigen gab. Gleichzeitig galt es, die Akzeptanz der Jagd durch sachliche und aktive Information der Öffentlichkeit zu unseren Themen zu erhalten und möglichst zu verbessern “, so Knut Falkenberg, amtierender Präsident des LJVSN. „Wir haben viel erreicht“, so Falkenberg weiter. „Der Wolf steht nun auch unter dem Schutz des Jagdgesetzes – eine wesentliche Grundlage für ganzheitliches Wildtiermanagement. Der Verband ist moderner geworden, nutzt das Internet und soziale Medien, um nur zwei Beispiele zu nennen.“

 

Unabhängig vom Ausgang der Wahl bleibt das Hauptanliegen des Landesjagdverbandes als anerkannte Vereinigung der Jäger und als anerkannter Naturschutzverband weiterhin der Einsatz für die Jagd, das Wild und seine fast 6.000 Mitglieder.

 

Dresden, 8. Mai 2014

 

 

Foto: DJV

 

Pressemitteilung 06/2014

Frisches Rehfleisch auf den Grill

- Wildbret ist gesund, Bio und regional -

 

Saisonal und regional heißen die Zauberwörter, wenn man sich gesund und ökologisch vertretbar ernähren möchte. Mit Wildbret vom Jäger vereint der Konsument beides, denn seit dem 16. April ist Jagdzeit für Rehböcke und sogenannte Schmalrehe (weibliches Reh im zweiten Lebensjahr). Die Wildtiere haben ein Leben lang in der freien Natur verbracht, keine Medikamente oder Wachstumshormone bekommen und keinen Tiertransport zum Schlachthaus erlitten. Kein Wunder, dass Wildbret in Deutschland und auch in Sachsen immer mehr Nachfrage erfährt. Etwa 850.000 Kilogramm heimisches Wildbret von 36.000 erlegten Rehen, 32.000 Wildschweinen und 3800 Stücken Rotwild verspeisten die Sachsen in der Jagdsaison 2012/2013 (1. April 2012 – 31.März 2013). Das geht aus einer aktuellen Statistik des Deutschen Jagdverbandes (DJV) hervor.

 

In weniger als einer halben Stunde lassen sich Reh - oder Wildschweinsteaks zaubern und appetitlich anrichten. Auch auf dem Grill ist frisches Wildfleisch ein Genuss. Hinzu kommt, dass Wildbret viele „gute“ ungesättigte Fettsäuren enthält. Feldhase, Hirsch und Reh sind sogar ähnlich gesund, wie der viel gepriesene Lachs, denn ihr Fleisch enthält wichtige Omega-3-Fettsäuren. Das bestätigen Studien an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Die Forscher wiesen auch nach: Je schneller das Wildtier laufen kann, desto gesünder ist sein Fleisch.

 

Woher bekommt man frisches Wildfleisch? Frisches Wildfleisch bekommt man bei Wildbretvermarktern aus ganz Sachsen oder direkt von den Jägern vor Ort. Ansprechpartner in den Jägerschaften sind auf dieser Internetseite unter der Rubrik Wildbretvermarktung zu finden. Dort erfahren Sie mehr zum Thema Wildbret. Einfache und leckere Rezepte, auch ideal zum Verschenken finden Sie im vom Landesjagdverband herausgegebenen „Sächsischen Wildkochbuch“.

 

Weitere Daten und Fakten zu Wildbret:

 

Wussten Sie schon,…

 

…dass, besonders das Fleisch im Herbst und frühen Winter sehr zart ist, weil das Muskelfleisch der Tiere prozentual mehr „gute“ Fette enthält?

 

...dass, das Fleisch heimischer Wildtiere einen ähnlich hohen Anteil (14-21%) der gesunden Omega-3-Fettsäuren enthält wie der allzeit gepriesene Lachs (20%)?

 

…dass es einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen dem Anteil von omega-3-Fettsäuren und der maximalen Laufgeschwindigkeit des Wildtieres gibt? Kurz: je schneller das Wildtier, desto gesünder dessen Braten.

 

Wofür wir mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren brauchen:

 

Omega-3-Fettsäuren sind essenzielle Nahrungsbestandteile, da sie der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann. Sie verbessern das Augenlicht, senken das Risiko für Herz/Kreislauferkrankungen oder Typ-2-Diabetes. Auch Omega-6-Fettsäuren benötigt der Körper für wichtige Funktionen. Sie helfen gegen Bluthochdruck, Allergien und Hautprobleme.

 

Dresden, 17. April 2014

 

 

Schulungsteilnehmer bei der Rissbegutachtung

Pressemitteilung 05/2014

Sächsische Jäger übernehmen Verantwortung

Zweite Schulung zu Wildtierbeauftragten für sächsische Jäger

 

Wenn Wildtiere gerissen werden, stellen sich Viele die Frage: War es ein Wolf, vielleicht gar ein Luchs oder wildernde Hunde? Dem wollen immer mehr Jäger auf der Suche nach Antworten mit Hilfe von sachlichen Argumenten nachgehen. Aus diesem Grund besuchen sie die vom Landesjagdverband Sachsen e.V. und der „AG Wildtierforschung“ der Forstzoologie Tharandt (TU Dresden) angebotene Schulung zum Wildtierbeauftragten. „Bei diesem Seminar lernen unsere Jäger sich wie ein Tatortkommissar ein Bild vom Geschehen zu machen und Beweise zu sammeln “, erklärt Dr. Heinz Baacke, Wolfsexperte und Präsidiumsmitglied des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. „Sie lernen an zwei Tagen in Theorie und Praxis, worauf sie achten müssen und wie der Riss eines Wildtieres objektiv zu dokumentieren ist.“

 

49 Jägerinnen und Jäger haben sich zur Schulung gemeldet. Damit bekunden die Mitglieder des Verbandes ihr Interesse und ihre Verantwortung für die unter dem Schutz des Jagdgesetzes stehenden Wildarten Baummarder, Wildkatze, Fischotter, Luchs und Wolf. Die Jagenden sind durch das sächsische Jagdgesetz verpflichtet, bei der Meldung und Erfassung dieser Wildarten mitzuwirken. Geschulte Wildtierbeauftragten stehen den Jagdbehörden und den Jägern auf der Fläche mit ihrem Wissen zur Erfüllung dieser Pflicht mit Rat und Tat zur Seite. So wird ein flächendeckendes Monitoring für diese Wildarten erreicht. Sobald ein totes Wildtier gefunden wird, kann der zuständige Wildtierbeauftrage wichtige Beweise, wie DNA-Proben, Spuren und Fotos sammeln, dokumentieren und an die Experten zur Auswertung weitergeben.

 

Die dynamische Populationsentwicklung der Wölfe wird sich fortsetzen. Um diese Entwicklung fachkundig zu begleiten, sind zeitnahe, umfangreiche Informationen von großer Bedeutung. Neben der Verbreitung sollen mit dem Monitoring auch Rückschlüsse zur Herkunft der sich neu angesiedelten Wölfe gewonnen werden. Wildtierbeauftragte sind ein Teil des Netzwerkes zur Erfassung der besonders geschützten Arten. Ein weiteres wichtiges Instrument ist ein von der Obersten Jagdbehörde eingerichtetes Online-Portal, über das die Jäger alle Informationen, die sie im Revier sammeln, weiterleiten können.

 

Der Landesjagdverbandes Sachsen e. V ist als Naturschutzverband gesetzlich anerkannt. Seine Jäger sind die einzigen staatlich ausgebildeten, ehrenamtlichen Helfer im Freistaat Sachsen, die nicht nur jagen, sondern flächendeckend aktiv Naturschutz betreiben.

 

Dresden, 16. April 2014

 

 

Referent Dr. Norman Stier (TU Dresden) erklärt die DNA-Probenahme
Referent malte Götz erklärt, worauf bei der Rissbegutachtung zu achten ist

 

 

 

 

Pressemitteilung 04/2014

Jagdhornbläserseminar in Grethen

Sächsische Jagdhornbläser machen sich fit für die Jagd und den Wettbewerb

 

Im Naturfreundehaus in Grethen, werden vom 04. – 06. April dieses Jahres 40 Jagdhornbläser aus Sachsen, aber auch aus Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Hessen erwartet. Die Jagdhornbläser-Gilde e. V. und der Landesjagdverband Sachsen e. V. (LJVSN) laden bereits zum 5. Mal zu diesem Bläserseminar ein.

 

„Jagdhornblasen ist wichtiger Teil des jagdlichen Brauchtums. Es wird bis in die heutige Zeit hinein gepflegt und noch immer im praktischen Jagdbetrieb eingesetzt“, erklärt Andrea Ende, Präsidiumsmitglied des LJVSN und Obfrau für Brauchtum. Es diente und dient den Jägern als Kommunikationsmittel bei der Koordination der Jagd. Außerdem erweist man dem erlegten Wild damit die letzte Ehre.

 

Das Jagdhornblasen hat sich zwischenzeitlich auch als eine musikalisch-wettbewerbliche Disziplin etabliert und ist unentbehrlicher Teil der Öffentlichkeitsarbeit der Jäger geworden. „Das muss der Ton stimmen“, sagt Ende. „Unsere Jagdhornbläser sind Botschafter für die Jagd. Deshalb bieten wir jährlich mindestens ein Seminar für Jagdhornbläser an.“ Zehn erfahrene Übungsleiter werden in den nächsten 3 Tagen die angereisten Seminarteilnehmer, die alle keine Profis sind, souverän und kompetent schulen. Nicht zuletzt soll das Treffen auch freundschaftliche Beziehungen der Jagdhornbläser und ihrer Gruppen untereinander festigen.

 

Die Jagdhornbläser des Landesjagdverbandes bereiten sich an diesem Wochenende in ruhiger Umgebung nahe der Mulde u.a. auf den in diesem Jahr stattfindenden Landesbläserwettbewerb am Schloss Schleißnitz vor.

 

Interessierte Reporter sind eingeladen, das Jagdhornbläserseminar im Naturfreundehaus in Grethen zu begleiten.

 

Dresden, 4. April 2014

 

 

Pressemitteilung 03/2014

Jäger verurteilen illegalen Wolfsabschuss und warnen vor vorschneller Schuldzuweisung

 

Laut Pressemitteilung wurde am Freitag, den 28.03.2014, bei Weißkeißel im Landkreis Görlitz ein Wolf tot aufgefunden. Geäußert wird der Verdacht, dass das Tier einem illegalen Abschuss zum Opfer fiel. Der Landesjagdverband Sachsen e.V. (LJVSN) und der Deutsche Jagdverband (DJV) distanzieren sich klar von dieser Tat.

 

Knut Falkenberg, Präsident des LJVSN und DJV-Präsidiumsmitglied, ist verärgert: „Es ist völlig egal, von wem eine solche Tat begangen wurde. Es ist eine Straftat und einem vernünftigen Interessensausgleich zwischen den Akteuren im ländlichen Raum in den Wolfsgebieten abträglich. Bisher ist nicht klar, wer der vermeintliche Schütze ist.“ Falkenberg warnt jedoch vor einer vorschnellen Verurteilung „der Jäger“. Die Ergebnisse der Untersuchungen sowie die Ermittlungen der Polizei müssten abgewartet werden.

 

Der LJVSN ist anerkannter Naturschutzverband. Tagtäglich leisten seine Mitglieder umfangreiche ehrenamtliche Naturschutzarbeit in vielen Projekten. Die Jägerschaft im Freistaat Sachsen wirkt seit Jahren am Monitoring auch bei besonders streng geschützten Arten, wie Wolf, Luchs und Wildkatze sehr erfolgreich mit. Sie sind die einzigen Jäger in Deutschland, die durch die Novellierung des Sächsischen Jagdgesetzes dazu verpflichtet werden. Der LJVSN hat bereits (in Zusammenarbeit mit der TU Dresden) 40 Jäger zu Wildtierbeauftragten geschult. Sie sind Ansprechpartner für die Aufnahme von Hinweisen, wie Rissen und Kotproben (Losung). Die Schulungen werden so gut angenommen, dass dieses Jahr im April ein weiterer zweitägiger Lehrgang angeboten wird. Falkenberg betont: „Unsere Jäger sind flächendeckend in ganz Sachsen aktiv. Ihre sachkundige, ehrenamtliche Arbeit spart einerseits dem Steuerzahler viel Geld, andererseits ist ihr Wissen unerlässlich für ein flächendeckendes Monitoring.“

 

Der LJVSN und die Jäger werden weiterhin ihren Beitrag zur Versachlichung der Wolfsdiskussion leisten und sich aktiv in Diskussion und Monitoring einbringen.   

 

Dresden, 2. April 2014

 

 

 

Pressemitteilung 02/2014

Erhöhte Wildunfallgefahr durch Zeitumstellung

Am Wochenende werden die Uhren wieder auf Sommerzeit umgestellt. Gerade dann ist besondere Vorsicht geboten, denn es kann aufgrund der Gewohnheiten des Wildes zu erhöhter Unfallgefahr kommen.

 

Rehe und andere Wildtiere sind in den Dämmerungsstunden unterwegs und überqueren unsere Straßen. „Rechts vor links“ kennen sie dabei nicht. Außerdem werden junge, geschlechtsreife Böcke von den älteren vertrieben. In der vermeintlich sicheren Dämmerung erkunden sie die Reviere. April ist der Monat, in dem die meisten Wildunfälle passieren. Die Zeitumstellung zum Sonntag verschärft dann zusätzlich die Gefahr: Plötzlich fällt der morgendliche Berufsverkehr in die aktive Zeit der Wildtiere. Besonders hoch ist die Unfallgefahr im Frühjahr an der Wald-Feld-Kante. „Dort fahren wir praktisch durch das Wohn- und Speisezimmer der Tiere“, sagt Knut Falkenberg, Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen e.V.

 

Derzeit rollen über 2,4 Millionen Fahrzeuge über Sachsens Straßen. 1993 waren es noch 1,7 Millionen (Quelle: www.statistik.sachsen.de). Die Anzahl der Fahrzeuge ist damit um 70% gestiegen! Die Wildunfallstatistik des Deutschen Jagdverbandes zeigt, dass deutschlandweit Wildunfälle mit Reh, Wildschwein oder Hirsch im Vergleich zum 5-Jahresdurchschnitt einen Anstieg um 1,6 Prozent ergeben.

 

In Sachsen sind im Jagdjahr 2012/13 (April 2012 bis März 2013) 7100 Wildtiere dem Verkehr zum Opfer gefallen, 76% davon waren Rehe. Auch für Autofahrer kann der Zusammenprall mit Wildschwein oder Reh tödlich enden. Nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass ein Reh mit einem Gewicht von nur 17 kg bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h ein Aufprallgewicht von 425 kg und bei 70 km/h sogar ein Aufprallgewicht von 850 kg entwickelt. Wildunfälle sind jedoch vermeidbar. Falkenberg rät: „Passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Gegebenheiten an. Nehmen sie Warnschilder, wie „Achtung Wildwechsel“ ernst. Steht Wild an der Straße, gilt es abzublenden, kontrolliert abzubremsen und zu hupen. Weichen Sie keinesfalls aus, denn dies kann schlimme Folgen haben, auch für andere Verkehrsteilnehmer.“

 

Sollte es doch einmal gekracht haben, melden Sie dies unverzüglich der Polizei. Diese leitet alles Weitere ein und informiert die zuständigen Jäger.

 

Dresden, 28. März 2014

 

 

 

Pressemitteilung 01/2014

Grünes Abitur in Sachsen immer beliebter

- Immer mehr Frauen entdecken die Jagd für sich -

 

Die Zahl der Jäger in Sachsen steigt. Waren es im Jahr 2012 noch 10.359 Jäger im Freistaat, so hat sich die Zahl der Jagdscheininhaber in 2013 auf 11.014 erhöht (Statistik des Deutschen Jagdverbandes – DJV). Das sind 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine aktuelle Befragung unter angehenden Jägern zeigt: Von der Hausfrau über den Schüler, den Facharbeiter bis zum Arzt sitzen Vertreter aller Berufsgruppen gemeinsam in den Vorbereitungskursen. Jäger kommen aus der Mitte der Gesellschaft. Der Frauenanteil in Deutschland liegt laut Umfrage bei 20 %. Franziska Schiele (20) studiert derzeit „Law in Context“ an der TU Dresden und hatte schon länger Interesse daran, den Jagdschein zu lösen. „In der Familie meines Freundes gehört die Jagd seit jeher dazu. Also begann ich ihn bei der Jagd zu begleiten. Man fühlt sich dabei der Natur so nahe.“

 

Doch das Erlangen des Grünen Abiturs ist eine Herausforderung: 120 bis 180 Pflichtstunden zum Thema Wildbiologie, Jagdrecht, Wildbrethygiene, Schießwesen und Natur- und Artenschutz müssen absolviert werden. Zum Schluss wird eine staatliche Prüfung abgelegt. Franziska Schiele hat die Theorie schon hinter sich. „Wenn man so etwas wirklich will, lernt man die Theorie freiwillig“, meint sie. „Natürlich gibt es Fächer, die einem mehr liegen und die sich leichter lernen lassen, wie zum Beispiel Wildkunde. Gesetzes- und Waffenkunde fielen mir etwas schwerer.“

 

Der Trend geht zurück zur Natur. Jäger verbringen viel Zeit im Freien, sie schärfen ihre Sinne und legen Wert darauf, ökologisch vertretbares, gesundes Fleisch selbst zu beschaffen. Denn heimisches Wild kann sich frei bewegen, bekommt keine Medikamente oder Wachstumshormone und erleidet keine Tiertransporte zum Schlachthaus.

 

Im Jahr 2013 nahmen im Freistaat 389 Jagdscheinanwärter an den Vorbereitungskursen zum Grünen Abitur in einer der 29 Jagdschulen in Sachsen teil. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von fast 20 %. „Die Jagd steht immer mehr im öffentlichen Fokus“, so Steffen Richter, Geschäftsführer des Landesjagdverbands Sachsen: „Eine solide Ausbildung und Transparenz sind unabdingbar. Jäger erfüllen einen gesetzlichen Auftrag – die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestandes und die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen. Jäger sind die einzigen staatlich geprüften ehrenamtlichen Naturschützer, wollen dabei die Natur nachhaltig nutzen und gesundes Wildfleisch gewinnen.“

 

Frau Schiele fiebert dem nächsten Ausbildungsabschnitt entgegen: der Schießausbildung auf dem Schießplatz. Hier lernen die angehenden Jungjäger zielgenau und tierschutzgerecht mit der Waffe umzugehen. „Viele Menschen haben ein falsches Bild von der Jagd“, erklärt die junge Frau. „Einige meiner Freunde glauben, dass Jäger nur Tiere totschießen. Doch die Jagd ist viel mehr als das. Man sitzt oft am Waldesrand, genießt die Natur auch ohne etwas mit nach Hause zu nehmen. Andererseits ist die Jagd eine ökologisch wertvolle Art der Fleischproduktion. Das Tier hatte ein schönes Leben, bis es durch einen schnellen, sicheren Schuss zum wertvollen Lebensmittel wird.“

 

Dresden, 25. März 2014

 

 

Foto: Michael Weihrauch

 

Pressemitteilung 11/2013

Jagdverbände verurteilen Wolfstötung im Landkreis Bautzen

Reflexartige Vorverurteilung der Jäger ist schädlich / Jäger stellen Strafanzeige gegen Unbekannt

 

Laut Presseangaben wurde im Landkreis Bautzen ein Wolfswelpe mit Schrot-munition getötet. Der Landesjagdverband Sachsen (LJV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) verurteilen diese Tat aufs Schärfste. Die Jagdverbände distanzieren sich ausdrücklich vom Täter, der LJV hat Strafanzeige gegen Unbe-kannt gestellt. Gleichzeitig machen die Verbände deutlich, dass eine Vorverur-teilung „der Jäger“ schädlich sei. „Es hilft am wenigsten dem Wolf, wenn sich jetzt reihum der Schwarze Peter zugesteckt wird“, sagt Knut Falkenberg, Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen und zuständig für den Wolf im DJV-Präsidium. Zahlreiche Jäger haben sich laut DJV bundesweit bereits zum Wolfsberater schulen lassen und ihre Arbeit ist unerlässlich für ein lückenloses Monitoring. „Reflexartige Schuldzuweisungen bringen die ehrenamtliche Arbeit der Jäger völlig zu Unrecht in Misskredit“, so Falkenberg.

 

Illegale Tötungen lassen sich nach Auffassung der beiden Jagdverbände nur wirk-sam vermeiden, wenn betroffene Interessensgruppen gemeinsam und auf Augen-höhe Managementpläne entwickeln. Die Zukunft von großen Beutegreifern wie Wolf, Luchs oder Bär hängt maßgeblich von deren Akzeptanz in der Bevölkerung ab. Und diese ist in Großstädten deutlich höher als bei den Betroffenen vor Ort.

 

Die Jagdverbände werden weiterhin ihren Beitrag zur Versachlichung der Wolfsdis-kussion leisten und sich aktiv einbringen. Unter anderem wird der LJV dem DJV-Präsidium vorschlagen, ein bundesweites Gen-Monitoring für Wolflosung in Abstimmung mit den zuständigen Landesbehörden aufzubauen. So lassen sich Ausbreitungstendenzen und Herkunftsnachweise für den Wolf wissenschaftlich aufarbeiten.

 

Berlin und Dresden, 18. Dezember 2013

 

Pressemitteilung 10/2013

Am Wochenende noch nichts vor?

Dann auf zur Messe „Jagd und Angeln“ 11. bis 13. Oktober 2013 in Leipzig-Markleeberg

 

Den Landesjagdverband Sachsen e.V. finden Sie in Halle 2.

 

Wir präsentieren:

 

Für den Jäger:

- I want YOU!

- Vorstellung der AG Junge Jäger Sachsen

- Jägerausbildung in Sachsen – Präsentation der Jagdschule der Jägerschaft Westerzgebirge

- Trophäenbewertung am Samstag von 10 bis 16 Uhr

- Im Vortragszentrum Halle 2

Sonntag: 10 Uhr „Naturpädagoge – Lernort Natur“ – Aufgaben und Qualifikation; Herr Schmidtkunz

11 Uhr „Waffen zur Nachsuche“ - Modelle Vorteile/Nachteile, Umgang, Sicherheit; Herren Peter Vogt und Gert Neidhardt

 

Für Nichtjäger, an der Jagd Interessierte und Freunde der Jagd:

- Fragen und Antworten zur Nachhaltigkeit der Jagd

- Jagd – Fakten statt Vorurteile

- Interaktives Puppentheater für die Kleinen – Freitag eine Aufführung, Samstag und Sonntag je zwei Aufführungen mit Umwelt-Wiesel aus dem Vogtland

- LERNORT NATUR

 

Wildbret aus Sachsen – Tipps zur Gewinnung, Verwertung und Zubereitung erhalten Sie an der Wild-Showküche neben dem Stand des Landesjagdverbandes. Natürlich darf gekostet werden. Diese Aktion wird gemeinsam durch den Messerveranstalter, den Staatsbetrieb Sachsenforst und den Landesjagdverband angeboten.

 

Ganztägig wird auf der Jagdhundearena in Block E die Vielfalt aktiver Jagdgebrauchshunde und ihrer Führer präsentiert. Schwerpunkte sind die Vorstellung von Nachsuchegespannen aus Sachsen sowie die Mitteldeutsche Deckrüdenpräsentation des Deutsch-Kurzhaar-Klub Sachsen e.V., die CAC-Landessiegerzuchtschau des DTK 1888 sowie die Zuchtschau des Deutschen Jagdterrier Club Sachsen e.V. Die Zuschauer dürfen sich weiterhin auf ein abwechslungsreiches Leistungsprogramm in Sachsen geführter Jagdgebrauchshunde freuen, mit einer Vielfalt vom Deutsch-Drahthaar über den Beagle, verschiedene Bracken und Vorstehhunderassen bis hin zum Teckel.

 

Besuchen Sie uns! Es erwarten Sie kompetente Ansprechpartner. Wir freuen uns auf Sie.

 

Weitere Informationen zur Messe „Jagd und Angeln“ finden Sie unter: www.jagd-und-angeln.de

 

Dresden, 10. Oktober 2013

Pressemitteilung 9/2013

Wildbiologisches Büro LUPUS verstößt gegen Tierschutzrecht

Wölfe werden mit Tellereisen gefangen - Landesjagdverband Sachsen e.V. fordert sofortigen Stopp und Aufklärung

 

Die Redaktion der Zeitschrift "unsere Jagd" deckt zweifelhafte Fangmethoden auf, die das Wildbiologische Büro LUPUS im Rahmen des Projektes "Wanderwolf" anwendet. "unsere Jagd" gibt unter www.jagderleben.de/woelfe-im-tellereisen einen kurzen Überblick zur recherchierten Sachlage und verweist auf die Ausgabe Heft 10/2013.

 

Um Informationen über die Raumnutzung und das Abwanderungsverhalten zu bekommen, werden Wölfe gefangen und mit GPS-Sendern versehen. Als Fanggeräte kommen laut Recherche von "unserer Jagd" Tellereisen zum Einsatz, die in den EU-Ländern für alle Tierarten und Zwecke verboten sind.

 

Der LJVSN erwartet die sofortige Einstellung der Fangaktionen und eine Untersuchung der Vorgänge. Wie das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz auf seiner Homepage informiert, wurden die Wölfinnen Marie, Greta und Frieda jeweils Anfang Mai 2012 bzw. 2013 gefangen. Laut den Berichten hatten zumindest Greta und Frieda in dieser Zeit Welpen zu versorgen. Fangaktionen stellen immer ein Risiko für die Tiere dar. In diesen Fällen waren aufgrund des gewählten Zeitpunktes zusätzlich die auf Versorgung angewiesenen Welpen gefährdet.

 

Kooperationspartner im Projekt "Wanderwolf" sind das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) und die Projektgruppe "Wanderwolf", der die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe (GzSdW), der Internationale Tierschutzfonds gGmbH (IFAW), der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und der World Wide Fund for Nature Deutschland (WWF) angehören. Die Kooperationspartner finanzieren das Projekt und haben LUPUS beauftragt, im Rahmen des Monitorings die Wölfe mit den GPS-GSM Halsbandsendern zu versehen und eingehende Daten zu erfassen und auszuwerten. (Quelle: www.wolfsregion-lausitz.de)

 

 

Foto: DJV

 

Pressemitteilung 08/2013

Bundesmeisterschaft des DJV im Jagdlichen Schießen

6 Medaillen für sächsische Jägerinnen und Jäger

 

Insgesamt 690 gemeldete Teilnehmerinnen (69) und Teilnehmer verglichen bei der Bundesmeisterschaft des Deutschen Jagdverbandes e. V. (DJV) ihr Können mit Büchse und Flinte auf der Schießanlage in Buke (Nordrhein-Westfahlen) vom 4. bis 7. September.

 

Aus sächsischer Sicht waren es erfolgreiche Tage: Silvia Knels (Kamenzer Jagdverband) wurde unter den Jagdschützinnen in der Kombination (Büchse und Flinte) mit 321 von 350 möglichen Punkten Vizemeisterin. Einzig der Umstand, dass die Meisterin Christine Bayer aus Rheinland-Pfalz, die ebenfalls 321 Punkte erzielte, das bessere Ergebnis im Flintenschießen vorweisen konnte, trennte Silvia vom Sieg. Doch den holte sie sich in der Einzelwertung Büchse, die sie mit 186 Ringen von 200 möglichen gewann.

 

Unter den Herren wurde Christian Beitsch (Jagdverband Weißeritzkreis) in der Kombination mit 343 von 350 möglichen Punkten Dritter. Alexander Sprick aus Nordrhein-Westfalen holte sich mit 347 Punkten den Sieg und Gerrit Hartig aus Rheinland-Pfalz wurde mit 345 Punkten Vizemeister. Christian entschied aber das Flintenschießen mit 150 und somit der maximal möglichen Punktzahl für sich und wiederholte somit seinen Erfolg aus dem Jahre 2010 – 30 Wurftauben mit dem ersten Schuss!

 

Schließlich holte Manfred Görnitz (Jagdverband Niederschlesische Oberlausitz) unter den Senioren im Büchsenschießen mit 193 von 200 möglichen Ringen einen weiteren Sieg für die Sachsen und Ludwig Lohbacher (Jagdverband Weißeritzkreis) wurde beim Schießen mit der Kurzwaffe mit 193 von 200 Ringen Dritter.

 

Alle Ergebnisse finden Sie im Newsroom des DJV unter www.jagdnetz.de.

 

 

Dresden, 9. September 2013

 

 

 

 

Pressemitteilung 07/2013

Auf, auf zum jagdlichen Musizieren auf der Festung Königstein

Jagdhornschall und Spenden für Königstein

Am 23.Juni findet auf der Festung Königstein das 10. Landestreffen der sächsischen Jagdhornbläser statt. Es verspricht ein ganz besonderer Höhepunkt und musikalischer Leckerbissen zu werden. Ganz nebenbei erhält der Besucher und Zuhörer Einblick in das "Mysterium Jagd".

 

Die Anmeldungen haben alle Erwartungen übertroffen: Insgesamt 29 Bläsergruppen mit ca. 270 Jagdhornbläsern werden sich an diesem Tag um 10.30 Uhr treffen und mit dem gemeinsam geblasenen Jagdsignal "Begrüßung" einen Reigen von Jagdmusik eröffnen, der seine Krönung im wieder gemeinsam geblasenen Abschlusskonzert gegen 16.00 Uhr finden wird.

 

Veranstalter ist der Landesjagdverband Sachsen e.V. "Wir sind dankbar für den Austragungsort und die tatkräftige Unterstützung der Festung Königstein GmbH" so Knut Falkenberg, Präsident des Verbandes, und : "Besonders freuen sich die sächsischen Jagdhornbläser auf Gruppen aus Bayern, Thüringen, Brandenburg, der Tschechischen und der Slowakischen Republik".

 

Gemeinsam werden die 270 Jagdhornbläser an diesem Tag jedoch nicht nur um ihrer selbst und um der Jagd Willen musizieren, sondern das Publikum zu Spenden für die vom Hochwasser wiederholt schwer betroffene Stadt Königstein und ihre Bewohner aufrufen.

 

Herzlich willkommen sind alle Jäger, an der Jagd Interessierte und Freunde von Natur und Jagd. Zu erleben ist ein Tag rund um Jagd und Natur für Groß und Klein. Die Besucher können leibhaftige Jäger mit ihren Helfern, den Hunden und Greifen erleben. Kinder erfahren und erleben die Natur. Dieser Tag soll ein Tag für die ganze Familie werden.

 

Unter den Ausstellern werden u.a. HSM Hermann Schmidt Metallblasinstrumentenbau, Mundstückspezialist Werner Chr. Schmidt, beide aus Markneukirchen, die Natur- und Jagdmotivstickerei Erhardt aus Rebesgrün und das Autohaus "GUTE FAHRT" aus Riesa sein.

 

Das Bläsertreffen wird unterstützt mit Mitteln aus der Jagdabgabe.

 

Pressemitteilung 06/2013

Für die Jagd, die Jäger und die Gesellschaft: Jagd nachhaltig gestalten

Insgesamt 104 Delegierte trafen sich am 27. April 2013 zum 23. Sächsischen Landesjägertag, der Jahreshauptversammlung und dem höchsten Gremium des Landesjagdverbandes Sachsen (LJVSN) in Groitzsch. Der Tag stand unter dem Motto „Jagd nachhaltig gestalten“. Er war ein Votum für die Jagd und die Jäger in Sachsen.

 

Unter den Gästen konnten u. a. Herr Dr. Fritz Jaeckel, Staatssekretär des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, Herr Georg-Ludwig von Breitenbuch, Landtagsabgeordneter, Herr Waldemar Gleinich vom Landesverein Sächsischer Heimatschutz e. V., Herr Gunther Zschommler vom Sächsischen Landesbauernverband e. V. und Vertreter weiterer Verbände und verschiedener Landratsämter begrüßt werden.

 

Herr Dr. Jaeckel stellte in seinem Grußwort die Funktionen des seit September 2012 rechtskräftigen neuen Landesjagdgesetzes als Bekenntnis zu Jagd und Hege bei gleichzeitiger Interessenwahrung der gesellschaftlichen Anforderungen dar. Er bedankte sich ausdrücklich für das Engagement der sächsischen Jäger beim Wolfsmonitoring, sprach sich deutlich gegen die Kriminalisierung der Jäger durch noch intensivere waffenrechtliche Kontrollen aus und lobte das flächendeckende Wildtiermonitoring, welches der Landesjagdverband im Rahmen des Projektes WILD durchführt.

 

Herr Georg-Ludwig von Breitenbuch forderte den Zusammenhalt und ein geschlossenes Auftreten der Jäger nach außen. Weiterhin stellte er die Notwendigkeit der Partnerschaft mit Landnutzern und Grundstückseigentümern in den Raum. Er bescheinigte wiederholt: „In Sachsen wird anständig gejagt.“

 

Herr Gleinich vom Landesverein Sächsischer Heimatschutz e. V. konstatierte in seinem Grußwort: „Ohne Heimat ist Jagd nicht möglich und Heimat braucht die Jagd.“

 

Den diesjährigen Gastvortrag hielt Herr Prof. Dr. Dr. Sven Herzog, Inhaber der Dozentur für Wildökologie und Jagdwirtschaft an der TU Dresden unter der Überschrift „Jagdliche Nachhaltigkeit“. Er betrachtete das Gestern, Heute und die Zukunft der Jagd. Er stellte u. a. fest: „Schutz ohne Nutzung ist ein Wohlstandsphänomen“ und verwies dabei auf den erfolgreichen internationalen Artenschutz, bei dem die Nutzung eine wesentliche Säule darstellt. Im Resümee seines Vortrages forderte er in Sachen Jagd die Politik der ruhigen Hand ein, die gekennzeichnet ist durch ein langfristiges Denken losgelöst vom jeweiligen Zeitgeist.

 

Knut Falkenberg, der Präsident des LJVSN, berichtete über die Verbandsarbeit des vergangenen Jahres. Er schloss seinen Bericht mit den Worten: „Jagd wird in der Zukunft in dem Maße ökonomisch, ökologisch und soziokulturell nachhaltig sein, wie wir es verstehen diese Prozesse zu gestalten.“

 

Am Nachmittag wurden durch Beschlüsse des Landesjägertages u. a. zum Haushalt 2014 Weichen für die Arbeit in den kommenden Jahren gestellt.

 

Dresden, 29. April 2013

 

 

Foto: York Dycks

Pressemitteilung 05/2013

„Jagd nachhaltig gestalten“

Unter diesem Motto steht der 23. Landesjägertag am 27. April 2013 in Klipphausen, OT Groitzsch im Groitzscher Hof. Bis zu 144 Delegierte der 36 im Landesjagdverband Sachsen e. V. (LJVSN) organisierten Jägervereinigungen sowie zahlreiche Gäste aus Politik und anderen Verbänden werden zur dieser Jahreshauptversammlung, dem höchstem Gremium des LJVSN, erwartet.

 

„Vor 300 Jahren wurde der Begriff der Nachhaltigkeit hier in Sachsen geprägt. Der Mangel an Holz war die Triebkraft zur Entwicklung dieses bahnbrechenden Prinzips. Heute ist der Begriff in der Gesellschaft ein Leitbild zukunftsfähiger Entwicklung. Auch die Entwicklung der Jagd und unsere Verbandsarbeit kommen nicht daran vorbei“, sagt Knut Falkenberg, Präsident des LJVSN: „So liegt es nahe sich diesem Thema auch auf dem Landesjägertag in diesem Jubiläumsjahr zu stellen.“

 

Prof. Dr. Sven Herzog, Inhaber der Dozentur für Wildökologie und Jagdwirtschaft an der TU Dresden, wird als Gastreferent zu den Delegierten und Gästen über die „Jagdliche Nachhaltigkeit“ sprechen. Erwartet wird auch Staatssekretär, Herr Dr. Fritz Jaeckel, der die Grüße der Landespolitik an die sächsischen Jäger überbringen wird.

 

Neben der Rechenschaftslegung über das vergangene Jahr, der Planung der Maßnahmen für das Jahr 2014 ist auch die Abstimmung der Delegierten darüber, wer die Jäger des Freistaates Sachsen zum diesjährigen Bundesjägertag am 30. und 31. Mai 2013 in Marburg vertreten soll, wichtiger Tagesordnungspunkt.

 

Dresden, 24. April 2013

 

 

Foto: Carol Scholz

Pressemitteilung 04/2013

Der Frühling kommt mit Macht – Doch Wild braucht noch Ruhe: Energiereserven sind aufgezehrt

Endlich zieht der Frühling ein. Wahrlich frühlingshafte Temperaturen und Sonnenschein locken nach draußen und laden zum Frühlingspaziergang ein. Doch wie sieht es draußen aus? Ganz draußen in Wald und Feld?

 

Die Tiere waren gut auf den Winter vorbereitet. Dichtes Winterfell schützte sie vor Kälte und eine Fettschicht bot ausreichend Reserven für die Wintermonate. Doch nach dem sehr langen Winter mit viel Frost und Schnee in allen Regionen Sachsens sind die Kraftreserven nun aufgebraucht. Das Wild braucht nun Ruhe, um diese wieder aufzutanken.

 

Deshalb die Bitte: Wenn Sie zu Ihrem ersten Frühlingsspaziergang aufbrechen und die erwachende Natur genießen, stören Sie das Wild nicht unnötig. Bitte bleiben Sie auf den Wegen und lassen Sie Ihre Hunde an der Leine.

 

Trotz der Möglichkeit nach neuer Sächsischer Jagdverordnung bereits ab 16. April Rehböcke und einjähriges weibliches Rehwild jagen zu dürfen, empfiehlt Knut Falkenberg, Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen e. V. (LJVSN) den Mitgliedern des Verbandes und allen anderen jagdlich Verantwortlichen dieses Jahr den Jagdbeginn zu diesem Datum zu überdenken und ggf. die Jagd noch einige Tage ruhen zu lassen. Es sollte nicht wenige Tage nach Wegtauen des letzten Schnees oder noch bei Schneelage in den höher gelegenen Gebieten Jagddruck aufgebaut werden. „Lassen wir dem Wild die Möglichkeit sich nach diesem langen Winter zu regenerieren! Die sächsischen Jäger handeln verantwortungsbewusst“, dessen ist sich Knut Falkenberg, der Präsident des LJVSN sicher: „Wir sind Jäger und Heger und nicht, um mit der Schlagzeile einer bekannten Tageszeitung vor wenigen Wochen zu sprechen, die Empfänger von ‚Schießbefehlen‘!“

 

Dresden, 12. April 2013

 

 

 

Pressemitteilung 03/2013

Schlagzeilen auf Kosten der Jäger

Zwei Beiträge in der sächsischen Zeitungslandschaft, die über Ostern erschienen, erhitzen die Gemüter der Jäger in Sachsen. Mal wieder wird ihnen Mordlust unterstellt – im Visier die Wölfe. So titelte die BILD: „Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) sieht Wölfe im Visier mancher Jäger“ und die Freie Presse schrieb: „Naturschützer sehen Wölfe im Visier von Jägern“. Grundlage ist eine Pressemeldung des NABU, die auf Grund des Auffindens der Wölfin „Einauge“ des Nochtener Rudels erschien. Dieser Pressemeldung ist der ausgesprochene Verdacht von BILD und Freie Presse nicht zu entnehmen. Jagd und Jäger tauchen begrifflich nicht auf. Selbst die Zitate und Interpretationen aus möglicherweise geführten Interviews mit Vertretern des NABU lassen den unmittelbaren Schluss auf Jäger als Schützen nicht zu.

 

„Mit uns hat kein Journalist der beiden Zeitungen gesprochen“, so Knut Falkenberg, Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen e. V. „Hätte man das getan, hätte ich folgende Fragen gestellt: ‚Wären die sächsischen Jäger so heiß aufs Wölfe Töten, wie erklären Sie sich dann die stetig zunehmende Population in Sachsen? Wie erklären Sie sich das Vertrauen des Gesetzgebers, den Wolf unter den Schutz des Jagdgesetzes zu stellen? Wie erklären Sie sich das Engagement der sächsischen Jäger beim Wildmonitoring? Bitte lesen Sie auch unsere Pressemeldungen und die des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV)‘“.

 

Der Landesjagdverband Sachsen ruft dazu auf, sich sachlich bei beiden Redaktionen zu beschweren und Fakten wertfrei zu benennen.

 

Kontakte:

leipzig@bild.de

die.tageszeitung@freiepresse.de

 

Dresden, 2. April 2013

 

 

Foto: Detlef Ritter

 

Pressemitteilung 02/2013

Sächsischer Osterhasenbestand ist gesichert

Der Feldhase ist flächendeckend im Freistaat Sachsen verbreitet

 

In Sachsen gibt es in freier Wildbahn etwa 42.000 Hasen.

 

Auf Grund der statistisch gesicherten Zählmethode im WILD – Projekt auf wissenschaftlicher Basis ergeben sich Zahlen die auch von staatlichen Stellen (z. B. BfN) genutzt werden. Diese sagen aus: Der Feldhase ist weder in Deutschland noch in Sachsen vom Aussterben bedroht.

 

Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) hat gerade seine Zählergebnisse für das Jahr 2011 aus ca. 375 Referenzgebieten veröffentlicht. Diese sind flächendeckend über alle Bundesländer verteilt.

 

Das Ergebnis:

Nach vorsichtigen Hochrechnungen gibt es bundesweit ca. 3,5 Millionen Feldhasen. Diese sind jedoch sehr ungleichmäßig verteilt. Während im nordwestdeutschen Tiefland Hasenbesätze von über 50 Stück/100 ha vorkommen können, sind es in Sachsen durchschnittlich nur knapp 3 Hasen/100 ha. Das entspricht einem Bestand von ca. 42.000 Hasen in Sachsen. Davon wurden 2011/12 etwa 0,66 % durch Jäger erlegt. 60 % der in der Streckenstatistik genannten 698 Hasen starben aus anderen Ursachen; vor allem durch den Straßenverkehr.

 

Die Feldhasenpopulation in Sachsen kann danach zwar als stabil eingeschätzt werden, befindet jedoch im Vergleich zu den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf einem sehr niedrigen Niveau.

 

Eine einzelne Ursache kann nicht ausgemacht werden, vielmehr ist es ein Wirkungskomplex der Faktoren Witterungsverlauf, Lebensraum und Fressfeinde, der für den Rückgang der Population verantwortlich gemacht werden kann.

 

Eine zielgerichtete jagdliche Bewirtschaftung des Feldhasen als Abschöpfung eines Nutzungspotentials findet derzeit nicht statt, von daher findet die Jagd als einflussnehmender Faktor auf die Feldhasenpopulation höchstens in dem Versuch der Regulation von Fressfeinden ihren Niederschlag. Die beschriebene Situation schätzt auch der Wildbiologe und Hasenexperte Dr. Daniel Hoffmann so ein. Das gesamte Interview mit Dr. Hoffmann ist nachlesbar unter: www.jagdnetz.de.

 

Dresden, 28. März 2013

 

 

Teilnehmer der Schulung üben die praktische Rissbegutachtung

Pressemitteilung 01/2013

Wildmonitoring in Sachsen

Mitglieder des Landesjagdverbandes Sachsen e. V. werden „Wildtierbeauftragte der Jäger im Freistaat Sachsen“

 

Mehr als 40 Mitglieder des Landesjagdverbandes Sachsen e. V. (LJVSN) nahmen vergangenen Samstag, den 23. März 2013, in Tharandt am ersten Teil der 1. Schulung für „Wildtierbeauftragte der Jäger im Freistaat Sachsen“ teil. „Das Konzept zur Schulung entstand u. a. auf Initiative unseres Verbandes. Unsere Mitglieder wollen der Verantwortung, die sie durch das neue sächsische Jagdgesetz übertragen bekommen haben, gerecht werden“, so Dr. Heinz Baacke, Vizepräsident des LJVSN. Die Schulung wird durch die AG Wildtierforschung, der Professur für Forstzoologie in Tharandt (TU Dresden) durchgeführt.

 

Vergangenen Samstag standen die Grundlagen des Monitoring, erste Gedanken zum Aufbau des Netzwerkes von Wildtierbeauftragten, Wolfs-, Luchs-, Wildkatzenmonotoring und das Monitoring weiterer Arten, wie der Neozooen unter den Wildtieren, im Focus. Abgeschlossen wurde dieser erste Teil mit einem praktischen Einstieg der Begutachtung von Wolfs- und Luchsrissen an Wildtieren. An einem weiteren Tag, voraussichtlich im April dieses Jahres, wird die Praxis der Rissbegutachtung und Interpretation damit verbundener Spuren in der Lausitz vertieft.

 

Bereits im Dezember 2010 unternahm der LJVSN in Form einer Schulungsveranstaltung erste Schritte, um das Monitoring von Tierarten, die von der Europäischen Habitatdirektive (FFH-RL-92/43/ EWG v. 21.5.1992) im Anhang IV als sogenannte „streng geschützte Arten“ geführt werden, zu unterstützen. Damit verknüpft war das Signal der Bereitschaft des LJVSN im Rahmen seiner gesetzlichen Verpflichtung und seiner Möglichkeiten für den Schutz des Wolfes einzutreten – insofern es sich um eine Art handelt, die im Freistaat Sachsen dem Jagdrecht unterstellt ist.

 

Mit Inkrafttreten des derzeit gültigen Jagdrechts in Sachsen zum 1. September 2012 und der Aufnahme des Wolfes in § 3 SächsJagdVO - weitere dem Jagdrecht unterliegende Tierarten (i. d. Fassung v. 27.08.2012) - steht der wesentliche Rahmen dafür.

 

Dresden, 25. März 2013